Mittels Kontaktanzeigen suchte Elfriede Blauensteiner nach wohlhabenden, pflegebedürftigen und einsamen Opfern, die sie bei sich aufnahm. Nachdem sie deren Testamente von ihrem Anwalt fälschen ließ, wodurch Eigentum und Liegenschaften auf sie übergingen, mischte sie ihren Opfern große Mengen eines blutzuckersenkenden Medikamentes in die Nahrung.
Am Beginn dieser Kriminalgeschichte steht ein Mord. Linz, am 14. März 1986: Neben den Gleisen der Westbahn auf Höhe des Barbara Friedhofs in Linz wird früh am Morgen der Körper einer Frau entdeckt. Schon am Folgetag führen die Ermittlungen der Polizei in eine Rotlichtbar nahe der Fundstelle. Verhaftet wird ein gewisser Tibor Foco, Inhaber der „Bunny Bar“, 29 Jahre alt, ehemaliger Champion des Motorradsports, ein Newcomer im Rotlichtmilieu.
Am 6.Juni 2011 wird bei Reparatur arbeiten nach einem Wasserrohrbruch in einem Kellerabteil ein furchtbarer Fund gemacht: in zubetonierten Tiefkühltruhen und Blumentrögen werden Leichenteile von zwei Männern entdeckt. Bald wird klar: Die Männer sind die ehemaligen Lebensgefährten der Eissalonbesitzerin Estibaliz C. Doch ihr gelingt die Flucht – drei Tage später kann sie schließlich in Italien gefasst werden.
Am 11. Mai 2003 verschwand die Saliera aus dem KHM. Das äußerst wertvolle Kunstwerk tauchte erst 2006 wieder auf und ist heute, das Prunkstück in der Kunstkammer. Die letzten Besucher der „Langen Nacht der Musik“ verließen am 11. Mai 2003 gegen 2:00 Uhr das Kunsthistorische Museum. Das Gebäude war wegen Renovierungsarbeiten eingerüstet.
Die neue Folge der ORF-III-Serie „Wahre Verbrechen“ rekonstruiert die Geschehnisse rund um eines der spektakulärsten Verbrechen des Landes, die Palmers-Entführung. Es ist eine Geschichte voller wilder Verfolgungsjagden und linkem Fanatismus. Es geht alles ganz schnell an diesem verregneten Abend des 9. November 1977: Der 74-jährige Walter Michael Palmers hat gerade seinen VW Golf vor der Villa in der Währinger Hockegasse geparkt. Als er absperren will, wird er von allen Seiten gepackt und entführt. Als Palmers wieder sehen kann, findet er sich in einem Raum wieder, in dem sich ein 1,30 mal 2,30 Meter großer Verschlag befindet – darin eine Campingliege, ein Bestelltisch und ein Kübel für die Notdurft.
Die neue Folge der ORF-III-Serie „Wahre Verbrechen“ erzählt die unglaubliche Geschichte des „Gasmanns“ Harald Sassak. Wien – 1971. Die Hauptstadt wird von einer Serie von Raubmorden heimgesucht. Alte, zumeist weibliche Personen werden in ihrer Wohnung überrascht, überwältigt und ausgeraubt. Viele der Opfer überleben den Überfall nicht. Ein Phantom wird über Jahre dort morden, wo man sich früher sicher fühlte: Die eigenen vier Wände werden zu Tatorten.
Dies ORF-III-Neuproduktion setzt sich mit den vier Pflegerinnen aus dem Krankenhaus Lainz auseinander, die medial unter dem Namen „Todesengel von Lainz“ in die Geschichte eingegangen sind. Die vier Hilfspflegekräfte wurden 1991 für mehrfachen Mord und versuchten Mord an PatientInnen im Krankenhaus Lainz verurteilt. Die Mordserie hat weit über die Grenzen Österreichs hinaus Bekanntheit erlangt und innerhalb Österreichs eine grundlegende Debatte um das Pflegesystem im Land entfacht.
Eine Neuproduktion aus der ORF-III-Sendereihe „Wahre Verbrechen“ widmet sich der Geschichte eines Bankräubers, der in den 1980er Jahren in Wien und Niederösterreich sein Unwesen getrieben hat. Mit Pumpgun bewaffnet und als Ronald Reagan verkleidet schlägt der Räuber in über sieben Bankfilialen zu. Pumpgun Ronnie, wie er von den Medien genannt wird, ist immer ein bisschen schneller als die Polizei. Erst allmählich fällt der Verdacht auf Johann Kastenberger, einen Marathonläufer, der ein perfektes Doppelleben führt.
Die neue Folge der ORF-Reihe „Wahre Verbrechen“ zeichnet die Geschehnise um eine Serie ganz spezieller Verbrechen in Österreich nach . Die Terrorgruppe Abu Nidal hat rund 100 Anschläge in 20 Staaten verübt. Sie machte Millionen mit Waffendeals mit der DDR und Polen. Unterstützt wurde sie von arabischen Despoten wie Libyens Muammar al-Gaddafi oder Iraks Saddam Hussein. Schließlich hatten sie einen gemeinsam Feind: Israel. Und auch Österreich gelangte ins Visier der Terroristen. Die Ermordung des Wiener Stadtrats und Präsidenten der Österreich-israelischen Gesellschaft, Heinz Nittel, im Mai 1981 machte den Anfang. Es folgten ein Anschlag auf die Wiener Synagoge und den Flughafen in Schwechat. Bluttaten die das ganze Land erschütterten.
Die ORF-III-Neuproduktion widmet sich dem Leben eines österreichischen Kriminellen dessen Verbrecherkarriere so außergewöhnlich war, dass wegen ihm sogar die Sicherheitsvorkehrungen der heimischen Haftanstalten verschärft werden mussten. Dabei war Adolf Schandl bis zu seinem 32. Lebensjahr ein gesetzestreuer Bürger. Durch mehrere Schicksalsschläger gerät er in den 1960er Jahren Schritt für Schritt auf die schiefe Bahn. Er verfällt dem Alkohol und der Spielsucht. Um an Geld zu kommen, begeht er zusammen mit seiner Freundin mehrere bewaffnete Raubüberfälle. Am 11. Juni 1970 wird er vom Landesgericht für Strafsachen Wien wegen dreifachen schweren Raubes und zweifachen Mordversuchs zu zehn Jahren schwerem Kerker verurteilt und in die Justizanstalt Stein überstellt. Doch Schandl beschließt zu flüchten.
Die Dokumentation „Wahre Verbrechen – Jack Unterweger“ über den berüchtigten Serienmörder Jack Unterweger beleuchtet das Leben und die Taten eines Mannes, der von der Gesellschaft lange als literarisches Genie gefeiert wurde – der wegen Mordes Verurteilte wurde nach seiner Entlassung aus der Justizvollzugsanstalt zum enfant terrible der heimischen Kulturszene, gern gesehener Fernsehgast und Autor unzähliger Berichte und Reportagen aus Wiens Unterwelt. Der Mörder stieg zum Literaten auf. Doch nur knapp ein Jahr nach dem Freigang Unterwegers ereignet sich eine Mordserie, die Opfer sind Sexarbeiterinnen.
Es ist eine bewegte Lebensgeschichte – die neue ORF-III-Dokumentation über Gertrude Wanda Kuchwalek, alias „Die Wilde Wanda“ erzählt von einer der außergewöhnlichsten Verbrecherinnen des Landes. Sie war Wiens erste Zuhälterin, die in den 1960er- und 1970er-Jahren in Österreich für Schlagzeilen sorgte. „Die Wilde Wanda“ gilt als eine der schillerndsten und zugleich tragischsten Figuren der österreichischen Kriminalgeschichte. Die Dokumentation geht den Spuren ihres Lebens nach und zeigt die verschiedenen Facetten ihrer Persönlichkeit – von ihrer Jugend samt Missbrauchserfahrungen in einem Kinderheim, bis zu ihrem kontroversen Leben im Wiener Rotlichtmilieu.
In den 1990er Jahren wird Österreich von einer nie dagewesenen Briefbombenserie heimgesucht. Vier Jahre lang versetzt eine heimtückische Anschlagserie nach der anderen die Bevölkerung in Angst. Vier Jahre lang tappt die Polizei im Dunkeln. Vier Jahre ist man auf der Suche nach der sogenannten „Bajuwarischen Befreiungsfront“. In einer neuen Folge der ORF-III-Doku-Reihe „Wahre Verbrechen“ wird eines der aufsehenerregendsten Verbrechen Österreichs beleuchtet – der Briefbombenterror von Franz Fuchs. Der Terror beginnt am 3. Dezember 1993 als beim Pfarrer August Janisch in Hartberg die erste Briefbombe explodiert.
Es ist der 8. September 1982 im Villgratental in Osttirol. In der abendlichen Dämmerung fallen in der „Hölleiten“ Schüsse. Sie gelten einem jungen Mann mit geschwärztem Gesicht: Pius Walder, ein Holzfäller, erschossen im Wald, auf der Flucht vor zwei Jägern. Noch in derselben Nacht erliegt er im Spital seinen Verletzungen. Am Tag darauf legen die beiden Schützen bei der Lienzer Kriminalpolizei ein Geständnis ab. Der Tod von Pius Walder wird zum Politikum, das das Tal noch Jahrzehnte später in Atem hält. Pius Walder ist in Kalkstein kein Unbekannter.
ORF III beleuchtet in einer neuen Folge der True-Crime-Reihe „Wahre Verbrechen“ einen der verstörendsten Kriminalfälle der Zweiten Republik: den Fall Ernst Karl, einen ehemaligen Polizisten, der zum Mörder wurde – und dessen Lebensweg vom Machtmissbrauch, von Gewalt, Isolation und einer tragischen Todesgeschichte geprägt war. 1968 erschießt Ernst Karl in einer Wiener Tiefgarage zwei Männer mit gezielten Kopfschüssen. Zunächst verkauft er sich als Held, der in Ausübung seines Dienstes ein Verbrechen verhindert habe. Doch bald zeigt sich: Die Tat war inszeniert. Die Opfer hatten ihn zuvor mit seiner Homosexualität erpresst – in einer Zeit, in der gleichgeschlechtliche Beziehungen noch strafbar waren.
Der Name Karl Lütgendorf steht für eine der aufsehenerregendsten Polit-Affären der Zweiten Republik. Als Verteidigungsminister unter Bundeskanzler Bruno Kreisky galt er lange als schillernde Figur – ein Mann des Militärs, aus aristokratischem Hause, charismatisch, in der Bevölkerung gleichermaßen beliebt wie umstritten. Doch nach seinem unrühmlichen Ausscheiden aus der Politik nahm sein Leben 1981 ein abruptes, tragisches Ende: Lütgendorf wurde tot in der Lichtung eines Waldes aufgefunden. Bis heute ranken sich Mythen um den gewaltsamen Tod des Ex-Ministers: War es Selbstmord, ausgelöst durch den Druck der aufkommenden Schmiergeld- und Waffengeschäfte-Affäre? Oder steckt mehr hinter seinem plötzlichen Tod?