Bewusstseinsverändernde Droge mit Missbrauchspotenzial oder wirksame Heilpflanze, die medizinisch vielseitig eingesetzt werden kann - Cannabis steht im Spannungsfeld eines hitzigen gesellschaftlichen Diskurses. Schon im antiken Griechenland wurde die Nutzpflanze zur Behandlung diverser Leiden angewandt, und auch die Äbtissin Hildegard von Bingen sprach dem Hanf heilende Kräfte zu, etwa gegen Geschwüre oder Magenbeschwerden. Der Konsum von Cannabis wirkt sich auf das Gehirn und andere Körperregionen aus und kann somit zu diversen Effekten wie Verwirrtheit, Unruhe oder veränderter Wahrnehmung führen. Dazu diskutiert Prof. Siegfried Meryn im Sprechzimmer zusammen mit Kurt Blaas, Allgemeinmediziner, Obmann Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin, Richard Crevenna, Facharzt für Physikalische Medizin und allgemeine Rehabilitation, sowie Gisela Bors, Morbus Wilson-Patientin und Anwenderin von medizinischem Cannabis.