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All Seasons

Season 2017

  • S2017E03 Mythen der Geschichte: Wien – Stadt der Sagen

    • May 23, 2017
    • ORF III

    Kaum eine Stadt ist reicher an Sagen als Wien. Vom Basilisken über die Spinnerin am Kreuz und den lieben Augustin bis zum Stock im Eisen stolpert man an fast jeder historischen Ecke Wiens über eine alte Sage. Wien-Führerin Barbara Wolflingseder führt in dieser neuen Ausgabe der ORFIII-Wien-Serie tief in die heimische Sagenwelt und erklärt, welche Sorgen, Ängste und Hoffnungen hinter diesen Legenden gestanden sind.

  • S2017E05 Die Gärten der Habsburger: Die Wiener Gartenpracht

    • June 6, 2017
    • ORF III

    Die schönsten Gärten Österreichs sind von den Habsburgern angelegt worden. Der erste Teil des zweiteiligen Films über diese Gärten führt in die Residenzstadt Wien und Umgebung. Von Schönbrunn über den Volksgarten und den Garten der Hermesvilla bis Laxenburg, Bad Ischl und Ambras: Den Filmemachern Alfred und Stephanie Ninaus ist es gelungen, in vielen dieser Anlagen die ersten Drohnenflüge überhaupt durchzuführen.

  • S2017E06 Die Gärten der Habsburger - Die Gartenpracht auf dem Land

    • June 13, 2017
    • ORF III

    Im zweiten Teil präsentieren Alfred und Stephanie Ninaus eine Auswahl der Gärten auf dem Land. Schloss Laxenburg mit seiner weitläufigen, romantischen Gartenanlage zählte für so manchen Habsburger zur Lieblingsresidenz - unter anderem verbrachten Franz Joseph und Sisi hier ihre Flitterwochen. Ähnlich hoch im Kurs stand sonst nur Bad Ischl mit seinem ausladenden Garten rund um die Villa. Manchmal fielen den Habsburgern die schönen Grünanlagen auch in den Schoß, wie etwa in Schloss Hof, dessen barocke Gartenarchitektur für Prinz Eugen unübertroffen war.

  • S2017E09 Die Adria der Habsburger

    • July 4, 2017
    • ORF III

    Sie war ein Sehnsuchtsort der Haute-Volée des 19. Jahrhunderts – die k.u.k.-Adria, die zum Sommerrefugium der Reichen und Mächtigen wurde. Mit der Südbahn, mit der man schon damals annähernd so schnell reiste wie heute, fuhren die Erholungssuchenden in Orte, die damals noch kaum jemand kannte: Opatija, Lovran, Losinj, Rijeka, Portoroz und andere. Alfred und Stephanie Ninaus begeben sich auf die Suche nach dem k.u.k. Charme und dem Lifestyle der damaligen Zeit. Die Patina jener Ära, in der der frühe Sommertourismus erfunden wurde, liegt dort heute noch auf vielen historischen Hotels und Cafés.

  • S2017E10 Geschichten rund ums Riesenrad

    • July 11, 2017
    • ORF III

    Das Wiener Riesenrad zählt zu den Top-3 der Wiener Wahrzeichen, für viele steht es sogar an erster Stelle, so wie der Eiffelturm für Paris. Doch was wissen wir wirklich über seine Geschichte? Etwa, dass es von Engändern für Engländer erbaut worden war? Oder wie es angetrieben wird? Publikumsliebling Heinz Marecek schlüpft für diese ORFIII-Produktion in die Rolle des Faktotums Johann Radinger und erklärt uns das Wiener Wahrzeichen, wie es uns noch niemand erklärt hat.

  • S2017E11 Lebensraum: Schönbrunn

    • July 18, 2017
    • ORF III

    Schönbrunn ist das Symbol schlechthin von Österreichs einstiger Größe als kaiserlicher Weltmacht. Als Konkurrenz zum französischen Versailles erbaut, thront das überdimensionale Schloss mit seinem ausladenden Park im Westen der Stadt Wien. Sein Prunk und die Geschichte, die es nach wie vor atmet, ziehen jährlich abertausende Touristen an, die sehen wollen, wie hier Maria Theresia, Franz Joseph und Sisi gewohnt haben. Doch Schönbrunn ist kein Freilichtmuseum, sondern eine pulsierende Institution mit einem von Europas schönsten Tierparks, einem Freibad und darüber hinaus ein Gebäude, in dem man auch zur Miete wohnen kann. Zu alledem ist es auch ein Veranstaltungsraum für Feiern und Jahrmärkte aller Art.

  • S2017E12 Lebensraum: Wachau

    • July 25, 2017
    • ORF III

    Die Wachau zählt zu Österreichs prägendsten Kulturlandschaften: Noch malerischer kann man sich eine Weingegend gar nicht vorstellen. Die Weinberge, die Windungen der Donau sowie der malerische Kirchturm von Dürnstein zählen längst zum Weltkulturerbe und wurden vielfach in Flugaufnahmen verewigt. Gerne wird dabei vergessen, dass dieser Landstrich sowie die Gemeinde und das Stift Melk auch Lebensraum und Arbeitsplatz für zahlreiche Menschen ist, die jenseits der Naturschönheit ihren alltäglichen Tätigkeiten nachgehen.

  • S2017E13 Lebensraum: Hotel Imperial

    • August 1, 2017
    • ORF III

    Es ist ein Glanzstück der Wiener Ringstraße und eines der feudalsten Hotels der Stadt: Das Imperial verstrahlt bis heute den Glanz des alten Wien. Staatsgäste bis hinauf zur Queen haben unter diesem Dach bereits genächtigt. Heute und Morgen. In der Ringstraßenzeit als Palais eines Prinzen gebaut, der alles nur kein Hotel im Sinn hatte, wandelte es sich um die Weltausstellungszeit herum zu einem der repräsentativsten Gästehäuser der kaiserlichen Residenzstadt.

  • S2017E14 Österreichische Wahrzeichen: Die Donau

    • August 8, 2017
    • ORF III

    TV Star Elfi Eschke gibt in dieser ORFIII-Eigenproduktion die Fährschifferin, die die Donau besser kennt als sonst jemand. Nicht zufällig ist der Donauwalzer die heimliche österreichische Hymne – besingt er doch das heimliche Wahrzeichen unseres Landes. Als Österreichs mächtigster Strom ist die Donau die Verkehrs- und Identifikationsader, gleichzeitig auch ein Naturparadies und touristischer Hotspot.

  • S2017E15 Österreich Damals: Unsere Sexualität

    • August 29, 2017
    • ORF III

    Wie war das eigentlich damals mit dem Sex?, fragen sich heute viele. Wie schafften es unsere Ahnen, sich angesichts prüder Moral und brutaler Geschlechterbilder überhaupt zu vermehren? Regisseurin Patrice Fuchs widmet sich der körperlichen Liebe in den vergangenen Jahrhunderten. Lange Zeit glaubte man, dass der weibliche Orgasmus die Voraussetzung für eine Schwangerschaft wäre – über Jahrhunderte taten die Männer alles, um ihre Frauen nicht zum Höhepunkt zu bringen. Überhaupt war Sexualität stets männerdominiert. Die Kirche verbot nicht nur außerehelichen Sex, sie reglementierte auch den ehelichen. Den ersten Schritt zur Enttabuisierung und Entdämonisierung der Sexualität machte Sigmund Freud.

  • S2017E17 Vieler Herren Häuser: Die Albertina – Eine Freimaurerbastion mit Geschichte

    • September 12, 2017
    • ORF III

    Bei Albertina denkt man heute sofort an den Dürer-Hasen. Aber bevor dieses Haus zum Sitz der bedeutendsten Grafiksammlung der Welt wurde, war es ein Palais, das in Größe und Glanz seinesgleichen suchte. Als Albert von Sachsen-Teschen, der mit einer Tochter Maria Theresias verheiratet war, seinen Statthalter-Posten in den Österreichischen Niederlanden verlassen musste, schenkte ihm Kaiser Franz II. dieses Palais als repräsentativen Sitz. Albert war in seiner alten Heimat Dresden schon früh in eine Freimaurerloge eingetreten und wurde eine prägende Persönlichkeit für die Freimaurer-Szenen in mehreren europäischen Hauptstädten, darunter in Wien. Mit den Kontakten seiner Logenbrüder und dem Geld seiner Frau legte er den Grundstein für die heutige Grafik-Sammlung der Albertina.

  • S2017E19 Vieler Herren Häuser: Schloss Belvedere

    • September 26, 2017
    • ORF III

    Kein barockeres Palais, keine selbstbewusstere Anlage gibt es in Wien als das Belvedere. Nicht zufällig wählte es Maria Theresia als Schauplatz für die Hochzeitsfeier ihrer Tochter Marie Antoinette, und sicher mit Kalkül wurde hier auch mit dem Staatsvertrag das neue Österreich geboren. Adelsspross Karl Hohenlohe stellt dieses Haus vor und geht auch auf die unbekannten Teile seiner wechselhaften Geschichte ein. So bewohnte etwa Thronfolger Franz Ferdinand dieses Schloss und bereitete sich hier auf die Machtübernahme vor, zu der es dann nie kam.

  • S2017E20 Vieler Herren Häuser: Parkhotel Schönbrunn

    • ORF III

    Es war einst das Gästehaus des Kaisers, heute buchen hier Touristen, die die Nähe zu Schloss Schönbrunn schätzen: das Parkhotel Schönbrunn. Einst stand hier das legendäre Casino Dommayer, Anfang des 20. Jahrhunderts entstand das Hotel, wie wir es heute kennen. Im Umfeld des Schönbrunner Schlossparks und der Schratt-Villa war es von Anfang an Teil der Hietzinger Nobelmeile. Prominente Gäste wie Thomas Edison, Adeles Sandrock und Richard Tauber werteten das Hotel auf und machten es zum Inbegriff von Eleganz und Glamour.

  • S2017E23 Wiener Kaffeehausgeschichten

    • October 24, 2017
    • ORF III

    Es ist in Wien eine beinahe schon mythische Institution, das Kaffeehaus. Es gilt als Schauplatz des Fin de Siècle, wo Weltliteratur entstand und Politik gemacht wurde. Und es hat sich als Gemeinplatz der Wiener Gemütlichkeit etabliert – hier darf man noch sitzen bleiben, solange es einem beliebt. Dabei sind die heutigen Traditionscafés nur mehr ein Nachhall der früheren Kaffeehauskultur – über fünfzig großer Cafés gab es allein an der Ringstraße, man konnte hier den ganzen Tag zwischen Zeitungen, Billard und Tarock verbringen, ohne dass einem langweilig wurde.

  • S2017E24 Österreich – evangelisches Land

    • October 31, 2017
    • ORF III

    Österreich ist mit seinen barocken Palais und Hochaltären heute wie eine Visitenkarte des Katholizismus. Doch das Werk der Gegenreformation darf nicht darüber hinweg täuschen, dass dieses Land einst mehrheitlich evangelisch gesinnt war, mehr noch, dass nicht viel gefehlt hätte, und das Habsburger Kaiserhaus selbst wäre zum lutherischen Glauben übergetreten. Schwer vorstellbar, dass Österreich dann heute den Stempel katholisch-barocker Pracht tragen würde. Christian Papke zeigt in seinem Film einige der damaligen Zentren protestantischen Lebens in Österreich wie Steyr, Graz und Villach und durchleuchtet die Motive von Kaiser Maximilian II., dem eine Schlüsselrolle für die österreichische Konfessionsprägung zukam.

  • S2017E27 Lebensraum: Wiener Zentralfriedhof

    • November 21, 2017
    • ORF III

    „In Wien musst erst sterben, damit sie dich hochleben lassen. Aber dann lebst lang.“ Ein Spaziergang auf dem Wiener Zentralfriedhof offenbart den Wahrheitsgehalt des legendären Ausspruchs von Falco. Ehrengräber, Gruftanlagen und so manche extravaganten Bestattungswünsche zeugen heute am größten der Wiener Friedhöfe vom Leben und Sterben außergewöhnlicher Persönlichkeiten. Ganz nebenbei ist die Grabanlage aber auch zu einem der beliebtesten Touristenziele, sowie viel frequentiertes Naherholungsgebiet geworden. Nirgendwo sonst in der Stadt liegen Totenruhe und Lebensraum so nah beieinander.

  • S2017E28 Lebensraum: Hotel Bristol

    • November 28, 2017
    • ORF III

    Das Wiener Luxushotel Bristol ist seit über hundert Jahren ein Brennpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Erbaut am sogenannten Ringstraßen-Corso – der Nobel-Flaniermeile des 19. Jahrhunderts, sollte es den Inbegriff englischer Eleganz verkörpern, daher auch der Name Bristol. Viele Prominente haben hier genächtigt, vom Pianisten Artur Rubinstein bis zum Bambi-Autor Felix Salten – angeblich verkaufte er in diesem Hotel die Rechte an seinem Bambi-Stoff, ein Vertrag, dem er zeit seines Lebens nachweinte. In der Besatzungszeit richteten sich hier die Amerikaner ein, in Sichtweite der Sowjets, die sich im Imperial niedergelassen hatten. Die ORFIII Neuproduktion portraitiert das Bristol quer durch die Jahrzehnte.

  • S2017E29 Lebensraum: Graben und Kohlmarkt

    • December 5, 2017
    • ORF III

    In der Adventzeit verwandelt sich der Wiener Graben in ein hell schimmerndes Weihnachtsmärchen. Die Nobelmeile Graben und Kohlmarkt ist aber zu allen Jahreszeiten ein Wiener Sehnsuchtsort. An den teuren Adressen hier lässt sich vortrefflich viel Geld ausgeben – oder zumindest in den Auslagen ansehen, was man sich leisten würde, wenn man es sich leisten könnte. Die ORF-III-Neuproduktion zeigt das einzigartige Flair des Graben und erzählt die lange Geschichte dahinter. Seinen Namen verdankt der Graben einer römisch-antiken Wallanlage, die auch im Mittelalter fortbestand. Als die Babenberger die Stadt erweiterten, wurde der Graben zugeschüttet. Niemand ahnte damals, dass hier einst eine von Wiens ersten Adressen entstehen würde. Später als Marktplatz genützt, siedelten sich hier immer mehr wohlhabende Kaufleute an, die mit ihren prächtigen Fassaden den Graben nach und nach zur beliebten Flaniermeile werden ließen. Heute haben sich die Marken hier internationalisiert, oft auf Kosten der alteingesessenen Geschäfte.

  • S2017E30 Lebensraum: Wiener Villen

    • December 12, 2017
    • ORF III

    Wien ist auch Wien dank seiner prächtigen Villen. Die Häuser, die vor allem in Hietzing, Währing und Döbling im 19. Jahrhundert entstanden, sind oft von einer Großzügigkeit und Schönheit, die diese Außenbezirke nachhaltig geprägt haben. Berühmte Leute haben in solchen Häusern gewohnt: von Katharina Schratt über Hans Moser bis Peter Alexander. ORF III portraitiert in dieser Neuproduktion das großbürgerliche Leben in den Wiener Villen, darunter die Häuser Ludwig Wittgenstein, Gustav Klimt, Otto Wagner, Felix Salten, Schratt, Moser und Alexander. Es ist eine typische Wiener Lebenskultur, in der sich Bildungsbürgertum, Wohlstand und Kunstsinnigkeit zu einer einzigartigen Mischung treffen.

  • S2017E31 Lebensraum Christkindlmärkte

    • December 19, 2017
    • ORF III

    Die Wiener Weihnachtsmärkte haben durch ihre Rückbesinnung auf alte Kunsthandwerk-Traditionen wieder viel von dem ursprünglichen Spirit zurück gewonnen. Die Anfänge des Christkindlmarktes liegen weit zurück – die sogenannten Dezembermärkte gibt es hier seit dem 14. Jahrhundert. Diese Märkte wurden um die Weihnachtszeit an verschiedenen zentralen Stellen abgehalten, unter anderem vor dem Stephansdom und auf der Freyung. Seit gut vierzig Jahren gibt es den legendären Christkindlmarkt vor dem Wiener Rathaus. Die neue Dokumentation erzählt die Geschichte dieser Institution und versucht den Reiz zu erklären, die sie jedes Jahr auf Menschen aller Generationen ausübt. An den Weihnachtsmärkten lässt sich gut ablesen, welches Verhältnis wir zum Weihnachtsfest haben.

Season 2018

  • S2018E42 Sissi, Schratt & Sacher: Wiens glamouröse Frauen

    • February 27, 2018
    • ORF III

    Kaiserin Elisabeth, Kathy Schratt, Anna Sacher, Pauline Metternich und „Erzsi, die rote Erzherzogin“ – Frauen wie sie hatten etwas zu sagen in einer ansonsten durch und durch männlichen Welt. Und sie verliehen Wien den Glanz einer Society-Metropole. Patrice Fuchs zeigt, wie wirkungsmächtig Frauen wie diese im ausgehenden neunzehnten Jahrhundert gewesen sind und welche zentrale Rolle sie in der damaligen Gesellschaft gespielt haben.

  • S2018E43 Wiener Wässer: Der Wienfluss

    • March 6, 2018
    • ORF III

    Die Donau und ihre Nebenarme waren nicht immer so gesittete Gewässer, wie es heute den Anschein hat. Lange war dieser Fluss ein unbändiger Strom, der sich wild seinen Weg durch Wien bahnte. Erst mit der Regulierung entstand der rechte Donauarm, den wir heute als „Donaukanal“ kennen. Auf der linken Uferseite hatte sich mit der Leopoldstadt die erste Wiener Vorstadt heraus gebildet. Ein Viertel, das vor allem den Wiener Juden zugewiesen wurde, von wo Leopold I. sie aber vertreiben ließ. Und der spätere Donaukanal bildete auch die natürliche Grenze zum kaiserlichen Jagdrevier, dem Prater. Die ersten Brücken, die dort errichtet wurden, hatten vor allem den Zweck, eine bessere Verbindung zwischen Hofburg und Prater herzustellen. In der ersten Folge des neuen ORF-III-Dreiteilers über die Wiener Gewässer erzählen Ronald und Roswitha Vaughan die bewegte Geschichte des Donaukanals.

  • S2018E44 Wiener Wässer: Der Donaukanal

    • March 13, 2018
    • ORF III

    Die Donau und ihre Nebenarme waren nicht immer so gesittete Gewässer, wie es heute den Anschein hat. Lange war dieser Fluss ein unbändiger Strom, der sich wild seinen Weg durch Wien bahnte. Erst mit der Regulierung entstand der rechte Donauarm, den wir heute als „Donaukanal“ kennen. Auf der linken Uferseite hatte sich mit der Leopoldstadt die erste Wiener Vorstadt heraus gebildet. Ein Viertel, das vor allem den Wiener Juden zugewiesen wurde, von wo Leopold I. sie aber vertreiben ließ. Und der spätere Donaukanal bildete auch die natürliche Grenze zum kaiserlichen Jagdrevier, dem Prater. Die ersten Brücken, die dort errichtet wurden, hatten vor allem den Zweck, eine bessere Verbindung zwischen Hofburg und Prater herzustellen.

  • S2018E45 Wiener Wässer: Die alte Donau

    • March 20, 2018
    • ORF III

    Was die Wienerinnen und Wiener heute als „Alte Donau“ bezeichnen, war einst der wasserreichste Arm der Donau. Hier verlief früher der Schiffsverkehr. Nur mehr wenig erinnert an die Zeit, als die Donau in einem wilden, verzweigten Augebiet durch die Stadt floss und je nach Wasserstand ständig ihren Lauf änderte. Zum Schutz vor Hochwasser trennte die Gemeinde diesen Donauarm bei der umfassenden Donauregulierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit dem Hubertusdamm ab. Die Alte Donau wurde zu einem stehenden Binnengewässer. Die Wiener Badekultur eroberte dieses neue Terrain rasch, unter anderem mit dem Gänsehäufel.

  • S2018E46 Sehnsucht nach dem Küstenland

    • April 10, 2018
    • ORF III

    Jahrhundertelang gehörte die obere Adria zur Habsburgermonarchie und wurde zum Symbol des einstigen Vielvölkerreiches. Die österreichische Herrschaft hat Spuren hinterlassen: prunkvolle Verwaltungsgebäude und Grandhotels, Straßen- und Eisenbahnverbindungen, die Triest oder Görz mit Wien und Budapest verbanden – und Erinnerungen an eine Zeit, die heute hier wieder positiv beurteilt wird. 1918 ging mit dem Zerfall der Habsburgermonarchie auch die rund ein halbes Jahrtausend währende Herrschaft Österreichs an der oberen Adria zu Ende. Geblieben ist ein umfangreiches architektonisches Erbe, prunkvolle Verwaltungsgebäude und Grandhotels, Straßen- und Eisenbahnverbindungen, die Triest oder Görz einst mit Wien und Budapest verbanden und Erinnerungen an eine Zeit, die heute wieder als durchaus positiv beurteilt wird. Regisseur Gernot Stadler begibt sich auf Spurensuche in diesem geopolitisch einzigartigen Raum, der auch heute noch gekennzeichnet ist durch die gegenseitige, jahrhundertelange Befruchtung dreier Kulturen und Sprachen.

  • S2018E47 Lebensraum: Strombäder

    • April 17, 2018
    • ORF III

    Über eine Länge von mehr als 350 Kilometern zieht sich die Donau durch Österreich und lädt mit ihren unzähligen Buchten, Auen und Stränden zum Baden und Verweilen ein. Darunter gibt es seit jeher Bäder, die Gastgeber und Rückzugsort für etliche badelustige Besucher sind, die dem Trubel der Stadt entkommen möchten und an diesen traditionsreichen Badestätten Energie sammeln wollen.Mit ihrer geschichtsträchtigen Architektur, sind jene Naherholungsgebiete in Stadtnähe Sinnbilder eines einstigen Lebensgefühls und stille Zeitzeugen Österreichischer Geschichte und durchbrechen einst bis heute politische, kulturelle sowie gesellschaftliche Grenzen.

  • S2018E48 Lebensraum: Grinzing

    • April 24, 2018
    • ORF III

    Grinzing – ein Ort des Weins, der Idylle und des Wiener Schmähs. Wenn die Tage wieder länger werden und man auch die Abende im Freien verbringen kann, schlägt wieder die Stunde der Heurigen, von denen Grinzing als einer der schönsten Stadtteile Wiens zahlreiche beherbergt. Jedesmal, wenn die lauschigen Nächte anbrechen, spielt Grinzing seine ganzen Reize aus. Es ist eine Gegend, wie gemacht für den Genuss des Sommers in allen seinen Facetten: vom Badetag im Krapfenwaldbad über einen Spaziergang im Wienerwald bis zu einem Abend bei Wein und Geselligkeit.

  • S2018E50 Herrensitze: Schloss Artstetten

    • May 29, 2018
    • ORF III

    Es hätte das Refugium eines Kaisers werden sollen – und wurde die Gruft eines verhinderten Thronfolgers. Schloss Artstetten atmet mit jeder Fuge die Geschichte des Doppeladlers. Franz Ferdinand bekam diesen Sitz in Jugendjahren von seinem Vater geschenkt und baute ihn über die Jahre mit viel Geld und Hingabe zu einem stattlichen Landsitz aus. Karl Hohenlohe zeigt, wie es sich hier gelebt hat, und besucht auch jene denkwürdige Grablege im Untergeschoß, wo Franz Ferdinand und seine Frau Sophie nach ihrer Ermordung in Sarajewo beigesetzt worden sind. Die Kapuzinergruft galt für den bei Franz Jospeh verhassten Thronfolger als „No Go Area“.

  • S2018E52 Herrensitze: Präsidentenvilla und Jagdhäuser

    • June 19, 2018
    • ORF III

    Dem österreichischen Bundespräsidenten steht im steirischen Mürzsteg ein Jagdhaus zur Verfügung, das als Rahmen für diplomatische Empfänge abseits der großen Hauptstadtbühne dient. Karl Hohenlohe erzählt die Geschichte dieses Hauses und erklärt seine heutige Verwendung. In der Monarchie wurden nahe der wildreichen Jagdreviere Herrensitze errichtet, die dem Kaiserhaus, dem Adel und auch kirchlichen Würdenträgern als Jagdschlösser dienten. In der Gemeinde Neuberg an der Mürz im Nordwesten der Steiermark befindet sich ein Jagdschloss, das nach 1945 große Bedeutung für den wiedererstehenden Staat Österreich erlange: das ehem. kaiserliche Jagdschloss in Mürzsteg. Seit 1947 dienst es dem österreichischen Bundespräsidenten als Rückzugsort. Bundespräsident Rudolf Kirchschläger urlaubte in Mürzsteg und lud Staatsgäste zu privaten Gesprächen ein, zum Beispiel 1980 König Hussein von Jordanien. Auch Bundespräsident Kurt Waldheim verbrachte viel Zeit hier. Bundespräsident Thomas Klestil nutzte das Jagdschloss in Mürzsteg für offizielle Empfänge und um mit Staatsoberhäuptern anderer Länder heikle Themen in Ruhe zu erörtern. So zum Beispiel im Mai 1994 als unter seiner Vermittlung in Mürzsteg Friedensgespräche für den vom Bürgerkrieg gebeutelten Südsudan geführt wurden. Sein Nachfolger Bundespräsident Heinz Fischer nahm an örtlichen Veranstaltungen teil und empfing mit dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon auch einen der bedeutendsten internationalen Spitzenpolitiker in Mürzsteg. Im Februar 2017 übergab Fischer den Schlüssel der Villa an Bundespräsident Alexander van der Bellen, der gemeinsam mit seiner Frau von den Vertretern der Gemeinde Neuberg an der Mürz festlich empfangen wurde. In der Monarchie wurden nahe der wildreichen Jagdreviere Herrensitze errichtet, die dem Kaiserhaus, dem Adel und auch kirchlichen Würdenträgern als Jagdschlösser dienten. In der Gemeinde Neuberg an der Mürz im Nordwesten der Steiermark befindet sich ein Jagdschloss, das nach 1945 große Bedeutung für den

  • S2018E53 Herrensitze: So jagte Maria Theresia: Schloss Halbturn

    • June 26, 2018
    • ORF III

    Schloss Halbturn wurde im Jahre 1711 von Lucas v. Hildebrandt, einem der bedeutendsten österreichischen Vertreter der spätbarocken Baukunst unter der Regierungszeit von Kaiser Karl VI. erbaut. Schloss Halbturn hat gute und schlechte Zeiten erlebt. Die Blüte seiner Jahre mag wohl jene gewesen sein, die sich uns in einem Ölgemälde Mitte des 18. Jhdts. zeigt. Während der ersten Türkenbelagerung war das kaiserliche Gestüt zerstört worden. Die Herrschaft Halbturn war über mehrere Jahre verpfändet und gelangte unter Kaiser Karl VI. wieder in kaiserlich-königlichen Besitz. Nach dem Tod Kaiser Karls VI. folgte auf Grund der Pragmatischen Sanktion 1740 seine Tochter Maria Theresia auf den Thron. Maria Theresia erwarb 1765 Schloss Halbturn, Teil der damaligen Herrschaft Ungarisch-Altenburg von der ungarischen Krone und schenkte es als Privatbesitz ihrer Lieblingstocher, Erzherzogin Marie Christine zur Hochzeit mit Herzog Albert-Casimir von Sachsen-Teschen (Begründer der Wiener Albertina). Zu diesem Anlass wurde auch das Deckenfresko „Triumph des Lichtes“ an den Barockkünstler Anton Maulbertsch in Auftrag gegeben. Da die Ehe kinderlos blieb, adoptierte das Paar den Lieblingsneffen Erzherzog Carl, Sohn von Marie Christines Bruder, Kaiser Leopold II. Als Erzherzog Carl 1822 das Erbe seiner Adoptiveltern antrat, war er ein vermögender Mann. Sein ältester Sohn, Erzherzog Albrecht, übernahm den Besitz 1847. Als dessen einziger männlicher Nachkomme im Kindesalter verstarb, adoptierte der Erzherzog die Kinder seines Bruders. So gelangte sein Vermögen – darunter auch Schloss Halbturn – nach seinem Tod im Jahr 1895 an Erzherzog Friedrich. Dessen Sohn, Erzherzog Albrecht war der nächste Besitzer. Baron Paul Waldbott-Bassenheim trat im Jahre 1956 das Erbe seines Onkels Erzherzog Albrecht an. Seit dem Ableben von Baron Paul Waldbott-Bassenheim am 20. Februar 2008 ist Schloss Halbturn im Besitz von DI Markus Graf zu Königsegg-Aulendorf, dem Adoptivsohn von Baron Paul Waldbott-Bassenheim, e

  • S2018E54 Herrensitze: Sisis Juwelier: Herrenhaus Köchert am Traunsee

    • July 3, 2018
    • ORF III

    Die Juweliere A. E. Köchert zählen seit ihrer Gründung im Jahre 1814 zu den renommiertesten Juwelieren in Österreich. Jakob Heinrich Köchert begann 1819 als Geselle bei Emanuel Piote, der während der Napoleonischen Kriege nach Wien gekommen war. Piote stellte Juwelen in der französischen Art her, die beim Adel und dem Hof großen Anklang fanden. Köchert heiratete später die Schwester von Piotes Frau. Als der damalige Hofjuwelier M. Cohen 1831 verstarb, bewarben sich Piote und Köchert um den Hoflieferantentitel, den zunächst Piote erhielt und nach erneuertem Ansuchen sein Partner Köchert. Seitdem waren sie bis 1918 als k.u.k. Hof- und Kammerjuwelier und Goldschmied persönlicher Juwelier des österreichischen Kaisers und seines Hofes. Als der damalige Kammerjuwelier von Mach 1849 verstarb, wurden Köchert und der Juwelier Biedermann zu Kammerjuwelieren erhoben. Köchert wurde dadurch auch mit der Pflege der Kronjuwelen betraut. Die Diamantsterne für Kaiserin Elisabeth, die auf dem Porträt von Winterhalter verewigt sind, wurden bald danach von der Firma entworfen. Als die Schatzkammer 1871 zur Öffnung vorbereitet wurde, inventarisierte Köchert die Bestände und reinigte und restaurierte die österreichische Kaiserkrone. Er erarbeitete neue Juwelen aus alten für den kaiserlichen Gebrauch, wie ein Diamantdiadem für Kaiserin Elisabeth mit dem Frankfurter Solitär. Berühmt sind die von Köchert für Kaiserin Elisabeth entworfenen „Sisi-Sterne“. Bei einer Aufführung von Mozarts Zauberflöte hatte Sisi derart vom Sternenschmuck der Königin der Nacht geschwärmt, dass der sonst so sparsame Kaiser Franz Josef I. bei Alexander Emanuel Köchert eine nicht kleine Anzahl von Diamantsternen in Auftrag gab, die er seiner Frau zum ersten Hochzeitstag überreichte. Bei der Wiener Weltausstellung 1873 erhielt Köchert die Goldene Medaille zusammen mit dem Architekten Theophil von Hansen. Zu dem Zeitpunkt gehörte er zu den führenden europäischen Juwelieren des 19. Jahrhunderts. (Text: ARD-alpha)

  • S2018E63 Im k.u.k. Luxuszug an die Adria

    • September 11, 2018
    • ORF III

    Den Sehnsuchtsort Adria entdeckten die Habsburger, als die Eisenbahn erstmals schnelle Reisen bis zum Mittelmeer erlaubte. Orte wie Abazzia (Opatia) entwickelten sich in dem neuen Tourismus-Boom zum Mekka der Sommer-Suchenden. Für die oberen Zehntausend der k.u.k Monarchie bedeutete das mediterrane Paradies eine neue Passion, die sie nach Kräften auslebten. Viele Spuren der damaligen Lebenskultur haben sich entlang dieser Südbahn-Route erhalten. Das Luxushotel in Abazzia vermarktet bis heute das Flair des Doppeladlers.

  • S2018E67 Die Kapuzinergruft – Ein Rundgang mit Karl Hohenlohe

    • September 18, 2018
    • ORF III

    Die in der Wiener Innenstadt gelegene Habsburger-Familiengruft ist eine der ungewöhnlichsten und aufregendsten Begräbnisstätten der Welt. Zwölf Habsburger-Kaiser ruhen hier, jede Generation hat die Gruft erweitert. Rund 1000 Besucher pro Tag wollen in den neun unterirdischen Grabräumen mit ihren kunsthistorisch einzigartigen Prunkgräbern aus Zinn, Blei und Kupfer den Schauer der Weltgeschichte erleben.

  • S2018E69 Habsburgs Pioniere und Abenteurer

    • September 25, 2018
    • ORF III

    Das Habsburgerreich wurde nie zur Kolonialmacht, aber es erlag dem exotischen Reiz der fernen Länder auf andere Weise: durch mehrere herausragende wissenschaftliche Expeditionen an Orte, die die Phantasien der Leute beflügelten. In diesen Missionen verbanden sich Abenteuerlust, Wissbegierde und Machbarkeitsrausch – und unter dem Mantel der wissenschaftlichen Forschung natürlich auch das Bedürfnis, machtpolitische Duftmarken rund um den Globus zu setzen. Die Expedition von Payer und Weyprecht zum später so benannten Franz Josefs Land war eines der Beispiele, wie das Herrscherhaus sich mit diesen Reisen international positionieren wollte. Stefan Wolner und Harald Nestl führen in dieser ORF III Neuproduktion zurück in die Zeit, als Habsburg seine Pioniere und Eroberer über die Weltmeere aussandte.

  • S2018E71 A fesche Wienerwald-Partie – Die Geburt eines Sehnsuchtsortes

    • October 2, 2018
    • ORF III

    Der Wienerwald ist nicht nur ein beliebtes Naherholungsgebiet, sondern auch eine Kulturlandschaft mit langer Tradition. Viele Refugien hat der Mensch hier geschaffen, vom Lainzer Tiergarten und der berühmten Hermes Villa für Kaiserin Elisabeth über den tragischen Schauplatz Mayerling und das Stift Heiligenkreuz bis zum Weinbau in Neuwaldegg und den Cobenzl mit dem Krapfenwald-Bad. Gigga Neunteufl zeigt in diesem Film den Wienerwald als Kulturraum mit langer Geschichte und ebenso großer Gegenwart.

  • S2018E82 Die letzten Stunden einer Kaiserin - Elisabeth und die Anarchisten

    • November 6, 2018
    • ORF III

    Der gewaltsame Tod der Kaiserin Elisabeth kam rückblickend nicht aus heiterem Himmel. Die Tragik dieses Attentats hat oft den Blick auf das umtriebige anarchistische Umfeld verstellt, das hinter diesem Mord gestanden ist. Die neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts galten als das „Jahrzehnt der Bomben“. Nahezu jeder prominente Politiker in Europa war bis dahin schon zur Zielscheibe anarchistischer Anschlagspläne geworden: Otto von Bismarck, König Alfons XII., König Umberto I., Zar Alexander II., Kaiser Wilhelm I. – Elisabeth setzte sich mit diesen Anschlägen intensiv auseinander. Es führte aber nicht dazu, dass sie irgendwelche Sicherheitsvorkehrungen auf ihren Reisen zugelassen hätte. Die Dokumentation von Anna Sigmund und Monika Czernin rekonstruiert anhand bisher ungesichteter Archivmaterialien minutiös die letzten Stunden der Kaiserin und zeigt die ganze Sprengkraft der damaligen anarchistischen Bewegung in Österreich und in Europa

  • S2018E86 Habsburgs Hoflieferanten (1): Einkaufstour mit Sisi und Franz

    • November 20, 2018
    • ORF III

    Habsburgs Alltag wäre nicht denkbar gewesen ohne die Hoflieferanten. Kaiser Franz Joseph kaufte gerne Schmuck für seine ferne Elisabeth. Und bei aller asketischen Grundhaltung des Kaisers waren auch die Gastronomen und Zuckerbäcker wichtige Partner im kaiserlichen Tagesablauf. Der neue ORFIII-Arte-Dreiteiler „Habsburgs Hoflieferanten“ erzählt das letzte Jahrhundert der habsburgischen Herrschaft aus der Sicht jener Geschäftsleute, die exklusiven Zugang zum Hof genossen. Hoflieferant zu sein, bedeutete einerseits ein Privileg, konnte andererseits ein hartes Brot sein, wenn der Hof einem die Preise und die Vorgaben diktierte. Und natürlich hatten Hoflieferanten viel Einblick, was so lief im Hause Habsburg. R: Judith Doppler und Kurt Mayer.

  • S2018E87 Habsburgs Hoflieferanten (2): Der kaiserliche Haushalt von Maria Theresia bis Katharina Schratt

    • November 27, 2018
    • ORF III

    Österreichs Kaiser mussten nicht nur regieren, sie aßen und tranken auch, sie feierten, sie fuhren Kutsche und sie verteilten Geschenke. Ein großer Markt also für Waren und Dienstleistungen aller Art, um den viele Firmen rangen. Der Hof war auf diese Hoflieferanten angewiesen, weil er das alles allein niemals bewältigt hätte. Besonders zeigte sich das zur Zeit des Wiener Kongresses, als gekrönte Häupter samt Tross aus ganz Europa nach Wien kamen und verköstigt und belustigt werden wollten. Allein die Zahl der Kutschen, die gebraucht wurden, ging in die Tausenden. Hier begann das Wechselspiel zwischen dem Herrscherhaus und seinen privilegierten Lieferanten, das zu Hochblüten im Handwerk und in der Gastronomie führte. Teil zwei des ORF-III-Arte-Dreiteilers geht zurück zu den Anfängen der Wiener Hoflieferanten und erklärt die Gründe für ihren Höhenflug über die folgenden hundert Jahre.

  • S2018E89 Habsburgs Hoflieferanten (3): Untergang und Wiedergeburt

    • December 4, 2018
    • ORF III

    Mit dem Ende der Monarchie verlor der Status des Hoflieferanten seine Bedeutung, ja, er verkehrte sich ins Gegenteil. Was eben noch den exklusiven Zugang zum Wiener Hof und seinen tausenden Angehörigen garantiert hatte, war plötzlich ein Emblem von gestern. Im dritten und letzten Teil der Serie „Habsburgs Hoflieferanten“ erzählen die Gestalter Judith Doppler und Kurt Mayer den politischen Umbruch in Österreich 1918 durch die Brille der Geschäftsleute wie Hofjuwelier Köchert, Hofzuckerbäcker Demel und den Glashersteller Lobmeyer

Season 2019

  • S2019E94 Habsburg und der Dom – St. Stephan unter dem Doppeladler

    • January 8, 2019
    • ORF III

    Habsburg und der Stephansdom – das war immer eine ganz spezielle Beziehung. Der Dom war die perfekte Kulisse für die großen sakralen Auftritte der Herrscherfamilie. Über Jahrhunderte versuchten die Habsburger, den Dom zu kontrollieren und zu instrumentalisieren. Von Franz Josephs berühmtem Trauerkondukt über die maximilianische Doppelhochzeit bis zurück zur Gründung des Doms durch Rudolf den Stifter lässt sich eine einheitliche Handschrift erkennen: St. Stephan, das eigentlich die Kirche der Bürgerinnen und Bürger war und sich selbst gehörte, sollte zur Bühne für das Gottesgnadentum der Habsburger werden.

  • S2019E106 Wien, wie es einmal war (1)

    • March 12, 2019
    • ORF III

    Wien wandelt sich ständig – Plätze, die man zu kennen glaubte, verändern ihr Aussehen. In einem neu produzierten Dreiteiler widmet sich Erbe Österreich den vielen Häutungen dieser Stadt, angefangen vom Umbau in der Ringstraßenzeit, bis in die Gegenwart und auch die nahe Zukunft. Möglicherweise wird der Ring auch einmal eine große Fußgängerzone sein. In Teil eins geht es um die historischen Veränderungen der Inneren Stadt. Es ist noch nicht so lange her, da war die Kärntnerstraße befahren – die Autos brausten nur wenige Meter an der Westfassade des Stephansdoms vorbei. Aber auch sonst hat sich in den letzten Jahrzehnten viel getan: traditionelle Geschäfte sind gegangen, internationale Handelsketten haben sich in die besten Adressen eingekauft.

  • S2019E106 Wien, wie es einmal war (1)

    • March 12, 2019
    • ORF III

    Wien wandelt sich ständig – Plätze, die man zu kennen glaubte, verändern ihr Aussehen. In einem neu produzierten Dreiteiler widmet sich Erbe Österreich den vielen Häutungen dieser Stadt, angefangen vom Umbau in der Ringstraßenzeit, bis in die Gegenwart und auch die nahe Zukunft. Möglicherweise wird der Ring auch einmal eine große Fußgängerzone sein. In Teil eins geht es um die historischen Veränderungen der Inneren Stadt. Es ist noch nicht so lange her, da war die Kärntnerstraße befahren – die Autos brausten nur wenige Meter an der Westfassade des Stephansdoms vorbei. Aber auch sonst hat sich in den letzten Jahrzehnten viel getan: traditionelle Geschäfte sind gegangen, internationale Handelsketten haben sich in die besten Adressen eingekauft.

  • S2019E107 Wien, wie es einmal war (2)

    • March 19, 2019
    • ORF III

    Beim Wort „Altwien“ bekommen viele romantische Gefühle. Doch niemand, der es sich aussuchen konnte, hätte in dieser Stadt leben wollen. Gerade die späteren Gürtel-Bezirke – das Thema von Teil zwei dieser neuen ORF III Serie – haben vom Abriss der Stadtmauern und von der Öffnung der Inneren Stadt am meisten profitiert. In einigen Bezirken hielt ein bürgerlicher Lebensstil Einzug, wo einst das Glacis und die Vorstadt gewesen waren. In anderen, vor allem entlang des Wien-Flusses, zog es die Arbeiter, weil dort Mühl- und Gerbereibetriebe standen. Mit der großen Besiedelung dieser Bezirke begann auch das Verkehrsproblem, das diese Wiener Regionen bis heute begleitet. Erbe Österreich geht an die Plätze, die sich am stärksten verändert haben, und zeigt anhand alter Aufnahmen, wie es früher dort ausgesehen hat.

  • S2019E107 Wien, wie es einmal war (2)

    • March 19, 2019
    • ORF III

    Beim Wort „Altwien“ bekommen viele romantische Gefühle. Doch niemand, der es sich aussuchen konnte, hätte in dieser Stadt leben wollen. Gerade die späteren Gürtel-Bezirke – das Thema von Teil zwei dieser neuen ORF III Serie – haben vom Abriss der Stadtmauern und von der Öffnung der Inneren Stadt am meisten profitiert. In einigen Bezirken hielt ein bürgerlicher Lebensstil Einzug, wo einst das Glacis und die Vorstadt gewesen waren. In anderen, vor allem entlang des Wien-Flusses, zog es die Arbeiter, weil dort Mühl- und Gerbereibetriebe standen. Mit der großen Besiedelung dieser Bezirke begann auch das Verkehrsproblem, das diese Wiener Regionen bis heute begleitet.

  • S2019E108 Wien, wie es einmal war (3)

    • March 26, 2019
    • ORF III

    Die Wiener Vorstadt kannte die Masse der Wienerinnen und Wiener lange vor allem als Vergnügungsstätte. Nach Hietzing oder Döbling fuhr man bei schönem Wetter auf einen Tag hinaus, genoss die Sonne und amüsierte sich in einem der Tanzlokale. Am Abend brachte die Straßenbahn die Leute wieder nach Hause. Doch immer mehr Menschen kamen, um zu bleiben. Die hohe Lebensqualität nah am Wienerwald wog die weiten Wege zusehends auf. Der dritte und letzte Teil dieser ORFIII Serie zeigt die Veränderungen der Stadt in den Außenbezirken. In dem Maß, als die Stadt an Einwohnern zunahm, gewann auch der Wohnraum hier an Wert. Zu den einfachen Landhäusern gesellten sich mehrstöckige Zinshäuser.

  • S2019E109 Habsburg und die Alpen (1)

    • April 2, 2019
    • ORF III

    Die Habsburger zog es in die Natur, und ab dem 19. Jahrhundert auch in die Alpen. Franz Joseph, Erzherzog Johann und auch Kaiserin Elisabeth strebten zu den Gipfeln und wurden damit ungewollt zu Trendsettern der neu entdeckten Leidenschaft der Menschen für die Berge. In diesem neuen ORF-III-Zweiteiler geht Regisseur Christian Papke den alpinen Wegen prominenter Habsburger nach und zeigt, wie sie auf größerer Seehöhe innere Ruhe und Abstand zum Herrscheralltag gewinnen wollten. Er beleuchtet dabei auch den Imagewandel der Berge innerhalb weniger Jahre: Früher hatte man sich als Kaiser in den Prater zur Jagd kutschieren lassen und hielt das Gebirge für Teufelszeug. Mit einem Mal waren Felswände und Sturzbäche en vogue und galten als Orte der inneren Erneuerung.

  • S2019E111 Habsburg und die Alpen (2)

    • April 9, 2019
    • ORF III

    Habsburg und die Alpen – das wurde eine große Leidenschaft, in die die Herrscherfamilie nach Audienzen, Arbeitsessen und Kabinettsitzungen floh. Der Alpinismus war eigentlich eine bürgerliche Erfindung gewesen, aber der neue Trend war zu verführerisch, als dass das Kaiserhaus ihn an sich vorbei gehen hätte lassen wollen. Erzherzog Johann durchstreifte die steirischen Alpen, traf an stillen Bergseen seine Anna Plochl und baute um seine Liebe zu dieser Gegend die infrastrukturelle Erneuerung der Steiermark. Kaiser Franz Joseph zog es wann immer es ging in die Ischler Berge. Auch wenn er dort vor allem Jagdtrophäen sammelte, war er nicht minder ein Freund dieser Region. Mit der Gründung des Alpenvereins begann die systematische Erschließung der heimischen Berge, die die Tür zum alpinen Massentourismus späterer Jahrzehnte aufstieß.

  • S2019E113 Die Eroberung des Südens – Mythos Südbahngesellschaft (2)

    • April 30, 2019
    • ORF III

    Die Südbahn stand am Beginn der Reisegesellschaft, die es sich leisten konnte, auf ein langes Wochenende an die Adria zu fahren. Vor allem die kaiserliche Familie machte davon gerne Gebrauch. Als Kronprinz Rudolf in Mayerling zu Tode kam und Graf Hoyos den Zug stoppen ließ, um dem Kaiser möglichst schnell die Nachricht davon zu überbringen, wusste der Mehrheitsbesitzer der Bahn Nathaniel Rothschild noch vor dem Kaiser davon, weil ihm der Bahnhofsvorstand telegrafiert hatte. Mit dem Zerfall der Monarchie und der Aufteilung der Bahngesellschaft begann auch der langsame Niedergang der Südbahn, der erst in den letzten Jahren zur eine kulturelle Restaurierung wieder teilweise aufgefangen wurde.

  • S2019E114 Der Prater (1)

    • April 30, 2019
    • ORF III

    Vor 250 Jahren eröffnete Kaiser Joseph II. das kaiserliche Jagdgebiet an den Donauauen für die Öffentlichkeit – das Wiener Erholungsgebiet „Prater“ war geboren. In einer Zeit, in der es noch keine städtischen Parks gab und auch nur die wenigsten sich eine Ausfahrt auf das Land leisten konnten, bedeutete der Prater einen großen Gewinn an Lebensqualität für die Wienerinnen und Wiener. Fortan fand hier jede nur erdenkliche Vergnügung, jedes Remmi-demmi statt, das man sich vorstellen konnte, bis zur Weltausstellung von 1873 und dem legendären „Klein-Venedig“, wie man es heute nur mehr aus Las Vegas kennt.

  • S2019E119 Er baute die Wiener Ringstraße - Der Ziegelbaron Heinrich Drasche und die Wienerberger

    • May 14, 2019
    • ORF III

    Kein Name ist so mit der Wiener Ringstraße verbunden wie der der Firma Wienerberger. Dem Unternehmer Heinrich Drasche gelang es, auf dem Wienerberg mit seinem Ziegelunternehmen ein gigantisches Monopol zu errichten, das so gut wie jeden Ziegel produzierte, der in der Ringstraßenzeit in Wien verbaut wurde. Hier fingen die sogenannten „Ziegelböhm‘“ an, deren soziale Lage später mit verantwortlich für die Gründung der Sozialdemokratie in Österreich wurde. Gustav Trampisch portraitiert den Werdegang des Unternehmers und zeigt, welche Bedeutung die Firma für das Werden Wiens gehabt hat.

  • S2019E121 Ein Habsburger auf Mallorca – Ludwig Salvator und der Zauber des Meeres

    • June 4, 2019
    • ORF III

    Ludwig Salvator, Erzherzog von Österreich und Prinz von Toskana, war gebildet, unangepasst und aufgeschlossen. Er war Wissenschaftler, Künstler, Visionär, Pazifist, Naturschützer, Schriftsteller und eine der schillerndsten Persönlichkeiten aus dem Hause Habsburg. Sein besonderes Interesse galt der Erforschung damals unbekannter Inseln, von Land und Leuten, Flora und Fauna. Seine Forschungsergebnisse über Geschichte, Tier- und Pflanzenwelt hat er in umfangreichen Publikationen festgehalten. Die wilde Schönheit der Balearen und die Liebenswürdigkeit von deren Bewohnern beeindruckten den Erzherzog besonders. Er schuf sich im Nordwesten Mallorcas ein kleines Paradies, wo kein Tier getötet und kein Baum gefällt werden durfte. Die Dokumentation zeigt die wichtigsten Lebensstationen Ludwig Salvators und die nachhaltigen Auswirkungen seiner Forschertätigkeit im ausgehenden 19. Jahrhundert.

  • S2019E126 Wiener Freizeit-Oasen - Teil 1

    • June 18, 2019
    • ORF III

    Freizeit-Oasen wie der Prater oder der Böhmische Prater sind heute österreichische Kult-Orte. Ihre Eroberung durch die breite Bevölkerung begann, als die Menschen hierzulande begannen, ihre Freizeit zu gestalten und in der Natur zu genießen. Davor war kaum jemand, der ohnehin schwerer körperlicher Arbeit im Freien nachging, an aktiver Betätigung interessiert. Und für die wenigen, die das wollten, gab es außerhalb der Stadt kaum eine Infrastruktur. Mit der Öffnung des Praters durch Joseph II. – bis dahin ein privilegiertes Jagdgebiet des Hochadels – und mit der Errichtung des böhmischen Praters für die „Ziegelböhm‘“, die am Wienerberg die Lehmziegel für den Ringstraßenbau schlugen, begann die Ära der Freizeitparadiese. Auch Grinzing und Hietzing wurden in der Johann-Strauß-Ära erschlossen. Man fuhr mit der verlängerten Straßenbahn auf einen Tag hinaus aus der Stadt, wanderte, tanzte, trank und speiste.

  • S2019E127 Wiener Freizeit-Oasen – Teil 2

    • June 25, 2019
    • ORF III

    Die Wiener Freizeit-Oasen wurden zu Lieblingsplätzen der Wienerinnen und Wiener und sind es bis heute geblieben. Die Mischung aus freier Natur, Unterhaltung und Gastronomie war die Zauberformel, um die erholungshungrigen Stadtbewohner nachhaltig an Orte wie den Prater oder die Grinzing zu binden. Der zweite Teil der ORF III Neuproduktion zeigt, wie sich diese Plätze bis zum Ende der Monarchie und darüber hinaus entwickelt haben, und welche Reize nach wie vor die Massen in ihren Bann schlagen.

  • S2019E129 Adelsleben in Österreich: Zu Gast bei Edoardo Pallavicini

    • October 1, 2019
    • ORF III

    Österreichs Adel zählt auch nach hundert Jahren Republik noch immer zur Spitze der heimischen Gesellschaft. Die prachtvollen Palais und Landschlösser zeugen nicht nur von einer jahrhundertelangen Familiengeschichte, sondern auch von einem nach wie vor außergewöhnlichen Lebensstil. In dieser neuen Sendereihe über Adelshäuser und Adelssitze stellt ORF-III-Moderator Karl Hohenlohe adelige Prachtbauten vor, die heute noch von den einst ansässigen Familien bewohnt werden. Den Anfang macht das Wiener Palais Pallavicini, eines der markantesten Gebäude der Wiener Innenstadt, direkt gegenüber der Nationalbibliothek. An der Adresse Josefsplatz 5 residiert heute ein Nachkomme jener Pallavicinis, die dieses Haus berühmt gemacht haben, Markgraf Edoardo Pallavicini. Er führt durch das prachtvolle Haus.

  • S2019E130 Habsburgs Adel: Die Esterházys

    • October 1, 2019
    • ORF III

    Ohne die Esterhazys wäre die Casa d’Austria mindestens dreimal untergegangen: bei den beiden Türkenbelagerungen und während des österreichischen Erbfolgekriegs Maria Theresias gegen Preußen und seine Verbündeten. Die Nibelungentreue zu den Habsburgern zahlte sich für die Esterhazys freilich aus: Sie stiegen im Adelsranking auf und wurden reich und mächtig. Dass nach ihnen ein Braten und eine Torte benannt sind, erscheint da nur wie ein Augenzwinkern der Geschichte.

  • S2019E133 Habsburgs Adel: Die Liechtensteins

    • October 8, 2019
    • ORF III

    Sie sind das reichste Adelshaus Europas – und sie sind ursprünglich waschechte Österreicher: Die Burg Liechtenstein im niederösterreichischen Maria Enzersdorf gab dieser Dynastie den Namen, die Europas Geschichte maßgeblich mitgeschrieben hat und heute von einem souveränen Fürstentum aus regiert. Allein die beiden Wiener Palais der Liechtensteins sprechen schon eine deutliche Sprache: heute nur vier Straßenbahnstationen voneinander entfernt, waren sie einst als Winter- und als Sommersitz genutzt, beides barocke Prachtbauten erster Güte, die Macht und Reichtum ausstrahlten. Von der mittelalterlichen Schlacht bei Dürnkrut bis zur Ermordung der Kaiserin Elisabeth standen die Liechtensteins in allen Krisen zum Haus Habsburg.

  • S2019E135 Adelsleben in Österreich – Zu Gast bei Netty Kinsky

    • October 15, 2019
    • ORF III

    Wohnen im Schloss – wie lebt es sich als Adeliger in der prachtvollen Behausung der Ahnen? Die alte Großadelsfamilie Kinsky residiert seit Jahrhunderten bis zum heutigen Tag in ihrem historischen Sitz Heidenreichstein im niederösterreichischen Waldviertel. Die einstige Wehranlage wurde im Lauf ihrer Geschichte immer repräsentativer ausgestaltet, sodass sich hier heute ein Leben nach modernen Komfort-Standards führen lässt. Und natürlich ist es immer etwas Besonderes, innerhalb von Mauern zu wohnen, deren Anfänge bis ins Hochmittelalter zurück reichen. Rudolf Graf van der Straten-Ponthoz erbte die Burg von seinem Freund dem Grafen Palffy. Straten-Ponthoz leitete von 1920 bis 1939 die Spanische Hofreitschule und stand beim Begräbnis von Kaiser Franz Joseph neben dessen Sarg sowie bei der Krönung Kaiser Karls neben dessen Kutsche. Seine Enkelin Annette Kinsky führt Karl Hohenlohe in dieser ORFIII Neuproduktion durch die Anlage.

  • S2019E136 Habsburgs Adel: Die Schwarzenbergs

    • October 15, 2019
    • ORF III

    Zu den Geschlechtern, die über Jahrhunderte hinweg an den Schaltstellen der habsburgischen Macht saßen, gehören ganz zuvorderst die Schwarzenbergs. Die Wienerinnen und Wiener denken bei dem Namen zu aller erst an den Schwarzenbergplatz, der dem Sieger der Völkerschlacht von Leipzig gegen Napoleon gewidmet ist, mit dem pompösen Reiterdenkmal und mit dem barocken Palais Schwarzenberg. Doch der Einfluss dieser Familie reichte noch wesentlich weiter.

  • S2019E139 Habsburgs Adel: Die Coburgs

    • October 22, 2019
    • ORF III

    Als Kronprinz Rudolf entseelt im Schlafzimmer von Mayerling lag, war es sein Schwager Philipp von Coburg, der ihn auffand. Rudolfs Frau Stephanie war eine belgische Prinzessin und somit eine Coburg. Die Coburgs stellten mehrere Könige in Europa, darunter den englischen, der sich später nur in Windsor umbenannte. Otto von Bismarck bezeichnete das Haus sarkastisch als das „Gestüt Europas“. In Wien galten die Coburgs wegen ihrer vielen Herrscherfunktionen als die zweitnobelste Familie nach den Habsburgern. Auch Walzerkönig Johann Strauß wurde, damit er seine dritte Ehe eingehen konnte, Staatsangehöriger von Coburg.

  • S2019E141 Einmal kurz gelacht – Der Wiener Schmäh und der Tod

    • October 29, 2019
    • ORF III

    „Was ist der Unterschied zwischen Zürich und dem Wiener Zentralfriedhof? Der Zentralfriedhof ist nur halb so groß, aber doppelt so lustig.“ Der Wiener Humor hat sich mit dem Tod immer auf Augenhöhe bewegt. Mit dem richtigen Schmäh lässt sich dem Tod sein Schrecken nehmen, er gehört quasi zum Leben dazu. Und wenn der Verblichene von Wolke sieben herunter blickt, hätte er wahrscheinlich seine Freude damit. Zum heurigen November bringt Günter Kaindlstorfer eine Schau auf die Kabarettisten und Humoristen, die sich in Wien mit dem Sterben auseinander gesetzt haben. Von Farkas und Waldbrunn bis zu Fritz Kreissler und Josef Hader zeigen zahlreiche Ausschnitte das Spannungsfeld zwischen Wien, dem Tod und dem Witz.

  • S2019E144 Mysterien in Rot-Weiß-Rot: Der rätselhafte Kopf des Kara Mustafa

    • November 19, 2019
    • ORF III

    Wenige Ereignisse haben den Lauf der Geschichte in Europa so beeinflusst wie die Abwehr der Osmanen 1683 vor Wien. Bei näherem Hinsehen erscheint diese weltgeschichtliche Abwehrschlacht voller Rätsel zu sein: Was war es, das die Osmanen in diese Entscheidungsschlacht trieb? Welche Rolle spielte der Bericht des türkischen Reiseschriftstellers Evlia Celebi, der wenige Jahre zuvor Wien bereist und die Reichshauptstadt in seiner Heimat als „goldenen Apfel“ angepriesen hatte? Welche Intrigen liefen im osmanischen Heer hinter den Kulissen? Und warum hielt sich der abgeschlagene Kopf des gescheiterten Eroberers Kara Mustafa bis vor etwa zwanzig Jahren in einem Depot des Wien-Museums?

  • S2019E146 Mysterien in Rot-Weiß-Rot: Habsburgs goldene Träume

    • November 26, 2019
    • ORF III

    Der Traum vom großen Geld begleitete die Habsburger quer durch ihre Geschichte. Lange träumten sie auch von Zauberei und Alchemie. Noch Maria Theresias Ehemann Franz Stephan glaubte an die chemische Herstellung von Gold. Als Ehemann der Regentin hatte er viel Zeit für solche Spielereien, die Amtsgeschäfte führte ja seine Frau. Im niederösterreichischen Kirchberg am Wagram fand sich im Boden vergraben ein altes alchemistisches Labor aus dem 16. Jahrhundert – der Beweis dafür, wie ernsthaft die Suche nach der Gold-Formel damals betrieben wurde.

  • S2019E147 Maximilian und sein Tirol

    • November 26, 2019
    • ORF III

    Maximilian I., der visionäre Selbstdarsteller, der „letzte Ritter“, der Jäger und Soldatenkaiser: Zum 500. Todestag des legendären Habsburger-Herrschers führt diese Dokumentation von ORFIII in Zusammenarbeit mit dem Landesstudio Tirol an die schönsten Plätze von „Maximilians Tirol“. Maximilians Residenzstadt Innsbruck mit dem Goldenen Dachl und den berühmten „Schwarzen Mandern“, seine Jagdsitze und Jagdschlösser, die spektakuläre Martinswand mit der „Maximiliangrotte“, das Fürstenhaus am Achensee, Schloss Tratzberg oder die Festung Kufstein: Kaiser Maximilian hat Tirol geliebt, oft besucht und mit manchem Waffengang auch belastet. R: Georg Laich.

  • S2019E148 Wie der Aufzug nach Österreich kam

    • December 3, 2019
    • ORF III

    Österreich ging spät und zögerlich an die Innovation Aufzug heran. Er kam mit der Ringstraßenzeit. Das Haus der Industrie bekam einen Pater Noster, der so spektakulär war, dass ihn sogar Franz Josef eröffnete. Dabei war er mit Sicherheit kein Liebhaber des Fahrstuhls. Er hasste alle technischen Innovationen. Daher gewöhnten sich in Österreich viele Architekten an, den Aufzug zu verstecken oder abseits zu planen. So fand man ihn zum Beispiel hinter einer gewöhnlichen Wohnungstür um das „Ensemble“ des Stiegenhauses nicht zu stören. Schon Maria Theresia hatte einen Aufzug gehabt, um zu ihren Liebsten zu fahren. Viele von ihnen waren nämlich früh gestorben und lagen in der Kapuziner Gruft. Die etwas „festere“ Maria Theresia brauchte eine Transporthilfe um den Weg in den Untergrund täglich antreten zu können. Da der Aufzug zu ihrer Zeit aber einem simplen ungesichertem Flaschenzug entsprach, blieb sie regelmäßig im Schacht stecken. Diese ORF III Neuproduktion von Patrice Fuchs zeigt, wie der Aufzug in der Gründerzeit die Stadt Wien modernisiert hat.

  • S2019E152 Mysterien in Rot-Weiß-Rot – Die verborgenen Schätze der Maria Theresia

    • December 17, 2019
    • ORF III

    Wenige Habsburger Herrscher standen anfangs so mit dem Rücken zur Wand wie Maria Theresia, und wenige entfalteten später eine solche Pracht wie sie: allein die Feier zur Vermählung ihrer Tochter Marie Antoinette im Wiener Belvedere kostete ein Vermögen. Und dann noch Kleinigkeiten wie das Schloss Schönbrunn. Wo also kam das ganze Geld her, das die einst bedrängte Jungregentin zu einer der prachtvollsten Herrscherfiguren der Geschichte machte? Legendär ist Maria Theresias angebliche eiserne Geldreserve unter ihrem Bett. Und dann noch die Erfolgsgeschichte des von ihr geschaffenen Maria Theresien Talers. Kaum eine Münze der Welt kann auf eine solche Popularität zurück blicken – insgesamt wurden von der Silbermünze fast 400 Millionen Stück geprägt, sie war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein Zahlungsmittel im arabischen Raum und auch in Afrika. Mussolini erwarb dazu die Druck-Lizenz. Im Kaiserreich Abessinien fungierte der Maria Theresien Taler über ein Jahrhundert lang als offizielle Landeswährung. Warum das alles? Regisseur Christian Papke klärt uns über die Geld-Tricks der Maria Theresia auf.

Season 2020

  • S2020E153 Habsburg und die Bundesländer: Niederösterreich und Oberösterreich

    • January 2, 2020
    • ORF III

    Österreichs Bundesländer waren einst Habsburgs Länder. Hier hatte das Herrscherhaus seine sicherste Machtbasis, von ging auch jene dynastische Kraft aus, die die Habsburger über Jahrhunderte überleben ließ. In dieser neuen vierteiligen Reihe erzählt ORFIII die Geschichte von Österreichs Ländern, eine Geschichte, die untrennbar mit dem Aufstieg, dem Höhenflug und dem Abgang der Habsburger verbunden ist. Den Anfang der Reihe machen Niederösterreich und Oberösterreich, die gemeinsam ein habsburgisches Lehen gebildet haben. In Niederösterreich begann und endete die Habsburg-Story: Mit dem Sieg bei Dürnkrut schaffte es einst Rudolf I. an die Spitze des Reiches. Und mit seiner Flucht nach Eckartsau machte Karl I. den Weg frei für die Gründung der Republik. Oberösterreich geriet sowohl im österreichischen Erbfolgekrieg als auch bei Napoleons Eroberungssturm zwischen die Fronten. (Text: ORF)

  • S2020E155 Habsburg und die Bundesländer: Steiermark

    • January 3, 2021
    • ORF III

    Das grüne Herz Österreichs – so vermarktet sich die Steiermark heute. Für das Haus Habsburg ist sie mehr das eiserne Herz und es pumpt weißes Gold durch die Adern ihres Reiches. Das Salz aus dem Ausseerland und das Eisen vom Erzberg spielen über die Jahrhunderte ihrer Herrschaft eine zentrale Rolle für die Habsburger. Sichere Einnahmequellen für eine Dynastie, die für Kriege und prunkvolle Hofhaltung immer mehr Geld ausgibt, als sie eigentlich hat. Das Herzogtum Steiermark ist aber auch aus ganz anderer Sicht ein Garant für das Überleben der Dynastie: Als Gen-Pool, denn ohne ihre steirische Linie wären die Habsburger schon vor Jahrhunderten ausgestorben. So aber sind es Herzöge der Steiermark, die die deutsche Kaiserkrone erringen und den Grundstein für ein Weltreich legen. Es waren Steirer, die Kriege anzettelten und Entscheidungen trafen, die noch heute unser Leben beeinflussen.

  • S2020E156 Habsburg und die Bundesländer: Tirol

    • January 4, 2020
    • ORF III

    Habsburgs Geschichte ist ohne Tirol kaum denkbar. Von Beginn an, seit es bei Österreich war, machten die Alpenpässe seine große strategische Bedeutung aus. Seit dem fünfzehnten Jahrhundert war Innsbruck Residenzstadt. Hier ließ Maximilian sein bombastisches Grabmal errichten. Hier verlor Maria Theresia ihren Gatten, der während einer Theateraufführung tot zusammen sackte. Und Tirol bekam als westlichstes Bollwerk den napoleonischen Ansturm voll ab. Der Korse verteilte Tirol an die Bayern, wogegen der Tiroler Volksaufstand unter Andreas Hofer losbrach. Die Österreicher ermunterten die Tiroler zu diesem Widerstand, ließen sie dann aber im Regen stehen, Hofer wurde in Mantua hingerichtet

  • S2020E158 Habsburgs verkaufte Töchter

    • January 7, 2020
    • ORF III

    Die habsburgische Heiratspolitik hatte viel im Sinn, nur eines bestimmt nicht: das Glück der Töchter, die verheiratet wurden. Zum ersten Mal betrachten Stefanie und Matthias Ninaus die dynastischen Verstrickungen der Habsburger aus dem Blickwinkel der verkuppelten und verkauften Töchter. Markantestes Beispiel ist sicher die folgenschwerste Liaison, die je auf solche Weise angebahnt wurde: jene von Marie Antoinette mit Ludwig XVI. von Frankreich, die auf dem Schafott endete. Aber auch bei anderen Ehen, etwa die von Marie Louise mit dem ehemaligen Erzfeind Napoleon, war es reiner Zufall, wenn sich Liebesglück einstellte.

  • S2020E159 Mythen der Geschichte: Wien – Stadt der Liebe

    • January 7, 2020
    • ORF III

    Wien zählte im 19. Jahrhundert zu den modernsten und größten Städten der Welt. Entsprechend fortschrittlich ging es hier auch in Liebesdingen zu. Der Spittelberg war verschrien für die dortige Prostitution. Auch an den Basteitoren boten käufliche Frauen ihre Dienste an. Der Wiener Kongress war überhaupt das Beste, was dem Wiener Liebesgeschäft passieren konnte. Legendär wurde auch die „Mutzenbacherin“, eine archetypische Darstellung der Wiener Dirne aus der Feder von Felix Salten. Stefan Wolner begibt sich in dieser ORF-III-Dokumentation auf die Spuren des erotischen Wien von anno dazumal.

  • S2020E160 Sisi – Allüren und Zwänge einer Kaiserin

    • January 21, 2020
    • ORF III

    Kaiserin Elisabeth wurde zur Ikone der Emanzipation verklärt – doch ihr lebenslanger Selbstverwirklichungstrip hatte einen handfesten finanziellen Hintergrund. Ohne die unerschöpfliche Kassa ihres kaiserlichen Gemahls hätte sie sich nichts von den Dingen leisten können, die sie ja dann doch nicht glücklich machten. Christian Papke beschreibt anhand Sisis Beispiel den „Lifestyle“ einer österreichischen Kaiserin: die Körperpflege, die Garderobe, der Freizeitsport und die Reisen. Der Ehefrau des österreichischen Monarchen fehlte es an nichts, so wie übrigens auch „Lebensfreundinnen“ und andere heimliche Liebschaften aus dem kaiserlichen Füllhorn reichlich bedacht wurden. Die ORF III Neuproduktion für Erbe Österreich zeigt, wie es sich lebte als Herrscherin am Hof

  • S2020E167 Wiener Parks (1) – Rund um die Ringstraße

    • March 3, 2020
    • ORF III

    Als Wien seine Ringstraße bekam, entstanden auch einige der schönsten Parks dieser Stadt. Der Stadtpark – ursprünglich als Ort der Ruhe gedacht – wurde rasch zur Amüsiermeile und zum Epizentrum der Walzerseligkeit. Der Rathauspark, auf dem sich heute Christkindlmarkt, Eistraum, Ostermarkt und Opernscreenings die Klinke in die Hand geben, war von Anfang an unentschlossen, was er sein wollte: grüner Park oder graue Repräsentationsfläche. Den Volksgarten schenkte Kaiser Franz, von Beruf und Passion Gärtner, seinen Wienerinnen und Wienern zum Flanieren, als die Stadtmauer noch stand. Doris Hochmayr portraitiert in diesem ersten Teil dieser zweiteiligen ORF III Neuproduktion die Parks der Ringstraße und zeigt neben der landschaftlichen Schönheit vor allem die gesellschaftliche Dimension dieser Grünflächen.

  • S2020E168 Wiener Parks (2) – Grüne Oasen am Rand der Stadt

    • March 10, 2020
    • ORF III

    Neben jenen Parks, die das alte Glacis ersetzten, gab es auch noch die Grünzonen am Rand der Stadt, die sich zum Teil noch länger der Beliebtheit bei der Bevölkerung erfreuten. Neben dem Prater, der ja bereits seit Joseph II. für alle Menschen offen war, schätzten die Wienerinnen und Wiener auch das Cottageviertel, die Beserlparks, den Schweizer Garten beim Arsenal und den Schwarzenbergpark. Der zweite Teil über die Wiener Parks zeigt das Werden dieser Grünflächen und ihre Bedeutung für die Menschen, die dort Zerstreuung und inneren Ausgleich gesucht haben.

  • S2020E172 Habsburg privat – Freizeitvergnügen einer Herrscherfamilie

    • April 4, 2020
    • ORF III

    Freizeit war ein rares Gut im Leben eines Habsburgerherrschers. Schon mit dem Wort selbst hätte damals niemand etwas anfangen können. Und doch brauchte jeder, der sich tagtäglich durch Audienzen, Arbeitsessen und Staatsbesuche quälte, einen Ausgleich, um nicht ganz in der öffentlichen Person aufzugehen. Von der Jagd über das Ausreiten bis zum Kartenspiel reichten die privaten Leidenschaften der Habsburger. Je moderner die Zeiten wurden, umso mehr bekannte man sich zu diesen Hobbys und umso mehr wurden sie auch Teil des eigenen öffentlichen Images. Christian Papke widmet sich in dieser ORF-III-Neuproduktion mehreren prominenten Habsburgern und ihren Outdoor- und Indoor-Passionen abseits der Hofetikette.

  • S2020E173 Geheimnisse der Wiener Innenstadt – Folge 1

    • April 21, 2020
    • ORF III

    Die Wiener Innenstadt war in ihrer jahrtausendealten Geschichte Schauplatz dunkler Ereignisse und mythenumwobener Personen. In diesem neuproduzierten Zweiteiler widmet sich ORF III Erbe Österreich den Geheimnissen des ersten Bezirks und erzählt die Geschichte dieses Ortes aus einer gänzlich neuen Perspektive. Von den mysteriösen Initiationsriten mittelalterlicher Studenten über die wahre Geschichte hinter dem Wiener Kaffee bis zur Goldküche von Maria Theresias Ehemann Franz Stephan.

  • S2020E174 Auf den Schienen des Doppeladlers: Von den Alpen an die Adria

    • May 5, 2020
    • ORF III

    Im Jahr 1900 wurde in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie ein riesiges Alpenbahn-Bauprogramm gestartet – die Transalpina. Das Ziel: Triest als wichtiger Marinestützpunkt der Donaumonarchie sollte rasch ins österreichische Bahnnetz integriert werden. Ein ambitioniertes Vorhaben, denn innerhalb kürzester Zeit mussten dafür fünf Alpenbahnen gebaut werden. Die Dokumentation von Gernot Stadler und Björn Kölz begibt sich auf die Spuren dieses Mammutprojektes. Neben Pola war auch Triest ein wichtiger Marinestützpunkt der Donaumonarchie, man nannte die Hafenstadt auch „Klein Wien am Meer“ – vieles in der Stadt erinnert heute noch an die Zeit, als Österreich am Meer lag. Der Film ist eine Reise entlang der historischen Bahnstrecken der ehemaligen Donaumonarchie und entführt den Zuseher zu den bedeutendsten Orten und in die entlegensten Winkel des einstigen Habsburgerreiches, die durch die Eisenbahn verbunden waren und sind.

  • S2020E175 DDSG – Habsburgs Wiener Flotte

    • May 12, 2020
    • ORF III

    An den Ufern des Wiener Donaukanals stand eins ein imposantes Gebäude, prachtvoll ausgestattet wie ein Palais: die Zentrale der Donau-Dampfschiff-Fahrtsgesellschaft (DDSG), einst eine der größten und mächtigsten Schifffahrtsgesellschaften der Welt. Die Routen der Wiener Liner führten über die Weltmeere, sogar bis ans Kap von Afrika. Das weltumspannende Liniennetz ist ebenso Geschichte wie der Prunkbau am Donaukanal – eine mittlerweile fast vergessene Geschichte einstiger österreichischer Größe. Jonathan Vaughan ist dem versunkenen Reich der DDSG auf den Grund gegangen.

  • S2020E176 Wachau – Reise entlang einer Kulturlandschaft

    • May 12, 2020
    • ORF III

    Der Zauber der Wachau ist seit Jahrhunderten ungebrochen. Unzählige Ausflügler kommen jede Saison per Schiff, per Bahn oder mit dem Auto hierher und genießen die Kulturlandschaft entlang der gewundenen Donau. Gestalter Martin Vogg erzählt die Geschichte dieser Region, zurück zu den Habsburgern und Kaiser Franz Josephs ersten Reisen hierher bis zur Entdeckung für den breiten Tourismus und die Wachauschifffahrt. Für das neue Selbstbild Österreichs nach dem Krieg war die idyllische Wachau mit ihren Weinhängen und Marillenplantagen ideal, wie sich an den romantischen Wachau-Filmen dieser Zeit wie „Mariandl“ oder „Hofrat Geiger“ zeigt.

  • S2020E177 Collio – Italiens Hügel der Genüsse

    • May 19, 2020
    • ORF III

    Collio, ein fruchtbares Weinbaugebiet im äußersten Nordosten von Friaul-Julisch Venetien, besticht durch seine hügelige Landschaft, reizende Dörfer und kulinarische Besonderheiten. Ein spezielles Mikroklima prägt die Region, die kulturell von Österreich, Italien und Slowenien beeinflusst ist. Der Wein dort ist erstklassig, würzig der Essig und Prosciutto.

  • S2020E178 Geheimnisse der Wiener Innenstadt – Folge 2

    • May 26, 2020
    • ORF III

    Die Wiener Innenstadt – ein Ort voller historischer Rätsel und Geheimnisse. Teil zwei der neuen ORF III Erbe Österreich Serie erzählt unter anderem, warum das Akademische Gymnasium gegenüber dem Eislaufverein, das älteste Gymnasium Wiens, nicht nur äußerlich wie eine Replik von Harry Potters Hogwarts School of Witchcraft and Wizardry aussieht, ferner wie die österreichische Freimaurer-Großloge zu ihrer Wiener Adresse kam und wie der Stock im Eisen Platz, einst das berühmteste Wiener Wahrzeichen, vom Stadtplan verschwinden konnte.

  • S2020E178 Geheimnisse der Wiener Innenstadt – Folge 2

    • May 26, 2020
    • ORF III

    Die Wiener Innenstadt – ein Ort voller historischer Rätsel und Geheimnisse. Teil Zwei erzählt unter anderem, warum das Akademische Gymnasium gegenüber dem Eislaufverein, das älteste Gymnasium Wiens, nicht nur äußerlich wie eine Replik von Harry Potters Hogwarts School of Witchcraft and Wizardry aussieht, ferner wie die österreichische Freimaurer-Großloge zu ihrer Wiener Adresse kam und wie der Stock im Eisen Platz, einst das berühmteste Wiener Wahrzeichen, vom Stadtplan verschwinden konnte.

  • S2020E179 Baden wie zu Kaisers Zeiten: Körperkult von anno dazumal – Folge 1

    • June 2, 2020
    • ORF III

    Mit Wiens Bädern begann im 19. Jahrhundert die Entdeckung des freien Körpers. Auch wenn die Menschen am Anfang der Bäderkultur ungefähr so bekleidet ins Wasser gingen, wie sie auch auf der Straße trugen, passten sich nach und nach das Körperbild und die Badekleidung an. In dem neu produzierten Zweiteiler zeigt ORF III, wie die Bäder in Wien und im Wiener Umland zu Spiegelbildern der Gesellschaft wurden und wie sich hier ein neues Körperverständnis entwickelte. In einer Schnitzler’schen Welt, in der Keuschheit und Zucht geheuchelt wurden, brauchte es eine Zeit, bis sich die Menschen zu ihren quasi nackten Körpern öffentlich bekennen wollten.

  • S2020E180 Geschichte um die Wiener Bäder

    • June 9, 2020
    • ORF III
  • S2020E181 Weiße Pferde, blaue Reben – In der Heimat der Lipizzaner und des Schilchers

    • June 9, 2020
    • ORF III

    Seit genau hundert Jahren ist das Gestüt Piber der Aufzuchtsort und die Heimat der weltberühmten Lipizzaner. Hier werden die weltberühmten Tiere für die „Spanische Hofreitschule“ in Wien gezüchtet, aufgezogen und trainiert. Der Film zeigt den Arbeitsalltag im Gestüt Piber im Jahresablauf. Von der Aufzucht der Fohlen über den Almsommer der Jungtiere, wo sie Trittsicherheit und Ausdauer erlangen, bis hin zum majestätischen Einsatz der Pferde in der „Spanischen Hofreitschule“ in Wien. Darüber hinaus bietet der Film einen Einblick in eine Region, die sich stark gewandelt hat – vom Kohlebergbau bis zur erlesenen Weingegend.

  • S2020E182 Die Wiener Ringstraße (1): Wie Wien zur Weltstadt wurde

    • June 16, 2020
    • ORF III

    Sie gehört zu den prachtvollsten Boulevards der Welt: die Wiener Ringstraße. Es war Kaiser Franz Joseph persönlich, der die neue Prunkallee 1865 in einem glamourösen Festakt eröffnete, obwohl die meisten Gebäude auf dem neuen Boulevard noch gar nicht standen. Der Bau des Rings war eines der größten städtebaulichen Projekte des 19. Jahrhunderts. 2,4 Millionen Quadratmeter wurden mit Gebäuden verbaut, 1,5 Millionen Quadratmeter hatten die Planer für Straßen, Plätze und Parkanlagen reserviert. Auch heute noch präsentiert sich die Ringstraße als eindrucksvolles Gesamtkunstwerk, in dem die imperiale Kultur des kaiserlichen Wiens und die großbürgerliche Repräsentations-Architektur der „Belle Epoque“ eine geglückte Liaision eingingen.

  • S2020E183 Venedigs Gärten und die Habsburger - Auf Sisis Spuren

    • June 23, 2020
    • ORF III

    Venedig, einst gefürchtete Seemacht und wichtigstes europäisches Handelszentrum, ging in Napoleons Freiheitskriegen unter und kam für knapp sieben Jahrzehnte zu Österreich. In dieser Zeit prägte die Habsburger Regentschaft die Stadt, nicht zuletzt die dortige Gartenkultur. In dem sogenannten Hundertwasser-Garten (der Giardino Eden, den Friedensreich Hundertwasser 1979 erwarb) spazierte einst Kaiserin Elisabeth und machte dort auch eigenhändig Zeichnungen. Sisi reiste mehrmals nach Venedig, meistens im Winter. Im jahrzehntelang geschlossenen Hundertwasser-Garten hat es bisher noch nie Dreharbeiten gegeben. Kurz nach den Aufnahmen für diesen Film zerstörte das Hochwasser vom November 2019 diesen Garten wieder.

  • S2020E184 Die Lagune von Venedig

    • June 23, 2020
    • ORF III

    Kaum ein Ort auf der Erde wird so überschüttet mit Fantasien, Sehnsüchten, Erwartungen und Begierden wie Venedig. Die Anziehungskraft des Archipels in der nördlichen Adria nährt sich aus seiner jahrhundertealten Geschichte von Macht, Luxus und Grandezza. Die meisten Besucher kommen, um die populären Kunstschätze zu sehen, um einmal den Canale Grande unter der Rialto-Brücke mit einer Gondel zu durchfahren, um einen Kaffee auf dem Markusplatz mit Musikbegleitung zu trinken, zu schauen und zu träumen. Die weltbekannte Lagune besitzt aber auch stille Nischen, in denen der Besucher doch noch manche Entdeckung machen kann. Auf der für ihre Glaskunst bekannten Insel Murano findet man nicht nur die seit Jahrhunderten produzierten Markenzeichen in Form von Lampen und Vasen, sondern auch eine der bedeutendsten Glasmanufakturen für zeitgenössische Kunst. Weiter nördlich liegt die Insel Burano, die eine ganz andere, eigene Welt bildet. Die Häuser – quietschbunt wie in der Karibik – verleihen der einstigen Fischerinsel ein fröhliches Flair. Die Farbekstase hat einen spannenden, fast kriminalistischen Hintergrund. Wer es gerne still und besinnlich mag, findet auf dem Burano benachbarten Eiland Torcello das ideale Ambiente. Im Schatten der Basilika Santa Maria Assunta liegt das Traditionsreiche Restaurant Locanda Cipriani. Hier herrscht eine Leidenschaft für die authentische venezianische Küche. Seit Dauergast Ernest Hemingway mit Gründer Giuseppe Cipriani die Nächte durchspeiste, liest sich das Gästebuch wie ein „Who’s who“ internationaler Berühmtheiten. Die Inseln der Lagune von Venedig verzaubern die Menschen, nicht nur weil sie vom gewöhnlichen Getriebe des Festlandes entrückt sind, sondern weil sie sich auch auf magische Weise der Gegenwart entzogen haben und in ihrer eigenen Epoche zu existieren scheinen. Sobald die Besucher ein Boot in die Lagune besteigen, entschwinden sie in eine andere Zeit.

  • S2020E186 Österreichische Wahrzeichen: Geschichten vom Würstelstand

    • September 30, 2020
    • ORF III

    Wenige Institutionen sind so typisch für Wien wie der Wiener Würstelstand. Erfunden in der Kaiserzeit als Einkommensquelle für Kriegsinvaliden, wurde der Würstelstand nach dem Krieg zum fixen Teil des Wiener Stadtbildes. Einige Stände der Innenstadt werden in Stadtführern wie Haubenküchen beschrieben. Legendär war in den sechziger Jahren die Werbe-Serie „Heiße am Samstag“ mit Otto Schenk. Zum Abschluss der ORF III-Serie über Wiener Wahrzeichen porträtiert Judith Doppler diese nicht mehr weg zu denkende Einrichtung.

  • S2020E187 Mein Belvedere - Prinz Eugen und sein Schloss

    • October 6, 2020
    • ORF III

    Der Canaletto-Blick, gesehen vom Oberen Belvedere aus, ist die wohl berühmteste Ansicht der Stadt, die über Jahrhunderte Künstler und Besucher fasziniert hat. In der als Sommerresidenz des Prinzen Eugen von dem Barockarchitekten Johann Lukas von Hildebrandt geplanten Schlossanlage „mit der schönen Aussicht“, die im Namen Belvedere steckt, spiegeln sich bis heute die übersteigerten Wohn- und Repräsentationsvorstellungen dieser Epoche. Wie kein anderes Wiener Palais steht das Belvedere für barocken Überschwang, Verschwendungslust und Selbstinszenierung. Regisseur Udo Maurer, der die Anlage umfassend mit der Drohne abgeflogen ist, hat sich auch erstmals filmisch der Entstehungsgeschichte dieses einzigartigen Wiener Schlosses gewidmet: Vom Heerlager vor Belgrad aus nahm sich Feldherr Prinz Eugen immer wieder die Zeit, an die Wiener Bauverantwortlichen zu schreiben, wie er sich die Details seines neuen schönen Baus vorstellte.

  • S2020E188 Aus dem Rahmen: Das Wien des Prinz Eugen

    • October 6, 2020
    • ORF III

    Aufgebäumt und wild entschlossen steht bis heute Prinz Eugen als Reiterdenkmal inmitten der Wiener Hofburg. Kaiser Franz Joseph eröffnete die überlebensgroße Skulptur 1865 anlässlich des 202. Geburgstages des erfolgreichen Feldherren. Mit Schloss Belvedere, Schloss Hof oder seinem Winterpalais schuf Prinz Eugen beeindruckende Orte barocker Repräsentation, in denen er seinem Hang zu Exotischem freien Lauf ließ. In dieser Folge von Aus dem Rahmen befasst sich Karl Hohenlohe mit einem Wien, dass ohne den großen Heerführer ganz anders ausgesehen hätte.

  • S2020E189 Mythen der Geschichte – Lebensraum: Schloss Belvedere

    • October 6, 2020
    • ORF III

    Das Wiener Palais Belvedere steht für barocken Überschwang und Selbstinszenierung. Prinz Eugen belohnte sich einst mit dem Bau des pompösen Schlosses für seinen Sieg über die Türken. Heute beheimatet das Wiener Belvedere die größte österreichische Kunstsammlung und ist ein bedeutendes Forschungs- und Kompetenzzentrum. Die Dokumentation erzählt die Geschichte des Belvedere und zeigt Interviews mit interessanten Persönlichkeiten. Beim Wiener Belvedere denken viele Österreicher zuerst an die Staatsvertragsunterzeichnung am 15. Mai 1955, dann an den Savoyer Prinz Eugen (1663–1736), der sie einst für immer von der Türkengefahr befreit hat. Nach dem Tod von Prinz Eugen von Savoyen erbt dessen Nichte Prinzessin Victoria das Belvedere. 1752 erwirbt Maria Theresia das Schloss. Mit der Übersiedlung der k.-u.-k.-Gemäldegalerie ins Obere Belvedere schafft sie eines der ersten öffentlich zugänglichen Museen der Welt. 1896 wird das Belvedere zur Residenz des Thronfolgers Franz Ferdinand und bleibt bis zu dessen Ermordung in Sarajevo 1914 von seiner Familie bewohnt. Am 2. Mai 1903 wird im Unteren Belvedere auf Initiative der Vereinigung Bildender Künstler Österreichs die „Moderne Galerie“ eröffnet. Die Dokumentation zeigt Interviews mit Menschen, für die das Schloss Belvedere Lebensraum und Arbeitsstätte ist und war, darunter die ehemalige Museumsdirektorin Agnes Husslein-Arco, der Kurator und Barock-Experte Georg Lechner sowie der Vize-Direktor, Kunsthistoriker und Klimt-Experte Alfred Weidinger.

  • S2020E190 Die Gloriette - Krone Schönbrunns

    • October 13, 2020
    • ORF III

    Wie eine Krone thront die Gloriette über der Schönbrunner Anlage. Was heute ein Anziehungspunkt für jausnende Touristen ist, war einst als weithin sichtbares Monument Habsburgischer Unbesiegbarkeit geplant und gebaut. Gleich zu Planungsbeginn meldete sich Kaiserin Maria Theresia, die für ihre Sparsamkeit bekannt war und sich gerne mit Bauangelegenheiten beschäftigte, mit einem richtungsweisenden Schreiben an den Architekten: „Es befindet sich zu Neugebau eine alte Galerie von steinernen Säulen und Gesimsen, welche nichts nutzet.“ Also verfügt die Kaiserin, „solche von dort abbrechen zu lassen und nacher Schönbrunn bringen zu lassen“. Also das alte Schloss Neugebäude musste dafür demoliert und recycelt und Tonnen an Zielen und Säulen auf den Schönbrunner Hügel befördert werden. Der rein zu Repräsentationszwecken geplante Prunkbau Gloriette erhielt bald einen zweiten, profaneren Zweck: Kaiser Franz Joseph ließ im Mittelteil sein Frühstückszimmer einrichten. Dafür wurden die drei mittleren Bögen der Gloriette noch im letzten Lebensjahr Maria Theresias verglast. Bis ins 19. Jahrhundert wurde der verglaste Innenraum als höfisches Speisezimmer benutzt. Im Wechselspiel zwischen historischem Bild- und Filmmaterial, opulenten Neuaufnahmen und Luftbildern, begleitet durch aufschlussreiche und anregende Schilderungen von Experten, taucht die Dokumentation ein in die bewegte Geschichte der Gloriette von ihrer Entstehung bis in die Gegenwart: eine Geschichte, die zugleich eine Geschichte Österreichs ist.

  • S2020E192 Habsburgs schwarze Stunden – so treten Kaiser ab

    • October 27, 2020
    • ORF III

    Der Name Habsburg ist von Tragödien umweht. Allein der kleine Saal in der Kapuzinergruft, in dem Franz Joseph, Elisabeth und Rudolf neben einander ruhen, enthält mehr Emotion, als man eigentlich fassen kann. Entsprechend aufgeladen waren alle Aufbahrungen und Begräbnisse dieser Familie. Florian Kröppel geht in dieser Erbe Österreich-Neuproduktion den prominentesten Todesfällen der Herrscherdynastie nach und zeigt ihre Bedeutung für den weiteren Lauf der Reichsgeschichte. In Zeiten, die von Seuchen, Kriegen und Selbstmordmoden geprägt waren, hatten die Menschen eine lakonischere Einstellung zum Tod. Und doch markierte das Ableben eines Herrschers oder eines Thronfolgers immer eine schwere Zäsur in dem zusehends fragileren monarchischen Herrschaftsgebilde.

  • S2020E193 Maria Theresias Vampirjäger – Habsburgs Kampf gegen den Aberglauben

    • November 10, 2020
    • ORF III

    Maria Theresia kämpfte an vielen Fronten, eine davon war der Aberglaube. Im Banat, das die Habsburger erst kürzlich den Türken abgetrotzt hatten, häuften sich die Berichte über blutleer gesaugte Menschen. Die ORF-III-Neuproduktion „Maria Theresias Vampirjäger“ beschäftigt sich mit der Seuche namens „Vampyrismus“, die es im 18. Jahrhundert sogar in medizinische Fachjournale schaffte. Gegen solchen Aberwitz schickte die Kaiserin ihren Leibarzt Gerard van Swieten los, der als eingefleischter Aufklärer die ganze Vampirwelt gnadenlos als Mythos entlarvte. Doch sogenannte „Kaffeehauszeitungen“ und Untergrundblätter verbreiteten den Spuk weiter, obwohl Maria Theresia sie alle verbieten ließ. Angeblich lancierte Preußens Friedrich II. bewusst Vampir-Gerüchte in Österreich, um seiner Wiener Erzgegnerin zu schaden. So überdauerte die Vampir-Legende eineinhalb Jahrhunderte, bevor sie unauslöschlich in die Weltliteratur einsickerte. Zunächst war der Vampirmythos – man höre und staune – sogar in der Steiermark verortet, wo auch der erste Stummfilm zu dem Thema entstand. Erst der irische Autor Bram Stoker verpflanzte 1897 mit seinem Welthit „Dracula“ die Vampire ins ferne Transsylvanien und machte aus den rot angelaufenen serbischen Bauern bleiche, elegante Aristokraten. Das Vorbild für seinen Vampirjäger Abraham van Helsing war Maria Theresias Gerard van Swieten.

  • S2020E194 Österreichs Adel unter sich – Von Hochzeiten und guten Partien

    • November 17, 2020
    • ORF III

    Den Adel gibt es ja formell in Österreich nicht mehr. Und doch leben noch die zahlreichen Nachfahren jener großen Familien, die einst dieses Land regiert, verwaltet und bewirtschaftet haben. Bis heute scheinen viele von ihnen in einem abgeschotteten Zirkel zu leben, in Palais und Schlössern, und vor allem mit ihresgleichen zu verkehren. Diese neue Erbe Österreich-Serie dringt erstmals umfassend vor in diese Familien und zeigt, was sie denken und wie sie leben. In der ersten Folge widmet sich Gestalter Gebhart Hölzl den Nachfahren der Kaiserin Sisi. Wie lebt es sich mit dieser historischen Vorgeschichte? Eine Reise durch Hochzeiten, runde Geburtstage, Jagden und großräumige Schlösser, die bisher ungeahnte Einsichten in diesen Teil der Gesellschaft bietet.

  • S2020E195 Österreichs Adel unter sich: Jagd und Zeitvertreib

    • November 24, 2020
    • ORF III

    Adel – das heißt heute noch zu leben nach den Werten längst vergangener Generationen. Man bleibt gern unter sich, erwartet wenig Verständnis von den Menschen draußen. Gebhard Hölzl hat für diese ORF-III-Neuproduktionsserie einzigartigen Zugang zu einigen zentralen Adelsfamilien in Österreich erhalten. In Folge zwei geht es um das Haus Esterházy, ohne das das heutige Burgenland nicht denkbar wäre. Doch auch hier heißt es: große Familien und große Vermögen bereiten gelegentlich auch große Sorgen. Zwischen der Familie Esterházy und der gleichnamigen Stiftung gibt es seit längerem erhebliche Spannungen, weil ein Gutteil der Besitzungen sich im Besitz der Stiftung befindet.

  • S2020E196 Herrengasse 6-8: Wiens erstes Hochhaus

    • November 24, 2020
    • ORF III

    Es war einst das höchste und modernste Gebäude Wiens: Noch heute überragt das Hochhaus in der Herrengasse mit seinen sechzehn Stöcken die nahe gelegene Hofburg. In den frühen dreißiger Jahren errichtet, verkörperte es den Schick dieser Zeit. Es sollte noch gut zwanzig Jahre und einen Weltkrieg lang dauern, bis Wien mit dem Ringturm sein zweites Hochhaus einweihen konnte. Im Haus in der Herrengasse tummelte sich eine illustre Mieterschar: Curd Jürgens, Theodor Csokor, Paula Wessely, Oskar Werner, Gusti Wolf und Christoph Waltz. Rudolf Klingohr, der diesen Film darüber produziert hat, konnte sich auch eine Zeitlang zu den Bewohnern dieses Hauses zählen. Eine Geschichte Wiens und seiner Gesellschaft durch das Brennglas eines Hauses, dessen Aura sich bis heute niemand, der dort vorbei geht, entziehen kann.

  • S2020E197 Habsburgs Traum vom Süden – eine Spurensuche in Slowenien

    • November 28, 2020
    • ORF III

    Habsburgs Spuren reichen weit in den Süden – vieles erinnert heute noch in Slowenien an die Dynastie, die diesen Raum über Jahrhunderte geprägt hat. Ob aus politischen, militärischen oder privaten Gründen – kaum ein Habsburger konnte sich dem Reiz des Südens entziehen. Der Film taucht ein in die monarchische Vergangenheit dieser Region und besucht unter anderem Schloss Auersperg bei Ljubljana, das die Habsburger als Bollwerk gegen das Osmanische Reich errichtet haben, ferner das auf Erzherzog Karl II, Franz von Innerösterreich zurückgehende Gestüt Lipica, dann das vom österreichischen Adel und dem Bistum Salzburg bis in 17. Jahrhundert geprägte Ptuj, das prunkvolle, vom steirischen Adelsgeschlecht der Attems geschaffene Barockschloss Štatenberg, sowie die in der Monarchie beliebten Kurorte wie zum Beispiel Lako, wo auch Kaiser Franz Josef badete. Aufnahmen von Naturdenkmälern wie dem Triglav Nationalpark, wo man heute noch Relikte der Isonzofront aus dem ersten Weltkrieg findet, oder der Höhlen von Postojna, die 1857 einen Bahnanschluss erhielt und so schon in der Monarchie zu einem beliebten Tourismusziel wurde, runden diesen Film über die vielfältige Kulturlandschaft Sloweniens und seiner intensiven Beziehungen zu Österreich ab.

  • S2020E199 Habsburgs letzte Geheimnisse – Die Schönbrunner Goldküche

    • December 1, 2020
    • ORF III

    Der Pavillon im Tiergarten Schönbrunn – eine gemütliche Jausenstation für zahllose Touristen. Doch verbirgt sein Fundament ein habsburgisches Geheimnis? Der Traum vom großen Geld begleitete die Habsburger quer durch ihre Geschichte. Lange träumten sie auch von Zauberei und Alchemie. Noch Maria Theresias Ehemann Franz Stephan glaubte an die chemische Herstellung von Gold. Als Ehemann der Regentin hatte er viel Zeit für solche Spielereien, die Amtsgeschäfte führte ja seine Frau. Einiges deutet darauf hin, dass im Keller des Habsburger Pavillon ein alchemistisches Labor zur Findung der Goldformel gestanden ist. R: Christian Papke (Text: ORF)

Season 2021

  • S2021E205 Habsburgs Ringstraßenbarone – Die Exoten von der Levante

    • January 4, 2021
    • ORF III

    Es gibt kaum ein glanzvolleres Kapitel in der Wiener Geschichte als jenes der Ringstraßenbarone: Familien mit unermesslichen Reichtümern kauften sich hier nahe der Krone ihren Platz an der Sonne. Ihre Palais zeugen bis heute von dem Selbstbewusstsein dieser Noblesse. Friedrich von Thun führt in diesem neuproduzierten Vierteiler von ORF III durch Geschichte dieser Familien, die das Gesicht der Stadt für immer verändert haben. Wo kamen sie her? Wie hatten sie ihren Reichtum erwirtschaftet? Und was machte sie für die Habsburger so attraktiv? In Folge eins geht es um die Exoten von der Levante-Küste: Ephrussi, Dumba und Baltazzi hatten dort, zum Beispiel als Getreide-Exporteure, große Vermögen angehäuft. In der Kaiserstadt Wien wollten sie ihr Geld in Einfluss und Macht ummünzen. Buch: Burkhard Stanzer (Text: ORF)

  • S2021E207 Habsburgs Ringstraßenbarone – Die böhmischen Magnaten

    • January 5, 2021
    • ORF III

    Habsburgs Ringstraßenbarone: sie kamen, zahlten und siegten. Habsburg war auf sie angewiesen – ohne ihr Geld und ihre Kunstsinnigkeit keine Ringstraße. Für die Familien, die sich hier einkauften, lohnte es sich mehrfach: Viele von ihnen wurden geadelt und nicht wenige vermehrten ihren Reichtum in den oft monopolistisch geregelten Märkten. Friedrich von Thun reist zurück in die Geschichte und an die Schauplätze, wo diese Karrieren begonnen haben. In Folge zwei geht es um die Prager Textil-Magnaten und um die Familien mit böhmischen oder mährischen Wurzeln wie Epstein, Przibram oder die Kohlen-Gutmanns – Familien, die den Staub ihrer Geschäfte abbeutelten, Banken gründeten und sich in feinem Zwirn in Wiens zweiter Gesellschaft tummelten. (Text: ORF)

  • S2021E208 Habsburgs Ringstraßenbarone – Die ungarischen Seidenhändler

    • January 6, 2021
    • ORF III

    Beziehungen waren alles für Geschäftsleute in der Monarchie. Das wusste auch Philipp Schey, ein Seidenhändler aus der westungarischen Kleinstadt Köszeg. Dass einer seiner Hauptkunden, Erzherzog Albrecht, dann Generalinspekteur der k.u.k.-Truppen werden sollte, wusste er damals noch nicht, ebensowenig, dass ihn Großaufträge für das Militär und seine Loyalität zu den Habsburgern in der Revolution von 1848 zum hochangesehenen Freiherrn und zum Besitzer eines der prominentesten Wiener Ringstraßenpalais machen sollte. Ähnlich die Geschichte des Garnproduzenten Hermann Todesco, dessen Wiener Salon letztlich erst Johann Strauß zum Walzerkönig werden ließ. Zwei jüdisch-ungarische Familiengeschichten, erzählt von Friedrich von Thun in Folge drei dieser neuproduzierten ORF III Serie.

  • S2021E209 Habsburgs Ringstraßenbarone – Altadel und Newcomer

    • January 7, 2021
    • ORF III

    Die Ringstraße war der Platz der Neureichen – alter Adel und altes Geld drehten sich meistens weg von dieser grellen Kulisse. Und doch gab es sie, die gesetzten Aristokraten, die sich hier niederließen: vom Habsburger Erzherzog Ludwig Viktor über die Württembergs bis zu den Coburgs, letztere kamen freilich noch, als die Stadtmauer stand. Und es war die Stunde der heimischen Geschäftsleute: Heinrich Drasche belieferte die Ringstraße exklusiv mit Ziegeln und wurde der Ziegelbaron dieser Ära. Im Verein mit ihm wurde der Architekt Theophil Hansen groß und schrieb sich mit seinen Bauten am Ring in die Ewigkeit ein. In der vierten und letzten Folge dieser ORF III Serie taucht Friedrich von Thun in dieses Milieu ein.

  • S2021E210 Wien zur Kaiserzeit – Bilder von damals

    • January 12, 2021
    • ORF III

    Man kennt sie, man liebt sie: Wiener Ecken wie die Mariahilferstraße, den Naschmarkt oder den Prater. Doch niemand weiß, wie sie früher ausgeschaut haben, diese Plätze um 1900: Frauen mit weiten Röcken und Männer mit Melone und Sonnenschirm bevölkern die Szene, Pferdedroschken sind das Verkehrsmittel der Wahl. Die Straßen erscheinen unendlich breit, die Menschen darauf vereinzelt und verloren. Wer den Blick schweifen lässt in die Außenbezirke, etwa zu den Gasometern, sieht ländlich wirkende Gegenden, die unendlich weit von der Stadt entfernt zu sein scheinen. Mit Computeranimation haucht er ihnen digital Leben ein und entführt uns in die Zeit der Jahrhundertwende – eine Zeit des städtebaulichen Wandels und des gesellschaftlichen Umbruchs.

  • S2021E211 Kitzbühel – der Aufstieg eines Kultortes

    • January 19, 2021
    • ORF III

    Kitzbühel war nicht immer in erster Linie ein Skisport-Ort. Die Geschichte der Gemeinde reicht tief in die österreichische Geschichte zurück – heuer feiert sie ihr 750-jähriges Bestehen. Der Aufstieg der Bergbaugemeinde zu ihrem historischen Höhenflug setzte zeitgleich zu jenem der Habsburgerdynastie an. Die Wege der beiden – Kitzbühel und Habsburg – sollten sich noch öfter kreuzen. Die große Zeit Tirols und Kitzbühels begann mit Kaiser Maximilian, nicht nur wegen seiner persönlichen Liebe zu den Bergen, sondern vor allem wegen der reichen Bodenschätze, mit denen die Casa d’Austria ihren Machtausbau in Europa finanzierte. Zwischen dem Ende des Bergbaus und dem Beginn des Skitourismus klafft eine zeitliche Lücke von über einem Jahrhundert – eine schwere Zeit für Kitzbühel, in der der Ort seine neue Bestimmung suchte. Der Maler Alfons Walde machte Kitzbühel mit seinen ikonischen Ansichten berühmt und stieß damit das Tor zur neuen Identität des Ortes aus.

  • S2021E214 Burgen und Schlösser in Österreich: Die Oststeiermark

    • February 23, 2021
    • ORF III

    Österreichs Schlösser versinnbildlichen die Pracht, die einst den großadeligen Lebensstil ausmachte. Dieser Dreiteiler führt entlang der Schlösserstraße von der Steiermark bis ins Burgenland und zeigt die beeindruckendsten Bauten und wie es sich für die Nachfahren darin lebt. Teil eins startet in der Oststeiermark. Hier befindet sich unter anderem Schloss Herberstein, das bereits seit 21 Generationen im Besitz des bedeutenden gleichnamigen europäischen Adelsgeschlechts ist und mit seiner prächtigen Gartenanlage und dem größten Tierpark der Steiermark längst zu einem steirischen Wahrzeichen geworden ist. Auch eines der herausragenden geistlichen Zentren der Steiermark befindet sich hier: Schloss Pöllau mit seiner Stiftskirche – dem sogenannten „Steirischen Petersdom“, heute durch und durch ein Haus der Bildung.

  • S2021E216 Burgen und Schlösser in Österreich: Das Südburgenland

    • March 9, 2021
    • ORF III

    Die Schlösser und Burgen Ostösterreichs: Heute sind sie steinerne Botschafter einer einst großen und bewegten Geschichte. Etwa der Burg Güssing und die Batthyánys, jenem bedeutenden ungarischen Adelsgeschlecht, das die Geschichte des Südburgenlandes und seiner Wehrbauten am entscheidendsten geprägt hat. Kaum eine andere Burg der Region zeugt optisch derart von ihrer ursprünglichen Bestimmung als Wehranlage wie Burg Schlaining. Burg Lockenhaus hält das mittelalterliche Flair aufrecht mit ritterlichen Spektakeln, die stets große Zuschauermengen anziehen. Einer, der sich in das Südburgenland verliebt hat, ist Professor Heinz Schinner aus Wien. Der erfolgreiche Versicherungsmakler hat 2008 Schloss Rotenturm in Rotenturm an der Pinka erworben und aus der völlig desaströsen Ruine mit einem gesunden Hang zum Perfektionismus ein wahres Schmuckstück gemacht – nicht zuletzt auch für seine Tochter und Enkeltochter. Und so ist das Schloss heute wieder das eindrucksvollste Beispiel historistischer Monumentalarchitektur in der burgenländischen Provinz. R: Alfred Ninaus, Fritz Aigner

  • S2021E218 Habsburg und die Gärten des Südens – Auf Sisis Spuren in Venedig

    • March 23, 2021
    • ORF III

    Venedig, einst gefürchtete Seemacht und wichtigstes europäisches Handelszentrum, ging in Napoleons Freiheitskriegen unter und kam für knapp sieben Jahrzehnte zu Österreich. In dieser Zeit prägte die Habsburger Regentschaft die Stadt, nicht zuletzt die dortige Gartenkultur. In dem sogenannten Hundertwasser-Garten (der Giardino Eden, den Friedensreich Hundertwasser 1979 erwarb) spazierte einst Kaiserin Elisabeth und machte dort auch eigenhändig Zeichnungen. Sisi reiste mehrmals nach Venedig, meistens im Winter. Im jahrzehntelang geschlossenen Hundertwasser-Garten hat es bisher noch nie Dreharbeiten gegeben. Kurz nach den Aufnahmen für diesen Film zerstörte das Hochwasser vom November 2019 diesen Garten wieder. In diesem neuen Zweiteiler, der mit völlig exklusiven Bildern glänzt, zeigt ORF III auch mit viel historischem Fotomaterial die einstige Pracht und die Ambitionen der Casa d’Austria in der vielleicht schönsten Stadt der Welt.

  • S2021E219 Habsburg und die Gärten des Südens – Auf Maximilians Spuren in Venedig

    • March 23, 2021
    • ORF III

    Venedig, die vielleicht schönste Stadt der Welt, war mehrere Jahrzehnte lang unter habsburgischer Herrschaft, und das österreichische Herrscherhaus konnte sich dem Charme dieses Ortes nicht entziehen. Aus privaten und aus öffentlichen Gründen reisten immer wieder prominente Mitglieder der Kaiserfamilie hierher. Vor allem die Gärten zogen sie in ihren Bann – so wie bis heute Millionen von Touristen. Erzherzog Maximilian, der spätere Maximilian von Mexiko, amtierte in Venedig von 1857 bis 1859 als Generalgouverneur, bevor er zu seinem mittelamerikanischen Abenteuer aufbrach, das ihn das Leben kostete. Regisseurin Burgl Czeitschner begibt sich auch in Folge zwei dieser Serie auf die habsburgischen Spuren in Venedig und erzählt die faszinierende Geschichte dieser Stadt aus der Perspektive der Casa d’Austria.

  • S2021E220 Wien und die Schwarze Madonna – Jesus, die Frauen und die Liebe

    • March 30, 2021
    • ORF III

    Das Geheimnis der „schwarzen Madonnen“ reicht bis nach Wien: in der Augustinerkirche, in der Ruprechtskirche am Schwedenplatz und auf dem Kahlenberg stehen drei Marien-Figuren, die mit dunkler Hautfarbe dargestellt sind. Ein ewiges Rätsel umgibt diese Statuen, und eine der gängigsten Erklärungen dafür lautet: diese Maria ist nicht die Muttergottes, es ist Maria Magdalena, jene Frau, die nach einem apokryphen Evangelium nicht nur wichtiger als die Apostel, sondern auch die Frau von Jesus gewesen sein soll. In der katholischen Männer-Kirche war für eine erotische Liebesbeziehung von Jesus nie ein Platz. Darum gehen kritische Bibelexperten davon aus, dass die Rolle der Maria Magdalena in der christlichen Überlieferung nach und nach geschrumpft worden ist. Doch ihr Mythos lebt weiter, auch in der „schwarzen Madonna“. Florian Kröppel geht den Wiener Spuren dieses Mythos auf den Grund.

  • S2021E221 Geheimnisse der Kirche: War Jesus verheiratet?

    • March 30, 2021
    • ORF III

    Seit Jahrtausenden gibt es Gerüchte, Jesus habe eine Ehefrau gehabt. Ein „Rabbi“, als der Jesus ja angeredet wurde, wäre das damals ganz normal gewesen. Die Tatsache, dass die Evangelien auf diese Frage nicht eingehen, hat immer wieder zwei Erklärungen gefunden: entweder Jesus ging wirklich asketisch durch das Leben, oder es war so selbstverständlich, dass er eine Frau hatte, dass man es nicht eigens erwähnen musste. Ein Manuskript aus der British Library scheint ein erster schriftlicher Beweis dafür zu sein, dass letzteres stimmen könnte. Sind die Fakten überprüfbar?

  • S2021E222 Geheimnisse der Kirche: Rätsel um Maria

    • March 30, 2021
    • ORF III

    Maria zählt zu den faszinierendsten Figuren der Heiligen Schrift, und entsprechend ranken sich viele Legenden und Mythen um sie. Die jungfräuliche Geburt, die menschliche Mutter von Gottes Sohn, eine Heilige, die aber nicht gottgleich war, die prominenteste Frau im Christentum. Der Renaissance-Künstler Michelangelo schuf mit seiner berühmten Pietà eine Ikone der Christenheit: die Jungfrau Maria mit ihrem gekreuzigten Sohn auf den Knien. Doch stecken geheime Botschaften über Maria in dem Kunstwerk? Verbotene Symbole, die so raffiniert angebracht waren, dass sie nicht einmal den Päpsten damals auffielen? Und lässt sich daraus Marias wahre Geschichte erzählen?

  • S2021E223 Rätselhafte Geschichte: Das dritte Geheimnis von Fátima

    • March 30, 2021
    • ORF III

    Im Jahr 1917 erschien den drei Hirtenkindern Lúcia, Jacinta und Francisco im Ort Fátima die Jungfrau Maria. Sie teilte ihnen drei Geheimnisse mit, die die Kinder niederschrieben. Veröffentlicht wurden sie erste lange Zeit später. 1927 soll Lúcia in einer Botschaft des Himmels die Erlaubnis zur Offenbarung der ersten beiden Geheimnisse erhalten haben. Doch ihr Seelsorger verbot ihr, die Niederschrift weiter zu geben, und sie musste sie wieder verbrennen 1941 schrieb Lúcia die Geheimnisse ein zweites Mal auf und übergab den Text dem Bischof von Leiria. Beide Geheimnisse gelangten im Jahr 1942 an die Öffentlichkeit. Doch warum blieb der dritte Text übermehrere Jahrzehnte in der Obhut des Vatikans?

  • S2021E224 Die Habsburger in Mariazell

    • April 6, 2021
    • ORF III

    Mariazell und Habsburg – eine langwährende historische Verbindung, die in dieser ORF-III-Neuproduktion erstmals in ihrem ganzen Glanz erzählt wird. Otto Habsburg konnte, da er Österreich ja damals nicht betreten durfte, nicht hier heiraten, feierte aber hier mit seiner Frau die Silberne und die Goldene Hochzeit. Karl Habsburg heiratete hier Francesca Thyssen-Bornemisza. Kaiser Franz Joseph war immer wieder hier, zuletzt reiste er mit der Mariazellerbahn an. Einst hatte Maria Theresia auf ihrer Hochzeitsreise hier Station gemacht. Die große Verehrung des Herrscherhauses für diesen zentralen heimischen Wallfahrtsort hatte schon in der Zeit der Gegenreformation begonnen und den Aufstieg der „Magna Mater Austriae“ zum Nationalheiligtum befördert.

  • S2021E225 Salzburg – Das Rom des Nordens

    • April 6, 2021
    • ORF III

    Salzburg war der Kirchenstaat jenseits der Alpen, bis es in den Napoleonischen Kriegen seine Selbständigkeit verlor und letztlich zu Österreich kam. Die Pracht des Salzburger Doms gibt heute noch einen Begriff von der Macht, die die Fürsterzbischöfe von hier aus über Jahrhunderte ausgeübt haben. Salzburg war im Mittelalter das geistige Zentrum für die christliche Missionierung, etwa von Kärnten. Die treibende Kraft hinter der kirchlichen Entfaltung Salzburgs im Mittelalter war der heilige Virgil, dem im Salzburger Dom auch ein Altar errichtet worden ist. Die Dokumentation erzählt die Salzburger Kirchengeschichte und zeigt die Stätten, an denen sie heute noch erlebbar ist.

  • S2021E226 Schloss Esterhazy – Spuren in Ungarn

    • April 6, 2021
    • ORF III

    An Esterhazy führte im früheren Westungarn kein Weg vorbei. Entsprechend prunkvoll sind die Hinterlassenschaften dieser Dynastie diesseits und jenseits der österreichisch-ungarischen Grenze. In dem fruchtbaren Flachland neben dem Neusiedler See befindet sich heute eines der größten Rokokoschlösser Ungarns. Anfang des 18. Jahrhunderts durch die Fürsten Esterhazy von einem kleinen Jagdschloss in eine prunkvolle Sommerresidenz umgebaut, bildet es heute in perfektem Zustand ein eindrucksvolles Beispiel für einen spätbarocken Repräsentationsbau. In seinen Konzertsälen musizierte über zwei Jahrzehnte Joseph Haydn, im Schlosspark befindet sich ein Pavillon, der anlässlich des Besuchs Maria Theresias errichtet worden ist und dessen Name „Bagatelle“ an die Antwort des Fürstens auf die Frage nach den Baukosten erinnert, und bis zum Ende des zweiten Weltkrieges diente es regelmäßig als Wohnsitz der Familie, bis 1945 durch Ungarn die Enteignung folgte.

  • S2021E227 Wiener Ecken – der Siegeszug der Werbung

    • April 13, 2021
    • ORF III

    Wiens Ecken und Plätze haben sich verändert im Lauf der Jahrzehnte. Einen maßgeblichen Anteil am Wandel des äußeren Erscheinungsbildes vieler Straßen hat das Plakat. Als diese Form der Werbung Anfang des 20. Jahrhunderts aufkam, bildeten sich einige Grätzel heraus, in denen das neue Medium prototypisch ausprobiert wurde, zum Beispiel die Wiedner Hauptstraße. In den frühen Wildwuchs kam nach und nach Ordnung – Litfaß-Säulen und Plakatwände domestizierten die davor frei hingeklebten Plakate. Michaela Rathbauer begibt sich in dieser Erbe Österreich Neuproduktion auf eine Zeitreise zurück in die jüngere Stadtgeschichte und erzählt von der Mutation des Straßenbildes durch die Werbung.

  • S2021E228 Wien und der Orientexpress – Die Kaiserin Elisabeth Westbahn

    • April 20, 2021
    • ORF III

    Die Eisenbahn katapultierte das späte Habsburgerreich ins Reisezeitalter. Bahnverbindungen wurden ausgebaut, Lücken im Streckennetz geschlossen, und auf einmal konnte man berauschend schnell überall hin auf dem Kontinent. In Wien lässt die zukünftige Luxusreisegesellschaft Wagons-Lits ihren ersten Schlafwagen in der Simmeringer Waggonfabrik bauen. Aus diesem Prototypen wächst der extravagante Orientexpress, der legendärste Zug, der jemals auf Schienen fahren wird. Er bringt internationales Flair und Prominenz in die Kaiserstadt. Eine der wichtigsten Strecken war die Kaiserin Elisabeth Westbahn. Dank ihr konnte man von Paris bis Istanbul durchfahren. Die Kaiserin selbst war zwar Namensgeberin, kam aber wegen Dissonanzen mit ihrem Mann nicht zu Eröffnung – nur einer von vielen Affronts ihres kaiserlichen Lebens, der der Attraktivität der neuen Bahnlinie aber keinen Abbruch tat. In der Folge fuhren die bedeutendsten Zeitgenossen über diese Strecke: Liebende, die ihre Ankunft kaum erwarten konnten, Flüchtende, die rasch das Weite suchten, Potentaten auf Staatsbesuch und Magnaten im Rausch der Gründerzeit, Stars und Sternchen der Kunst und der Gesellschaft. R: Wolfgang und Harald Scherz, Buch: Andreas und Carola Augustin

  • S2021E229 Wiener Milieus – Armut in der Kaiserstadt

    • April 27, 2021
    • ORF III

    Sie lebten am untersten Rand der Gesellschaft, und sie waren viele. Die ORF-III-Neuproduktion setzt sich erstmals umfassend mit den Bedürftigen der ausgehenden Kaiserzeit auseinander. Erst sehr spät erwachte das Gewissen der Gesellschaft für die Ärmsten der Stadt. Davor gab es keinerlei sozialen Netze. Es herrschte der Glaube vor, dass jeder seines Glückes Schmied sei. Wer durch Krankheit oder einen Unfall seiner Arbeit nicht mehr nachgehen konnte, den fing niemand auf. Viele Menschen lebten in den Kanälen und lebten von dem, was Wienfluss und Donau anschwemmten. Die Strottern sammelten das Fett, das die Gerbereien in den Fluss schütteten, und versuchten es zu Geld zu machen. Vor den Toren Wiens lebte das Proletariat in slum-artigen Hütten, völlig sich selbst überlassen. Erst das „rote Wien“ nahm sich dieser verarmten Massen an.

  • S2021E230 Der Wiener Prater – Lustgarten der kleinen Leute

    • April 27, 2021
    • ORF III

    Die Faszination des Praters ist ungebrochen, auch noch Jahrhunderte, nachdem er für das einfache Volk geöffnet worden ist. Archetypisch scheint er jedes Verlangen nach Freizeit und Unterhaltung zu befriedigen. Von Beginn an bot der Prater auch ein Sammelsurium an menschlichen Kuriositäten, ein Ort des Staunens: Rumpfkünstler und Riesenanzug, Themenpark und Zwergerl-Schuh. Jede Menge Künstler und Artisten tummelten sich hier, es war eine Heimat für Kuriositätenkabinette und Zirkusse aus aller Welt. Geblieben sind Requisiten, alte Aufnahmen und Plakate, sowie jede Menge Anekdoten, die vom Fantastischen und von großen Kinderaugen erzählen

  • S2021E231 Wo die Liebe stärker war – Habsburgs unerwünschte Liaisonen

    • May 4, 2021
    • ORF III

    Die Heiratspolitik hatte Habsburg einst groß gemacht, aber sie erwies sich auch als Klotz am Bein, als die Zeiten moderner wurden. Die Vorstellung, dass jemand nicht Hoffähiger einst auf dem österreichischen Thron sitzen könnte, ängstigte das Kaiserhaus mehr als alle tatsächlichen Herausforderungen des zu Ende gehenden monarchischen Zeitalters. Entsprechend rigoros ahndete es der Kaiser, wenn jemand aus seiner Familie das private Glück der Bürde seiner Erwähltheit vorzog. Erzherzog Johann, der sich mit der Postmeisterstochter Anna Plochl vermählte, und ebenso Erzherzog Franz Ferdinand, der die Gräfin Sophie Chotek zur Frau nahm, mussten beide für ihre Nachkommen auf die Thronfolge verzichten. Auch andere unerwünschte Liebschaften durchzogen die habsburgische Familiengeschichte.

  • S2021E232 Habsburgs Ende – Die Thronfolger, die keine waren

    • May 4, 2021
    • ORF III

    Habsburgs Ende kam nicht von heute auf morgen. Der Abstieg der Dynastie war ein langer, von Niederlagen begleiteter Prozess. Die gewaltsamen Tode der zwei Thronfolger in den Jahren 1889 und 1914 waren dafür bedrohliche Menetekel – zwei Thronfolger, die letztlich keine wurden: Kronprinz Rudolf und Erzherzog Franz Ferdinand. Beide verfolgten ganz unterschiedliche Konzepte als der greise Franz Joseph. Beide hätten, jeder auf seine Weise, eine andere Monarchie gebaut, eine, die sich vermutlich nicht in den Abgrund des Ersten Weltkriegs gestürzt hätte. Moderator Friedrich von Thun fragt sich, wie die Welt aussehen würde, wenn es die Kugeln von Mayerling und von Sarajevo nicht gegeben hätte.

  • S2021E233 Die Reisen der Habsburger: Elisabeth (1)

    • May 11, 2021
    • ORF III

    „Die Habsburger waren unter den ersten gekrönten Häuptern, die das Reisefieber erfasste. Die aufwendige fünfteilige ORF-III-Neuproduktion folgt den prominentesten Familienmitgliedern auf ihren oft extravaganten Touren zu den exotischsten Destinationen ihrer Zeit. In den ersten beiden Teilen geht es um Kaiserin Elisabeth, die zur größten Reisenden ihrer Zeit wurde. Mit einer Reisekasse, die ihr kaiserlicher Ehemann stets prall gefüllt hielt, bereiste sie in Begleitung ihres Hofstaats den Kontinent. Dabei besuchte sie Metropolen und hob Kurorte aus der Taufe. Vierzig Tonnen Reisegepäck, inklusive ihrer Reitpferde, kamen da schon mal auf die Achsen des luxuriösen Hofzuges. Im Troß Hofdamen, Privatsekretäre, Obersthofmeister, Diener, Köche, Friseuse, Masseuse, Kammerzofen, Reitlehrer und Stallburschen. Reenactments und nachkolorierte Ansichten illustrieren – und Experten analysieren – die Fakten und die Psychologie hinter den Reisen der kaiserlichen Gesellschaft.

  • S2021E234 Abenteuer Adria – Inseln, Schätze und Piraten

    • May 11, 2021
    • ORF III

    Die Adria – heute eine friedliche und begehrte Urlaubsdestination. Doch dem war nicht immer so: Jahrhunderte lang machten hier Piraten die Seefahrtsrouten und die Küsten unsicher. Idyllische Buchten waren ihre Rückzugsgebiete, auf hoher See im Mittelmeer enterten und plünderten sie Schiffe. Um sie zu bekämpfen, schickten die europäischen Regierungen Korsaren aus. Die Grenze, wer auf der Seite des Gesetzes stand und wer nicht, war gelegentlich sehr durchlässig. Rudolf Klingohr hat die einstigen Schauplätze des Piratenunwesens besucht und führt durch die überaus bewegte Geschichte der Adria und des mediterranen Raums. Vieles, was sich hier abgespielt hat, würde dem „Fluch der Karibik“ zur Ehre gereichen.

  • S2021E235 Die Reisen der Habsburger: Elisabeth (2)

    • May 18, 2021
    • ORF III

    Kaiserin Elisabeth war die wohl erste monarchische Globetrotterin. Sie fuhr nach Irland zum Reiten – nicht ohne ihre eigenen Pferde mitzubringen, nach Korfu, wo sie sich das Achilleion baute, und mit der kaiserlichen Yacht kreuz und quer durchs Mittelmeer. Sie lebte abgeschirmt von Paparazzi an der Riviera in Cap Martin und wurde einer der ersten Gäste des eleganten Hotel Reid’s auf Madeira. Präzise waren ihre oft monatelangen Reisen geplant und fotografisch dokumentiert. Geld spielte keine Rolle. Wo sie war, tat sie, was sie wollte. Oft war ein Glas Milch ihre größte Freude, aber genauso auch ein Kleid von Charles F. Worth in Paris, dem Erfinder der Haute Couture. Bei Kairo bestieg sie die Pyramiden von Gizeh. Inkognito lief sie durch die Bazare von Algiers. Eine Englandreise schlug mit umgerechnet fast eineinhalb Millionen Euro zu Buche. Es sollte nicht ihr teuerster Trip bleiben. Schauspielszenen und herrliche Bilder von den damaligen Reisezielen der Kaiserin geben in dieser ORF-III-Neuproduktion, Teil zwei des Fünfteilers, einen Begriff von Elisabeths lebenslanger Reiselust.

  • S2021E236 Die Reisen der Habsburger: Kaiser Franz Joseph

    • May 25, 2021
    • ORF III

    Über zweihundert Reisen brachten Kaiser Franz Joseph in seinem langen Leben weit über die Grenzen seines Reiches hinaus. Vom Treffen mit dem deutschen Kaiser im neuerblühten Seebad Abazzia nach Paris zur Weltausstellung oder nach Ägypten zur Eröffnung des Suezkanals inklusive traumatischem Hochseeerlebnis reichen die Destinationen. Die Autoren Andreas und Carola Augustin haben für diese ORF-III-Neuproduktion die Reisen des Kaisers aufwendig recherchiert, Gestalterin Isabel Gebhart hat die Szenen authentisch rekonstruiert. Die Briefe des Kaisers an seine Frau geben ein sehr privates Zeugnis von seiner Unternehmungslust. Nur für sie machte der pflichtversessene Asket eine Ausnahme und reiste ihr zum gemeinsamen jährlichen Urlaub in die diversen Kurbäder und bis an die Côte d’Azur nach. Dort betrat Franz Joseph übrigens das erste Mal in seinem Leben ein Spielkasino – mit überraschendem Ausgang: neugierige Menschentrauben umstellten den Monarchen, der daher nicht zum Spielen kam und rasch den Rückzug antrat. Dafür entschädigten ihn die gemeinsamen Spaziergänge und „déjeuners“ mit der Kaiserin. Ungern an Bord der kaiserlichen Yacht, da der Kaiser sehr leicht seekrank wurde

  • S2021E237 Habsburgs Fuhrpark

    • May 25, 2021
    • ORF III

    Ob zur Zeiten Maria-Theresias oder Kaiser Franz Josefs: Die Habsburger fuhren elegant mit Galawägen und Landauer durch die Straßen Wiens. Von imposanten Krönungskutschen über Schlitten bis zu goldenen Kinderwägen, der Fuhrpark der Habsburger hatte daher für jeden Anlass und jeden Passagier das richtige Gefährt. Lange Zeit galt ein imposanter Fuhrpark als Statussymbol. Doch trotz ihrer aufwendigen Gestaltung waren die Reisen in den Kutschen langwierig und unbequem. Gegen Ende der Monarchie bestand der kaiserliche Fuhrpark aus über 600 Fahrzeugen. Ein Teil davon steht heute in der Wagenburg bei Schloss Schönbrunn und gibt Einblick in das Leben und Reisen der Habsburger.

  • S2021E238 Die Reisen der Habsburger: Kronprinz Rudolf

    • June 1, 2021
    • ORF III

    Wie seine Mutter Kaiserin Elisabeth verfiel auch Kronprinz Rudolf der Reiselust seiner Epoche. Passé waren mühsame Kutschenfahrten – die Zukunft gehörte der Eisenbahn und dem Dampfschiff. Ziele, die bis dahin außer Reichweite gewesen waren, rückten mit einem Mal verführerisch nahe. Ausgestattet mit einer üppigen Reisekassa fuhr Rudolf durch die Welt, von England bis Abazzia, von Ungarn bis in den Orient. Wo sich die Routen mit denen seiner Mutter kreuzten, blieb der Kontakt kurz und oberflächlich. Doch Rudolf war kein Bonvivant, der um der Dekadenz willen die exklusivsten Destinationen ansteuerte. Ihn trieb auch ein großer Bildungshunger und die Suche nach Verbündeten bei seinem Bestreben, die in seinen Augen verkommene Monarchie zu retten. Im vierten Teil dieser ORF-III-Neuproduktionsreihe zeigen die Autoren Andreas und Carola Augustin sowie Regisseur Stefan Gavac den Thronfolger aus der Perspektive des interessierten Globetrotters

  • S2021E239 Die Reisen der Habsburger: Franz Ferdinand

    • June 8, 2021
    • ORF III

    Es gab in der ganzen ausgehenden Monarchie kein exaltierteres Unterfangen als die Weltreise des späteren Thronfolgers Franz Ferdinand. Auf dem modernsten Schiff der k.u.k. Kriegsmarine, der SMS Kaiserin Elisabeth, bereiste er ab 1892 buchstäblich die ganze Welt: Indien, Indonesien, Australien, Japan, Kanada und Nordamerika. Einerseits sollte damit seiner latenten Lungentuberkulose durch die Seeluft der südlichen Hemisphäre vorgebeugt werden, andererseits war es als Vorbereitung für das höchste Amt im Staate die ideale Bildungsreise. Von der Weltreise brachte er nicht nur ausführliche Tagebuchaufzeichnungen heim, sondern auch tausende Sammelobjekte. Natürlich hatte ihn auch seine Jagdlust überall hinbegleitet. Franz Ferdinand schoss nicht nur an Land, sondern auch auf See auf alles, was lief, kroch, flog oder aus dem Wasser sprang. Gegen einen indischen Maharadscha gewann der Meisterschütze sogar ein Wettschießen. Wunderschön nachkolorierte Aufnahmen seiner Destinationen und Spielszenen zeigen diese Reise in ihrer ganzen Plastizität

  • S2021E242 Auf in den Süden – die Eroberung des Semmerings

    • September 14, 2021
    • ORF III

    Der Semmering war ein verschlafener Geheimtipp, bevor die Wiener Gesellschaft ihn für sich als Erholungsgebiet zu entdecken begann. Mit einem kolossalen logistischen Aufwand begannen die Eroberung und die Erschließung dieser voralpinen Region zu einem der mondänsten und edelsten Kurorten der Habsburgermonarchie. Die ORF III Erbe Österreich Neuproduktion präsentiert die damaligen Macher hinter dem rasanten Aufstieg dieser Gegend und zeigt, welche Berserkerarbeit hinter diesem Aufschwung bei den damaligen technischen Möglichkeiten gesteckt hat. Carl Ritter von Ghega plante durch Fels und Tal den Bahnanschluss – eine unverrückbare Voraussetzung für das Gedeihen des Projektes Semmering – und konnte die neue Strecke im Mai 1854 an der Seite des jungen Kaiser Franz Joseph eröffnen.

  • S2021E243 Die Habsburg-Connection – Das geheimnisvolle Königshaus bei Wiener Neustadt

    • September 14, 2021
    • ORF III

    Das Netzwerk der Habsburger reichte weit, auch tief in die Herrscherfamilien an sich verfeindeter Länder hinein. Die „Habsburg Connection“ hinterließ ihre Spuren im Süden von Wien, im Raum Wiener Neustadt. Denn hier in Frohsdorf residierten abgeschirmt von der damaligen Öffentlichkeit die Angehörigen von französischen Exil-Königen, etwa der Thronprätendent Henri d’Artois, der in diesem Schloss zum neuen französischen König erzogen wurde, eine geplante Karriere, die dann allerdings der Lauf der Geschichte vereitelte. In Schwarzau lebte ein weiterer Bourbonen-Spross, Zita von Bourbon-Parma, die hier 1911 ihre Hochzeit mit Kaiser Karl I. feierte und so zur letzten Kaiserin des Habsburgerreiches wurde.

  • S2021E245 Weinstadt Wien

    • September 28, 2021
    • ORF III

    Wien und der Wein – viele meinen ja, dass sich diese beiden Namen nicht zufällig so ähnlich sehen, besteht zwischen der Stadt und dem Getränk doch eine besonders innige Beziehung. Dabei war Wien über lange Zeit nicht nur ein Konsument des Rebensaftes, sondern auch einer der größten Produzenten. Städtische Weingüter wie etwa am Cobenzl sind nur letzte Reste der einstigen önologischen Größe der Kaiserstadt. Da Wasser, das meistens verseucht war, als Getränk ausschied, tranken Erwachsene gegen den Durst nur Wein oder Bier. Entsprechend hoch war der Konsum, und so war auch die Logistik ausgelegt: Riesige Weinkeller zogen sich durch den Bauch von Wien. Bis heute ist in der Innenstadt das weltgrößte Weinfass zu bestaunen. Regisseur Stefan Gavac und die Autoren Andreas und Carola Augustin haben sich die gigantische Wein-Dimension des historischen Wien in dieser ORF III Erbe Österreich-Neuproduktion genauer angesehen.

  • S2021E246 Drei Frauen für Habsburg – Innenansichten einer Herrscherfamilie

    • October 5, 2021
    • ORF III

    Diese Erbe-Österreich-Neuproduktion lässt drei Frauen zu Wort kommen, die einen unvergleichlichen Einblick in das Leben der Habsburger zulassen: die engste Dienerin von Kaiserin Maria Theresia, Carolina Gräfin Fuchs-Mollard, die Freundin von Kaiser Franz Joseph, Katharina Schratt. und die Tochter von Kronprinz Rudolf, Erzherzogin Elisabeth, die ihren Weg zur Frauenrechtskämpferin fand und als „rote Erzsi“ in die Geschichte einging. Die Schauspielerinnen Petra Morzé, Stephanie Schmiderer und Gigga Neunteufel schlüpfen in die drei historischen Rollen und stellen die Damen zu markanten Zeitpunkten ihres Lebens vor: am Tag der Geburt von Joseph II., nach der Ermordung der Kaiserin Elisabeth und am Tag der Gründung der Ersten Republik. Alle drei Biographien bieten Schlüssellochperspektiven in den ganz persönlichen Lebensbereich der Herrscherfamilie.

  • S2021E252 Dusche, Wanne, Klo – Wie die Sauberkeit Wien eroberte

    • November 16, 2021
    • ORF III

  • S2021E253 Die Wiener Müllabfuhr – Wie alles begann

    • November 16, 2021
    • ORF III

  • S2021E254 Tramway, Droschke, Kiste - Die Geburt der Wiener Verkehrsmittel

    • November 23, 2021
    • ORF III

    Die Geburtsstunde der Wiener Verkehrsmittel: erst die Stadtbahn, die Straßenbahn und die aufkommenden Automobile machten Wien zur modernen Großstadt der Jahrhundertwende. In dieser ORF III-Erbe Österreich-Neuproduktion erzählt Gestalter Norman Vaughan von den Geburtswehen dieser Massentransportmittel. Die Straßenbahn war zu Beginn kein durchgehendes Netz, sondern bestand aus einzelnen Linien, die privaten Investoren gehörten und vor allem dort verliefen, wo der Betrieb lukrativ war, also primär entlang der bürgerlichen Vergnügungsmeilen. Arbeiterbezirke hingegen waren unterversorgt. Autos waren am Anfang noch ein Kuriosum, um das sich Menschentrauben bildeten. Ihr Verbrennungsmotor stank bestialisch. Radfahrer neigten schon damals dazu, sich ihr Recht zu nehmen. Konflikte zwischen den unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern waren vorprogrammiert.

  • S2021E255 Wiener Bürgermeister – Cajetan Felder – Der Mann am Ring

    • November 23, 2021
    • ORF III

    Vieles, was das moderne Wien ausmachte, entstand in der Amtszeit des Wiener Bürgermeisters Cajetan Felder: die erste Hochquellleitung, das neue Rathaus an der Ringstraße, die Regulierung der Donau und die Gründung des Zentralfriedhofs. Der Liberale Felder zeichnete für all diese bahnbrechenden Neuerungen verantwortlich, ohne die Wien niemals zu einer der lebenswertesten Städte der Welt aufgestiegen wäre. Die Widerstände, gegen die er sich durchsetzen musste, waren bei all diesen Vorhaben gigantisch. Felders Verdienste um die Stadt Wien verloren sich zu seinen Lebzeiten im politischen Hickhack der politischen Fraktionen. Bei der Eröffnung des neuen Rathauses fiel nicht einmal sein Name. Erst spätere Generationen konnten sein Wirken für die Stadt treffend einordnen.

  • S2021E256 Die Wiener Straßenbahnen - Eine Reise zu den Anfängen

    • November 23, 2021
    • ORF III

    Im Jahr 2027 soll Wien die Grenze von Zwei-Millionen-Einwohnern überschreiten. Dem öffentlichen Verkehr wird dabei eine gewichtige Rolle bei der Bewältigung des täglichen Transports zukommen. Dabei sah sich die Stadt schon vor über hundert Jahren einmal mit ähnlichen Einwohnerzahlen konfrontiert. 1910 lebten in der Residenzstadt Wien rund 2,1 Millionen Menschen. Im Verkehrsmuseum erfährt Karl Hohenlohe wie es die Stadtverwaltung damals mit gewagten Projekten schaffte, dieser Herkulesaufgabe Herr zu werden.

  • S2021E258 Österreichs Adel unter sich – Neuer Glanz in alten Mauern

    • November 30, 2021
    • ORF III

    Einmal Schlossbesitzer sein – davon träumen viele. Leisten können sich das wenige. Österreichs Adel kann. Nur, wer das entsprechende finanzielle Hinterland hat, kann für die oft immensen Instandhaltungskosten geradestehen. Zum Auftakt dieser neuen Staffel aus der Erbe Österreich Serie „Österreichs Adel unter sich“ zeigt Gestalter Gebhart Hölzl, wie sich die heimische Noblesse so bettet. Etwa in Schloss Glopper, einer beliebten Eventlocation für adelige Anlässe. Wer will, kann sogar mit dem Hubschrauber anreisen und wird vom rund zwei Kilometer entfernten Flugplatz mit der Limousine abgeholt. Die Erhaltungskosten für das Anwesen belaufen sich jährlich auf den Gegenwert eines gehobenen Mittelklassewagens. Ein perfektes feudales Umfeld bietet auch der Palast zu Hohenems. Seit Generationen kümmern sich die Eigentümer, die Familie Waldburg-Zeil, um den Erhalt des Anwesens. Franz Clemens legt dabei wert darauf, dass der historische Charme des Gemäuers erhalten bleibt. Eine Reise durch Familiensitze, die bis heute die ganze Pracht ihrer Geschichte erleben lassen.

  • S2021E259 Süße alte Zeit – Habsburgs Konfekt und Konfiserie

    • December 7, 2021
    • ORF III

    Manner, Heller, Aida, Demel, Pischinger – viele der Namen, die wir heute noch mit süßem Vergnügen assoziieren, haben ihre Anfänge in der ausgehenden Monarchie. Auch wenn die letzten sieben Jahrzehnte ein bekennender Asket auf dem Habsburger Thron saß, für den der Schratt’sche Gugelhupf das höchste aller Gefühle war, gehörte die zuckerhaltige Nachspeise schon dank der böhmischen Wurzeln der Wiener Küche zum Hofstaat dazu. Entsprechend hoch entwickelt und beliebt waren viele dieser Produkte. Viele Firmen wurden von dem Pioniergeist der Jahrhundertwende mitgerissen und setzten zu hochfliegenden Erfolgsgeschichten an, die zum Teil bis heute andauern. Zucker wurde damals noch in kleinen, oft mit Schloss versehenen Dosen aufbewahrt, weil er so kostbar war. Von der Zuckerskepsis unserer Tage ahnte damals noch niemand etwas, und so konnte man sich dem Genuss ohne jedes schlechte Gewissen hingeben.

  • S2021E260 Weihnachten im Kaiserhaus

    • December 14, 2021
    • ORF III

    Weihnachten war immer schon das Fest der Familie – natürlich auch für die Habsburger. Was das hieß, wenn der Vater als Kaiser seine bürokratischen Vierzehn-Stunden-Tage absolvierte, mit dem Sohn kaum redete, während die Mutter gerne das Weite suchte, zeigt diese Erbe-Österreich-Neuproduktion von Jasmin Baumgartner. Denn natürlich versuchten auch Franz Joseph und die Seinen, die Besinnlichkeit dieses Festes spürbar zu machen und auch nach außen hin den Anschein der glücklichen, intakten und tief katholischen Herrscherfamilie zu wahren. Vom Ablauf über den Speiseplan bis zu den Geschenken war alles minutiös vom Hofstaat vorbereitet. Die Dokumentation zeigt das Weihnachtsfest aus der Perspektive der kaiserlichen Familie und gibt damit einen einzigartigen Einblick in das Privatleben von Franz Joseph, Elisabeth, Rudolf und vielen anderen Mitgliedern.

  • S2021E264 Habsburgs heimliche Herrscherinnen – Auf den Thronen der Welt

    • December 29, 2021
    • ORF III

    Nicht nur im eigenen Land, auch auf fremden Thronen zogen Habsburgs Frauen die Fäden. Die habsburgische Heiratspolitik katapultierte die Töchter der Dynastie in die ganze Welt. Dort wussten sie durchwegs, etwas aus ihrer Funktion zu machen, wie Friedrich von Thun in der vierten und letzten Folge dieser neuen Erbe-Österreich-Produktion erzählt. Maria Theresias Tochter Marie Antoinette galt als Königin als politisch unbeflecktes Party-Girl. Nach ihrer Verhaftung durch die Revolutionäre hingegen dachte sie strategisch und verriet die französischen Aufmarschpläne nach Wien. Weil das aufflog, wurde sie hingerichtet. Marie Louise sollte als habsburgisches Faustpfand Napoleon befrieden und eine europäische Superdynastie aus Habsburg und Frankreich begründen. Der Plan scheiterte nur am Ende Napoleons. Maria Theresias zehnte Tochter hingegen, Maria Karolina, kämpfte von Italien aus verbissen gegen das napoleonische Regime und erwarb sich so den Ruf, „die gefährlichste Frau Europas“ zu sein.

Season 2022

  • S2022E265 Joseph II. – Kaiser und Rebell

    • January 7, 2022

    Aus der Riege sämtlicher Habsburger Kaiser ragt ein Name wie ein Atoll hervor: Joseph II. Keiner vor oder nach ihm war so besessen davon, sein Reich völlig umzukrempeln, und kein anderer machte sich damit so viele Feinde. Auch privat gibt dieser Kaiser Rätsel auf: seine vielen Incognito-Auftritte, sein zweifaches Ehe-Unglück, die Prostituierten, das häufige Allein-Sein

  • S2022E267 Habsburgs Allüren – Was die Öffentlichkeit nicht erfahren sollte

    • January 25, 2022

    Habsburgs Wirken hat nicht nur rühmliche Seiten – nicht selten galt es, für Mitglieder der Familie zu intervenieren oder Berichte zu unterdrücken, damit manches nicht an die Öffentlichkeit gelangte. Immer wieder erlagen Angehörige der Herrscherfamilie den Verlockungen des Reichtums und der Privilegien, die sie genossen. Doch mit einer kritischeren Presse und einer zusehends demokratischer tickenden Bevölkerung wurde es für das Kaiserhaus immer schwerer, den Anschein der makellosen, von Gott erwählten Familie aufrecht zu erhalten. Freizügige Sexualität samt Geschlechtskrankheiten, Trunksucht, Unbeherrschtheit und Prasserei schlichen sich ein und schadeten dem Ansehen der Monarchie. Kaiser Franz Joseph selbst, ein geborener Asket, hatte nie ein Verständnis für derartige Ausschweifungen und griff immer wieder mit harter Hand durch.

  • S2022E270 Wiens verborgene Palais (2)

    • February 8, 2022

    Hinter der schlichten Fassade des Palais Lamberg in der Wiener Wallnerstraße scheint sich bis heute das Geheimnis von Maria Theresias Ehemann zu verbergen. Im Schatten der Hofburg baute sich Franz Stefan von Lothringen an dieser Adresse sein Geschäftsimperium auf, während er seiner Frau die Regierungsarbeit überließ. Karl Hohenlohe führt uns in Folge zwei des neuen ORF III Dreiteilers in dieses verborgene Palais. Auch ins Palais Starhemberg, den Sitz des heutigen Unterrichtsministeriums, führt ihn sein Weg in dieser Sendung: Hier wohnte der legendäre Rüdiger Graf Starhemberg während der zweiten Belagerung Wiens durch die Osmanen. Außerdem geht es ins Stadtpalais des Prinzen Eugen, heute Sitz des Finanzministeriums.

  • S2022E271 Wiener Bürgermeister: Jakob Reumann – Der rote Macher

    • February 8, 2022

    Das „rote Wien“ trug maßgeblich seinen Stempel: Als erster sozialdemokratischer Wiener Bürgermeister nach der Ausrufung der Ersten Republik setzte sich Reumann nicht nur für das Los der Arbeiterklasse ein, sondern führte Wien auch in den Trennungsverhandlungen mit Niederösterreich in seine neue Souveränität als eigenes Bundesland. Damals waren die roten Visionen noch jung und Reumann glaubte wie viele andere, dass aus den Trümmern des Weltkriegs eine neue Gesellschaft und ein moderner Typ Mensch erwachsen würde. Seinen Einsatz für den sozialen Wohnbau und für die Bildungsmöglichkeiten der arbeitenden Klasse nahmen sich viele seiner Amtsnachfolger zum Vorbild. Nach seinem Tod widmete ihm die Gemeinde den nach ihm benannten Reumannplatz im Arbeiterbezirk Favoriten.

  • S2022E272 Das Loos-Haus – Die Rettung eines Baujuwels

    • February 8, 2022

    Als Wiens nobelster Herrenschneider „Goldman & Salatsch“ im Jahr 1910 die Fassade seines neuen Flagshipstores am Michaelerplatz enthüllte, verschlug es den Wienern, Kaiser Franz Joseph I. eingeschlossen, schier die Sprache. Kein einziger Schnörkel zierte das von Architekt Adolf Loos vis-à-vis der Hofburg errichtete Haus. Das Gebäude, auch als „Haus ohne Augenbrauen“ bekannt, wurde zur Mutter aller Wiener Architekturskandale und zum Symbol des Aufbruchs in die neue, moderne Zeit. Das Architekturjuwel am Wiener Michaelerplatz überdauerte zwei Weltkriege. Der achtlose Umgang wechselnder Mieter nach dem Erste Weltkrieg spielte dem Gebäude aber übel mit. Über die Jahrzehnte erreichte die Verschandelung immer neue Höhepunkt bis ihr der Architekt Burkhardt Rukschcio Ende der 1980er Jahre ein Ende setzte.

  • S2022E275 Karl Lueger – Hetzer oder Wohltäter?

    • February 15, 2022

    Als Karl Lueger verstarb, gaben ihm zehntausende Wienerinnen und Wiener das letzte Geleit. Der Bürgermeister, der mit undemokratischer Rhetorik an die Macht gekommen war, erfreute sich damals allergrößter Beliebtheit. Ein gutes Jahrhundert nach seinem Tod haben sich die Dinge um ihn herum völlig gedreht. Lueger steht heute im Mittelpunkt der sogenannten Cancel-Culture, die die Erinnerung an schuldbeladene Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Bild tilgen will. Luegers Denkmal auf dem nach ihm benannten Platz wurde in einer Aktion beschmiert. Viele wollten es gar vom Sockel stoßen. Zwischen den politischen Lagern wogt ein Streit um den Umgang mit diesem Erinnerungsplatz.

  • S2022E283 Aus dem Rahmen: Das jüdische Wien

    • April 5, 2022

    Karl Hohenlohe besucht in dieser Ausgabe von „Aus dem Rahmen“ das jüdische Museum Wien und die neue Dauerausstellung „Unser Mittelalter“. Es geht um die Fundamente des jüdischen Wiens – im wahrsten Sinne des Wortes: das jüdische Mittelalter und neue Erkenntnisse zum jüdischen Leben in Wien stehen im Fokus. Untermauert mit neuen Forschungsergebnissen und unerwarteten Objekten. Auch wird die Geschichte des Ortes „Judenplatz“ über die Jahrhunderte bis zur Entstehung des Holocaust-Mahnmals von Rachel Whiteread eingehend thematisiert.

  • S2022E284 Österreichs Adel unter sich – Die Spielzeuge der Noblesse

    • April 19, 2022

    Immer wieder zieht es gerade das blaue Blut zum Motoröl – ein standesgemäßer Fuhrpark gehört einfach dazu zum richtigen Adeligen. So ist beispielsweise Karl Habsburgs Sohn Zvonimir ein begeisterter Rennfahrer, hat unter anderem in Le Mans, der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft sowie der Formel 3 erfolgreich Gas gegeben. Nicht minder schnell ist Prinz Leopold von Bayern, ein Verwandter der Kaiserin Sisi und mehrfacher Mille-Miglia-Teilnehmer, unterwegs. Der Bleifuss-Aficionado, der einst mit seinen Freunden und Kollegen Hans-Joachim Stuck und Dieter Quester das berühmt-berüchtigte „Trio Infernale“ bildete, rollt bis heute an den Start. Er besitzt mehrere PS-Boliden, die er mit Liebe hegt und pflegt – wie auch der Oldtimer-Sammler Franziskus Amazonas Kriegs-Au.

  • S2022E292 Kärntens schönste Adelssitze – Glanz und Pracht herrschaftlichen Wohnens

    • May 24, 2022

    Schloss Frauenstein Innenhof. – Bild: ORF/​GS-Film/​Gernot Stadler Schloss Frauenstein Innenhof. Bild: ORF/GS-Film/Gernot Stadler Von Hochosterwitz bis Landskron, von Griffen bis Porcia – Kärnten ist reich an Adelssitzen, die zum Teil bis heute von den Eigentümerfamilien bewohnt werden. Allein in Friesach, der ältesten Stadt Kärntens, gibt es zwei erhaltene Burgen auf umliegenden Hügeln und den Fürstenhof in der Stadt. Gernot Stadler besucht die schönsten Burgen und Schlösser in Kärnten, erzählt aus ihrer Geschichte und lässt ihre heutigen Besitzer und Bewohner zu Wort kommen.

  • S2022E293 Franz Joseph und die kaiserliche Hausapotheke

    • May 24, 2022

    Eine Coproduktion von ORFIII mit Arte und der DOR-Film. Hanfzigaretten gegen Asthma oder Kokainzäpfchen gegen Schlafstörungen – die Rezeptbücher der kaiserlichen Hofapotheke enthalten so manch kurioses Rezept. Mit Dr. Reinhard Dörflinger, ehemals Präsident der Ärzte ohne Grenzen in Österreich, begeben wir uns im Haus-, Hof- und Staatsarchiv auf die Suche nach den großen und kleinen Leiden der Habsburger und den abenteuerlichen Heilmitteln die damals verschrieben wurden. Die Folge wirft abseits davon, aber auch einen Blick auf den medizinischen Standard Anfang des 19. Jahrhunderts und zeigt auf, dass eine gute medizinische Grundversorgung lange nicht allen Bevölkerungsschichten zugänglich war.