All Seasons

Season 1

  • S01E01 Stundenprotokoll 12:00 Uhr

    • April 30, 2011

    Der Krieg ist für Deutschland fast vorbei. Überall herrscht Chaos. Fast das ganze Land ist bereits besetzt, die Briten marschieren auf Hamburg. Berlin ist von der Roten Armee eingekesselt. Der Sturm auf den Reichstag gerät aufgrund des Widerstands zwar zunächst ins Stocken, doch gegen Mittag belagern sowjetische Soldaten die Krolloper. Hunderttausende sind auf der Flucht gen Westen. Abertausende Soldaten und Zivilisten lassen in diesen letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in Europa noch ihr Leben. In seinem Bunker macht Adolf Hitler an diesem Nachmittag seinem Leben ein Ende. Er hinterlässt ein Reich in Trümmern. Die Wetterstation in Potsdam arbeitet noch. Sie meldet an diesem Tag 11,5° C Tageshöchsttemperatur. Im nördlichen Teil des Reiches ist es regnerisch, im Süden scheint die Sonne. Nur vereinzelt werden noch Bombenflugzeuge der Alliierten am Himmel gesichtet. Überall im Land entlassen Kampfkommandanten ihre Truppen und retten ihre Männer so vor einem sinnlosen "Endkampf", den ihr "Führer" von ihnen verlangt. In Plön befindet sich Großadmiral Karl Dönitz mit seinem Stab. Ihm obliegt die Verteidigung des "Nordraums", eine der letzten deutschen Regionen, die noch in Hand der Nazis ist. In Moskau ist die "Gruppe Ulbricht" an diesem Morgen gen Berlin abgereist und erreicht gegen 12 Uhr mittags den kleinen Ort Schwerin (Skwierzyna) in Polen.

  • SPECIAL 0x1 Deutschland am 30. April 1945

    • April 30, 2011

    Die amerikanischen Streitkräfte stehen an jenem 30. April 1945 vor München, weitere US-Divisionen haben die Lutherstadt Wittenberg erreicht. Mit dabei sind Kameraleute des US-Signal Corps. Sie dokumentierten die Ereignisse an diesem Tag auf 35-mm-Zelluloid: Befreiung und Zusammenbruch, Tod und Verzweiflung, Jubel und Erleichterung.

  • S01E02 Stundenprotokoll 13:00 Uhr

    • April 30, 2011

    In Greifswald macht der neue sowjetische Kommandant den Bürgern die Kapitulation ihrer Stadt bekannt. Während eine Urkunde fehlt, reicht ein örtlicher Getränke-Händler inmitten des Chaos jedoch ordnungsgemäß die Rechnung für die Bewirtung beim Empfang im Rathaus ein. Die Ostarbeiterin Antonina Romanowa erinnert sich an ihre Befreiung. Im Führerbunker isst Hitler gegen 13 Uhr mit seinen Sekretärinnen zu Mittag. Seine Ehefrau Eva geht ein letztes Mal mit Gerda Christian im Garten der Reichskanzlei spazieren. Derweil drehen amerikanische Kameramänner eindrucksvolle Farbaufnahmen beim Vormarsch in Südbayern und im besetzten Nürnberg, der Stadt der virtuos inszenierten Massenspektakel der Reichsparteitage

  • SPECIAL 0x2 Brutalität in Stein – Das Parteitagsgelände von Nürnberg

    • April 30, 2011

    Auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg erinnert die Ruine von Hitlers Tribüne an die bombastischen Aufmärsche, die hier während der nationalsozialistischen Reichsparteitage inszeniert wurden. Es ist eines der wenigen Relikte der Ära von Hitlers Lieblingsarchitekt Albert Speer. "Selbst die Pyramiden", so prophezeite Hitler seinem Protegé, werden "zurücktreten gegenüber den Betonmassen und Steinkolossen, die ich da errichte. Ich baue für die Ewigkeit", betonte er, "denn wir sind das letzte Deutschland." Es gibt Indizien dafür, dass Hitler sich bereits 1929 entschieden hat, Nürnberg zur "Stadt der Reichsparteitage" zu machen. Es war in den Zwanziger Jahren die antisemitischste Stadt in Europa. Hinzu kam, dass Nürnberg als Symbol der Größe des deutschen Kaiserreichs im Mittelalter galt, und es war ein traditioneller Austragungsort für politische Versammlungen. All das versuchten die Nationalsozialisten propagandagerecht für sich zu vereinnahmen als sie an der Macht waren. Im Laufe eines Parteitages von acht Tagen kamen zwischen einer Millionen und anderthalb Millionen Menschen nach Nürnberg. Die Reichsparteitage waren für die Nazis unverzichtbar, weil sie ein Mal im Jahr der Ort der Selbstinszenierung des Regimes gewesen sind - mit einem gigantischen Propagandaapparat, mit Broschüren und Büchern, mit Radioaufnahmen und Filmen. Höhepunkt war zweifelsohne "Triumph des Willens" von Leni Riefenstahl. Noch heute ist in Nürnberg zu sehen, welche Ausmaße die Anlage haben sollte. Der einzelne Mensch war in diesen Arealen ein Nichts, ein winziges Ornament. Diese Staats- und Parteitagsarchitektur sollte nach Meinung von Experten auch ein Symbol dafür sein, dass Hitler die Weltherrschaft erringen wollte. Für diese Dokumentation wurden seltene Filmaufnahmen von den Bauarbeiten genutzt. Ein bislang unbekannter Amateurfilm zeigt das Gelände 1936 sogar in Farbe. Zeitzeugen berichten über die Atmosphäre während der Parteitage, von fanatischem Antisemi

  • S01E03 Stundenprotokoll 14:00 Uhr

    • April 30, 2011

    Die Lage im von Deutschland besetzten Holland spitzt sich derweil dramatisch zu. Das Land steht vor einer Hungerkatastrophe. In einer Achtervelder Schule treffen sich Hitlers Statthalter und alliierte Unterhändler. Arthur Seyß-Inquart weigert sich, die Kapitulation der deutschen Streitmächte in den westlichen Niederlanden zuzusagen. Das Segelschiff "Gorch Fock" wird versenkt. In den weit verzweigten Bunkeranlagen des Obersalzbergs bei Berchtesgaden warten Hitlers Getreue, ob der Diktator doch den Weg in die so genannte "Alpenfestung" findet.

  • SPECIAL 0x3 Hitlers Berg – Die Machtzentrale in den Alpen

    • April 30, 2011

    Über 1000 Tage, fast jeden vierten Tag seiner Herrschaft über Deutschland, verbrachte Adolf Hitler auf dem Obersalzberg, seinem Urlaubsdomizil bei Berchtesgaden. In dem von massiven Sicherheitskräften abgeschotteten Sperrbezirk unweit der Grenze zu Österreich hielt sich der "Führer" nicht allein zur Erholung auf, hier empfing er die Mächtigen des Dritten Reiches und Europas. Inmitten der malerischen Bergwelt entschied er über Krieg und Vernichtung. Ende April 1945 legten Bomberflugzeuge der Royal Airforce die Anlage binnen weniger Minuten in Schutt und Asche. Auch wenn nach Kriegsende die meisten Ruinen gesprengt wurden, sind nicht alle Relikte der Diktatur verschwunden. Aus Angst vor Luftangriffen der alliierten Feinde waren während des Krieges systematisch unterirdische Bunkerbauten errichtet worden, die aufwendigen Arbeiten hat man erst bei Kriegsende eingestellt. Heute ist ein Großteil der weit verzweigten Stollen von Amts wegen verschlossen und für die Öffentlichkeit gesperrt. SPIEGEL TV hat vom bayerischen Staat eine Sondergenehmigung erhalten, die verlassenen Betontunnel zu erforschen. Zusammen mit dem Berchtesgadener Historiker Florian Beierl geht er in dieser Dokumentation auf Spurensuche nach der Geschichte von Hitlers Berg und seinem Ende 1945.

  • S01E04 Stundenprotokoll 14:30 Uhr

    • April 30, 2011

    Im Berliner Führerbunker verabschiedet sich Hitler von seinen engsten Mitarbeitern. Dann folgt eine Unterredung mit Goebbels, der den Diktator bittet, Berlin doch noch zu verlassen. Eva Hitler schenkt ihren Pelzmantel der Sekretärin Traudl Junge.

  • SPECIAL 0x4 Eva Braun – Die Geliebte des Diktators

    • April 30, 2011

    Eva Braun wurde erst nach ihrem Tod in Deutschland zur öffentlichen Person. Gemeinsam mit Adolf Hitler nahm sie sich am 30. April 1945 im Bunker unter der Berliner Reichskanzlei das Leben. Zuvor hatte der Diktator seine langjährige Geliebte noch geheiratet. Verborgen vor der Volksgemeinschaft verbrachte sie die meiste Zeit in München oder auf Hitlers Berghof in den Alpen. Eine "Enttäuschung der Geschichte" sei Eva Braun gewesen, hatte Hitlers Architekt Albert Speer nach Kriegsende behauptet. Die wissenschaftliche Biografie von Heike Görtemaker will das Image vom blonden und unpolitischen Dummchen an der Seite des Diktators revidieren. Hinter der aufgesetzten Fröhlichkeit Brauns, meint die Historikerin, habe sie eine Frau gefunden, die sehr bestimmt gewesen sei und mit unglaublicher Härte versucht habe, ihre Ziele zu erreichen - bis zur letzten Konsequenz, bis zum Tod. SPIEGEL-TV-Autor Michael Kloft hat für diese Reportage Heike Görtemaker ausführlich befragt sowie die umfangreichen Privatfilme und zahlreichen Fotoalben der Eva Braun ausgewertet.

  • S01E05 Stundenprotokoll 15:00 Uhr

    • April 30, 2011

    Südtirol, Niederdorf: Ein Wehrmachtsstoßtrupp befreit prominente Sonderhäftlinge Adolf Hitlers, darunter auch "Sippenhäftlinge" der Angehörigen der Beteiligten des Hitler-Attentats, aus den Händen ihrer SS-Bewacher. In Lübeck trifft sich Großadmiral Dönitz mit SS-Chef Heinrich Himmler.

  • SPECIAL 0x5 Hitlers Testament – Eine Analyse

    • April 30, 2011

    In der Nacht vom 28. auf den 29. April 1945 diktiert Hitler seiner Sekretärin Traudl Junge sein politisches und sein privates Testament. Es sind Dokumente der Verblendung und des Fanatismus, denn der Diktator macht die Juden verantwortlicht für die Katastrophe. Die Deutschen seien zu schwach gewesen für seinen großen Plan zur Veränderung der Welt. Danach heiratet er seine langjährige Geliebte Eva Braun. SPIEGEL TV gelang es, mit einer Sondergenehmigung im Nationalarchiv der USA die Originale der Testament sowie die Heiratsurkunde zu filmen. Zeitzeugen erinnern sich an diese Nacht.

  • S01E06 Stundenprotokoll 15:30 Uhr

    • April 30, 2011

    In Schlesien sorgt sich die 57-jährige Margarethe Hummel vor allem um ihre Angehörigen in Berlin. Den Ort hat die Rote Armee bereits eingenommen. Im Führerbunker nehmen sich Adolf und Eva Hitler das Leben.

  • SPECIAL 0x6 Hitlers Selbstmord – Eine Rekonstruktion

    • April 30, 2011

    Bei seine Recherchen hat das Redaktionsteam um Michael Kloft unter anderem das Verhör von Hitlers persönlicher Sekretärin Traudl Junge aus dem Jahr 1946 entdeckt, das fast 65 Jahre in den Akten des Nationalarchivs in Washington lagerte. Aufschlussreiche Informationen über den 30. April liefern auch die Tonbänder der Vernehmung von Hitlers Adjutanten Otto Günsche und seines Kammerdieners Heinz Linge durch die Staatsanwaltschaft München im Jahr 1956 im Rahmen des "Todeserklärungs-Verfahrens Adolf Hitler", die bisher nur in kurzen Auszügen veröffentlicht wurden. Als Zeitzeuge kommt Rochus Misch zu Wort, der Hitler fünf Jahre lang als Mitglied des "Führerbegleitkommandos" diente und der letzte noch lebende Zeuge der Ereignisse um den Selbstmord Hitlers und seiner Ehefrau Eva Braun ist.

  • S01E07 Stundenprotokoll 16:00 Uhr

    • April 30, 2011

    In München entschließen sich die letzten Verteidiger zur Kapitulation. Die Alliierten stoppen bei Starnberg einen Eisenbahnzug, der am 25. April mit 3000 Häftlingen gestartet war und entdecken zahlreiche Leichen der Opfer von Hitlers Herrschaft. Im Garten der Reichskanzlei brennen die Überreste von Hitler und seiner Gattin.

  • SPECIAL 0x7 Wo ist Hitler? – Heiße Spuren im Kalten Krieg

    • April 30, 2011

    Anfang Juni 1945, vier Wochen nach Kriegsende, glauben einer Umfrage zufolge zwei Drittel aller Amerikaner, dass Adolf Hitler noch lebt. Auf der Potsdamer Konferenz können die sowjetischen Eroberer keine Angaben über das Schicksal des Führers machen. Man wisse es nicht, lässt Stalin seinen Alliierten ausrichten. Gerüchte über den Verbleib des Diktators verbreiten sich wie ein Lauffeuer um die Welt. Mit einem deutschen U-Boot soll er nach Argentinien geflohen sein, eine geheime Nazi-Basis existiere am Südpol. Das FBI geht allen Hinweisen nach, der britische Geheimdienst fahndet in ganz Deutschland nach Überlebenden aus dem Führerbunker und den Testamenten des Diktators. Mit seltenen Archivaufnahmen und originalen Dokumenten rekonstruiert der Film die abenteuerliche Suche nach Hitler und seinem letzten Willen. Als Zeitzeuge kommt unter anderem Herman Rothman zu Wort, der Ende 1945 eine von insgesamt drei Originalausführungen von Hitlers Testament identifiziert hat.

  • S01E08 Stundenprotokoll 17:00 Uhr

    • April 30, 2011

    In Dänemark verlässt Gauleiter Erich Koch das Flugzeug, mit dem er aus Ostpreußen geflohen ist und taucht in dem immer noch von der Wehrmacht besetzten Land unter. Hitlers Sekretär Martin Bormann verliest im Berliner Führerbunker Hitlers politisches Testament. Joseph Goebbels ist ab sofort Reichskanzler.

  • SPECIAL 0x8 Joseph Goebbels – Verführer im Dienste Hitlers

    • April 30, 2011

    Joseph Goebbels (1897 - 1945) hat das Bild des Dritten Reichs maßgeblich geprägt. Die hemmungslose und zynische Propaganda, die unter seiner Aufsicht verbreitet wurde, trug zum Erfolg Hitlers bei und half, den Mythos vom "Führer" in den Köpfen der Deutschen zu verankern. Als fanatischer Gefolgsmann des Diktators unterstützte er dessen verbrecherische Politik bedingungslos bis zum Untergang. Konsequent in seiner Radikalität nimmt Josef Goebbels am Ende seine Familie mit in den Tod. Eine "narzisstische Persönlichkeit" sei Goebbels gewesen, im Privaten wie im Politischen fixiert auf sein Idol, schreibt der Historiker Peter Longerich in seiner Biografie von Hitlers Propagandachef. Basierend auf Longerichs wissenschaftlichen Erkenntnissen erzählt SPIEGEL TV den Lebensweg von Hitlers skrupellosem Verführer der Massen. Mit seltenen Filmaufnahmen und Fotos dokumentiert er die Stationen vom gescheiterten Schriftsteller zum umjubelten Redner und Propagandisten, der die neuesten Erkenntnissen auf dem Gebiet der Werbung und des Marketings benutzte, um die menschenverachtende Ideologie des "Führers" populär zu machen. Ebenso beleuchtet wird das Privatleben des Ministers, der zahllose Affären gehabt haben soll und aus Liebe zu einer Schauspielerin Ehe und Karriere auf Spiel setzte.

  • S01E09 Stundenprotokoll 18:00 Uhr

    • April 30, 2011

    Die US-Streitkräfte stehen vor der Lutherstadt Wittenberg an der Elbe. Der Schriftsteller Erich Kästner wartet in Mayrhofen auf das Kriegsende. Der Gauleiter von Tirol und Vorarlberg hält eine Ansprache. Er weist darauf hin, dass der Feind am Gardasee, an der Veroneser Klause und vor Mittenwald steht. Er bittet die Tiroler Standschützen, die Hitlerjugend und die Wehrmachtsangehörigen in dieser Krise auszuhalten. Es gehe um eine bessere Zukunft und ein besseres Europa. Im ungesegneten Teil des Mailänder Friedhofs werden die Leichen von Benito Mussolini und seiner Geliebten Clara Petacci in einem anonymen Grab beigesetzt. Großadmiral Dönitz erhält in Plön ein Telegramm aus der Reichskanzlei, das ihn über Hitlers testamentarische Nachfolgeregelung in Kenntnis setzt. Im Berliner Bendlerblock laufen die Vorbereitungen für den geplanten Ausbruch durch die Linien der Roten Armee.

  • SPECIAL 0x9 Entscheidung zum Krieg – Der Sommer 1939

    • April 30, 2011

    Europa im Sommer 1939. An der Spitze der mächtigsten Militärmacht des Kontinents steht ein Diktator, von dem der damalige Außenamts-Staatssekretär Ernst von Weizsäcker sagt, er sei "kein Mann der Logik oder der Räson". Als Veteran des Ersten Weltkriegs hat Hitler die Niederlage von 1918 nie verwunden. Politik ist für den ihn die "Führung und der Ablauf des geschichtlichen Lebenskampfes der Völker". Ohne Krieg herrsche Stillstand, und Stillstand sei gleichbedeutend mit Untergang. Hitler sagt: "Es lebe der Krieg - selbst wenn er zwei bis bis acht Jahre dauert." Am 1. September 1939 fällt die Wehrmacht im Morgengrauen ins Nachbarland Polen ein. SS-Männer in polnischer Uniform haben zuvor Grenzzwischenfälle inszeniert, und die Leichen ermordeter KZ-Häftlinge werden der Weltöffentlichkeit als Opfer polnischer Aggression präsentiert. Vormittags um kurz nach zehn verkündet ein sich empört gebender Führer mit heiserer Stimme im Reichstag: "Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurück geschossen." Nicht einmal die Uhrzeit stimmt - der deutsche Überfall erfolgte eine Stunde früher. Zwei Tage danach ist aus dem deutschen Angriff ein Weltkrieg geworden. Das von Hitler entfesselte Inferno bringt eine in der Geschichte der Menschheit nie gesehene Eskalation der Gewalt mit sich. Rund sechzig Millionen Tote sind danach zu beklagen, darunter über die Hälfte Frauen, Kinder und Alte. Der Hitler-Biograf Sir Ian Kershaw erzählt in dieser Dokumentation wie es zum Beginn des Zweiten Weltkriegs kam, seltenes Archivmaterial dokumentiert die Abläufe auch aus der Sicht des einfachen Soldaten und der Bevölkerung.

  • S01E10 Stundenprotokoll 19:00 Uhr

    • April 30, 2011

    Im Nordatlantik empfangen deutsche U-Boote Funksprüche aus Großbritannien, die sie zur Kapitulation und zum Wiederaufbau eines neuen Deutschland aufrufen. An Bord des ehemaligen Kreuzfahrtschiffes "Cap Arcona" befinden sich rund 4600 Häftlinge, vor allem aus den Konzentrationslagern Neuengamme und Fürstengrube. In San Francisco findet seit dem 25. April eine internationale Konferenz statt, auf der die Charta der Vereinten Nationen ausgearbeitet wird. 1200 Delegierte aus 46 Nationen tagen in der städtischen Oper.

  • SPECIAL 0x10 Filmstar Hitler – Der Diktator und die Traumfabrik

    • April 30, 2011

    Ob durch Dokumentationen, Spielfilme oder als gezeichnete Witzfigur - der finstere Mythos Adolf Hitler wird nicht erst seit kurzem medial entzaubert. Adolf Hitlers große Leidenschaft waren die Diven Greta Garbo und Zarah Leander. Er selbst wurde 1940 in Charlie Chaplins Kinoerfolg "Der große Diktator" erstmals Gegenstand einer fiktiven Filmerzählung. Seitdem hat es ernste, aber auch satirisch komische Spielfilme mit dem Führer als Hauptdarsteller gegeben. Auch in Deutschland ist die Figur Adolf Hitler in Film und Fernsehen angekommen. In einem Zeichentrickfilm von Walter Moers sitz er als singendes Comic-Männchen im "Bonker". SPIEGEL TV macht in seiner 12-stündigen Dokumentation über den letzten Tag Adolf Hitlers am 30. April 1945 einen Ausflug in die Traumfabrik. Neben den Regisseuren Dani Levy ("Mein Führer- Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler") und Heinrich Breloer ("Speer und Er"), sowie dem Schauspieler Martin Wuttke ("Inglorious Basterds"), kommt auch der Anfang des Jahres verstorbene Produzent Bernd Eichinger zu Wort. In einem seiner letzten Interviews spricht er über den Megaerfolg "Der Untergang" und wie er sich der Figur Adolf Hitler genähert hat.

  • S01E11 Stundenprotokoll 20:00 Uhr

    • April 30, 2011

    Die Lage an den Fronten. Im Wiener Burgtheater wird das Stück "Sappho" von Franz Grillparzer aufgeführt. Auch der sowjetische Marschall Fjodor Iwanowitsch Tolbuchin erscheint zur Premiere - wenn auch verspätet. In München quartiert sich die US-Kriegsberichterstatterin Lee Miller in Hitlers Privatwohnung ein und lässt sich in der Badewanne des Führers fotografieren. Die Mitglieder der "Gruppe Ulbricht" erreichen ihr Ziel in der Nähe von Berlin.

  • SPECIAL 0x11 Hitlers Tod - Teil 1: Der Bunker

    • April 30, 2011

  • S01E12 Stundenprotokoll 21:00 Uhr

    • April 30, 2011

    Hans Erich Voss, ständiger Vertreter des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine im Führerhauptquartier, trifft im Führerbunker auf das Ehepaar Goebbels. In seinem Gefechtsstand in Berlin sitzt Wassili Tschuikow mit seinem Stab beim Abendessen, als er am Telefon verlangt wird. Am Apparat ist General Glasunow, einer seiner Armeeführer. An der Front sei ein Oberstleutnant der Wehrmacht mit einer weißen Fahne erschienen. Bei Berchtesgaden gelingt es Generalstabschef der Luftwaffe Karl Koller, Offiziere aus der Umgebung Görings, die von der SS festgehalten werden und zur "Frontbewährung" vorgesehen sind, zu befreien.

  • SPECIAL 0x12 Hitlers Tod - Teil 2: Das Testament

    • April 30, 2011

  • S01E13 Stundenprotokoll 22:00 Uhr

    • April 30, 2011

    Der Berliner Reichstag wird erobert. In Los Alamos arbeitet Robert Oppenheimer am "Manhattan Projekt", der amerikanischen Atombombe.

  • SPECIAL 0x13 Hitlers Tod - Teil 3: Der Selbstmord

    • April 30, 2011

  • S01E14 Stundenprotokoll 23:00 Uhr

    • April 30, 2011

    SS-Chef Heinrich Himmler kommt in Begleitung von sechs bewaffneten Offizieren zu Großadmiral Dönitz nach Plön, auf dessen Schreibtisch - unter Papieren verborgen - eine entsicherte Pistole liegt. Dönitz weiß immer noch nichts von Hitlers Tod. Die zwanzig Jahre alte Danzigerin Judith Bungeroth ist nach Neukloster in die Nähe von Wismar geflohen. Sie schreibt in ihr Tagebuch: "Montag 30.4.45. Gestern und heute zwei wüste Tage! Zivile Flüchtlinge sowie Soldaten und Reichsarbeitsdienst kommen in Massen durchgezogen. Wir beraten und packen wieder mal Rucksäcke - verrückt - , aber wir wollen versuchen, zu Fuß nach Lübeck zu kommen! Die Nacht ist verdächtig ruhig. 4/5 des Reiches in 'Feindeshand'. Millionen Gefangene. Mussolini hingerichtet. KZ-Dachau befreit. München kampflos übergeben. Der Ami vor Schwerin. Wenn doch hier der Tommy käme. Dieses Warten auf das Unvermeidliche ist schrecklich!"

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