Über 1000 Tage, fast jeden vierten Tag seiner Herrschaft über Deutschland, verbrachte Adolf Hitler auf dem Obersalzberg, seinem Urlaubsdomizil bei Berchtesgaden. In dem von massiven Sicherheitskräften abgeschotteten Sperrbezirk unweit der Grenze zu Österreich hielt sich der "Führer" nicht allein zur Erholung auf, hier empfing er die Mächtigen des Dritten Reiches und Europas. Inmitten der malerischen Bergwelt entschied er über Krieg und Vernichtung. Ende April 1945 legten Bomberflugzeuge der Royal Airforce die Anlage binnen weniger Minuten in Schutt und Asche. Auch wenn nach Kriegsende die meisten Ruinen gesprengt wurden, sind nicht alle Relikte der Diktatur verschwunden. Aus Angst vor Luftangriffen der alliierten Feinde waren während des Krieges systematisch unterirdische Bunkerbauten errichtet worden, die aufwendigen Arbeiten hat man erst bei Kriegsende eingestellt. Heute ist ein Großteil der weit verzweigten Stollen von Amts wegen verschlossen und für die Öffentlichkeit gesperrt. SPIEGEL TV hat vom bayerischen Staat eine Sondergenehmigung erhalten, die verlassenen Betontunnel zu erforschen. Zusammen mit dem Berchtesgadener Historiker Florian Beierl geht er in dieser Dokumentation auf Spurensuche nach der Geschichte von Hitlers Berg und seinem Ende 1945.