Robert Palfrader führt über das Set von "Braunschlag 1986" und gewährt einen lebendigen Blick hinter die Kulissen, von der Kamera über den Ton bis zu den Schauspielerkolleginnen und -kollegen.
Bei den Dreharbeiten zur Fortsetzung der Serie "Braunschlag" ging auf dem Set so einiges schief – und kein Auge blieb trocken!
Vor über einem Jahrzehnt war Braunschlag in aller Munde: Eine angebliche Marienerscheinung lockte tausende ins Waldviertel – bis ein Atomunfall alles veränderte. Die Bewohner flohen, nur Bürgermeister Gerri Tschach und Discobesitzer Richard Pfeisinger blieben. Jetzt ist die Luft wieder rein – und Tschach hat eine Idee: In Braunschlag gilt ab sofort das Jahr 1986. Nostalgie statt Gegenwart. Die Rückkehrer kommen – allen voran seine Frau Herta.
Das 80er Revival ist ein voller Erfolg, und der bleibt natürlich nicht unbemerkt. Schon lauert der jugendliche Investor BB, der aus Braunschlag einen Themenpark machen möchte, und auch die Politik will ihren Fußabdruck hinterlassen. Die Tatsache, dass 1986 auch gesellschaftlich viele Dinge anders waren als heute wühlt das Wahlvolk auf. Und dann steht plötzlich die geheimnisvolle Ronda auf der Tanzfläche der Disco Lametta.
Der Braunschlager Hauptplatz wird zum Markt für Vergangenheitstouristinnen und Touristen: Breakdance, Jojos und alte Wahlreden inklusive. Matussek wartet auf eine besondere Begegnung. Im Hause Pfeisinger/Tschach eskaliert die Kinderbetreuung – bis das Kind verschwindet. Ronnie und Kevin treffen wieder aufeinander, alte Rivalitäten flammen auf. Pfarrer Ricardo gerät unter Druck, Dr. Feist in ein Bestattungsdilemma – und auf Tschachs Konto landet plötzlich viel Geld.
In Braunschlag ist der Wurm drin. Nach verzweifelter Suche taucht Elfies Sohn bei BB auf. Der Junginvestor hat in ihm einen Jünger gefunden, der ihn bei seinem Ausverkauf von Braunschlag unterstützen soll. Wenn Kinder an der Macht sind, ist das nicht immer nur gut. Auch auf klerikaler Seite eskaliert es ordentlich, als Pfarrer Riccardo mit Wundmalen zusammenbricht. Bürgermeister Tschach muss einen Weg finden, die kleine Welt zu retten. Vorteil dabei: Er hat nichts zu verlieren. Redakteur Frosch recherchiert derweilen zu Ronda und erfährt Unglaubliches.
Will man einem Käufer das Geschäft vermiesen, dann beschädigt man am besten die Ware. Deshalb führt Tschach Schillingpreise in Braunschlag ein und eine Verordnung, dass Lokale nur mehr bis 18h offen haben dürfen. Das wohlgemerkt nachdem Pfeisinger BB seine Disco verkauft hat. Der Junginvestor schäumt. Auch Herta ist emotionalisiert, denn ihr geliebter Helfried hat ein unschönes Geheimnis. Vor den Toren Braunschlags üben die Alternativen den Aufstand wegen der Behandlung von Pfarrer Riccardo. Man merkt an allen Ecken und Enden: Die Party ist vorbei. Tschach zieht ganz unösterreichisch seine Konsequenzen und tritt zurück. Aber was nun? Braunschlag, quo vadis?