Der Hoover-Staubsauger sollte nicht nur dem Staub auf dem Leib rücken, sondern mit seinem stromlinienförmigen Design auch die Konsumfreude der Amerikaner in den 30er Jahren wieder in Schwung bringen. Mit seiner neuartigen Verbindung von Form und Funktion wirkte er auch begriffsbildend: Noch heute ist das Wort „Hoover“ im Amerikanischen gleichbedeutend mit „Staubsauger“.
Mit dem Hoover-Staubsauger „One-Fifty“ glückte dem Designer Henry Dreyfuss 1933 eine neuartige Verbindung von Form und Funktion. Die fließenden Linien des Staubsaugers drücken zuallererst den Stilwillen der Zeit aus, nutzen aber gleichzeitig die neuen Techniken des Blechtiefziehens und des „muschelförmigen“ Gießens von Metalllegierungen. Zeitgenössische Archivbilder aus den USA stellen diese Symbiose von Stil und Technologie in den Kontext der 30er Jahre, als sich die klassische Moderne herausbildete. Die Hoover-Staubsauger mit ihren besonders leichten Motoren waren zu ihrer Zeit High-Tech-Produkte der Branche, und noch heute ist das Wort „Hoover“ im Amerikanischen gleichbedeutend mit „Staubsauger“. Anhand von Kunstwerken und technischen Zeichnungen zeigt die Dokumentation, wie das reine, stromlinienförmige Design dazu beitrug, den während der Zeit der „Great Depression“ zurückgehenden Konsum wieder in Schwung zu bringen und den amerikanischen Kapitalismus zu retten. Aber der Staubsauger ist auch ein sehr „häuslicher“ Gegenstand: Mittels einer erfindungsreichen Inszenierung rückt der Film dem Staub in den verborgensten Schmutzecken in der Wohnsphäre auf den Leib.