Auf nur einem Prozent der Fläche Afrikas zählt das Albertine Rift mehr Wirbeltierarten als jedes andere Gebiet des Kontinents. Mächtige tektonische und vulkanische Aktivitäten haben hier eine landschaftliche Vielfalt mit verschneiten Gipfeln, trockenen Savannen, dichtem Dschungel und Sümpfen hervorgebracht und das Gebiet in zwei grundverschiedene Klimazonen unterteilt. An diese radikalen Veränderungen mussten sich Flora und Fauna anpassen, um zu überleben. In den Dschungeln im Westen des Albertine-Grabens lebt das scheue Okapi. Es hat einen kurzen Hals und ist an einigen Körperteilen gestreift. In den Trockensavannen östlich des Grabens haben als einzige Nachfahren des Okapis Giraffen überlebt. Auch das höchste Bergmassiv Afrikas befindet sich in Ostafrika. Obwohl das Ruwenzori-Gebirge auf Höhe des Äquators liegt, gibt es dort Gletscher. In den eisigen Höhen leben nur wenige Tiere; unter anderem hat sich ein wunderschöner kleiner Vogel auf erstaunliche Weise an die rauen Bedingungen angepasst. Der Kongo-Strom verdankt seine Entstehung ebenfalls geologischen Urkräften. Er bildete einst eine unüberwindbare Grenze, sodass sich dies- und jenseits des Stroms zwei unterschiedliche Schimpansen-Arten entwickelten. Die Schimpansen im Norden sind angriffslustig und kriegerisch, während die Bonobos südlich des Flusses friedlich miteinander leben. Vermutlich wurde auch die menschliche Evolution durch die Entstehung des ostafrikanischen Grabens beeinflusst: Man nimmt an, dass der aufrechte Gang entstand, weil er den Vorfahren des Menschen erlaubte, sich der neuen Topografie anzupassen. (Text: arte)
Africa's Albertine Rift immense geological forces have created a huge variety of landscapes and transformed the climate. The unique residents of this evolutionary hotspot have been shaped by the Rift and evolved bizarre and unusual ways to survive.
S’il ne couvre que 1 % de la surface totale de l’Afrique, le rift albertin compte plus d’espèces de vertébrés qu’aucune autre partie du continent. De puissantes forces souterraines y ont transformé le relief et le climat. Des changements radicaux qui ont contraint les animaux et les plantes à muter pour survivre. Le rift a ainsi entraîné l’évolution de nos cousins, les chimpanzés, en deux espèces distinctes. Et il renferme peut-être le secret de l’apparition de la bipédie chez nos ancêtres…