Der 1948 entworfene und ab 1953 gefertigte Tisch „Compas“ ist leicht und zugleich sehr robust. Charakteristisch für den kreativen Ansatz seines Schöpfers Jean Prouvé ist das Profilieren des Stahlblechs durch Falten und Schweißen. Der für zwei bis acht Stühle ausgelegte Tisch hat eine Standardhöhe von 72 Zentimetern und eine verstellbare Breite von 70 bis 90 Zentimetern. Der „Compas“ existiert auch in Rund- und Klappausführung. Alle „Compas“-Tische haben dieselbe Grundstruktur. An den beiden Enden einer waagerecht verlaufenden Stahlröhre sind die dreieckigen Tischbeine aus geschweißtem, lackiertem Faltblech (Aluminium) angebracht – für den „Compas Arbeitstisch“ gibt es eine Stahlröhrenvariante. Zwei dreieckige Blenden an den Tischenden verdecken das Befestigungssystem für die Tischbeine und dienen zugleich als Stützen für die Tischplatte. Seinen Namen verdankt der „Compas“ seinen an die Zeiger eines Zirkels (auf Französisch „Compas“) erinnernden Beinen. Der zeitlose Tisch ist längt zum Designklassiker geworden.