Wie sehr sich die Monarchie ihres Volkes entfremdet hatte, zeigte ihr Umgang mit der sozialen Frage und mit den Kranken. Pflege war zu größeren Teilen an caritative Organisationen wie die Kirche ausgelagert. Der Chirurg Theodor Billroth kämpfte unter dem Flankenschutz des Kronprinzen Rudolf dafür, die Krankenpflege nicht wie ein christliches Almosen auszulagern, und schuf den Verein, der das nach dem Kronprinzen benannte Rudolfinerhaus begründete. Der Beginn dieser Institution gilt als der Ausgangspunkt der modernen, konfessionslosen Pflege in Österreich.