Im 8. Jahrhundert landen die skandinavischen Wikinger mit ihren furchteinflößenden Drachenbooten an den europäischen Küsten, um dort Ortschaften zu überfallen und Kloster zu plündern. Und obwohl ihnen bis heute der Ruf brutaler Krieger vorauseilt, waren die Wikinger in Wahrheit gesellschaftlich hoch organisiert. Doch was waren die historischen Gründe für ihren Expansionsdrang nach Europa?
Als die Wikinger im späten achten Jahrhundert die Küsten des Fränkischen Reiches überfielen, sah sich Karl der Große gezwungen, vehement gegen die nordischen Heiden vorzugehen. Dennoch gelang es ihnen, tief ins Land einzudringen und sogar Paris zu erreichen. Turbulente Ereignisse in Dänemark und im Frankenreich führten damals dazu, dass die fränkische Verteidigungsstrategie scheiterte.
Im späten 9. Jahrhundert kehren die Wikinger erneut in Fränkische Reich zurück – diesmal jedoch nicht um zu plündern, sondern um sich dort in die Gesellschaft zu intergerieren: Diplomatie und politische motivierte Hochzeiten führen dazu, dass die Wikinger damals sogar zum Christentum konvertieren. Durch die Ausrufung des Herzogtums Normandie verwandeln sich die Wikinger nun in Normannen.
Im Jahr 1066 haben die Wikinger dem Plündern den Rücken gekehrt – und sind nun vielmehr mit dem Machtkampf um den englischen Thron beschäftigt. Der normannische Herzog Wilhelm der Eroberer fühlt sich dazu berufen, England zu erobern. Mit neuen Kriegstaktiken gelingt ihm damals das Unmögliche – doch für die Wikinger stellt sich das historische Ereignis als ihre allerletzte Schlacht heraus.