Der 36-jährige Sebastian hat wiederholt versucht, sich das Leben zu nehmen. Jetzt meldet er sich mit einer schweren Depression auf Station. Oberärztin Barbara Jost führt ein sehr direktes Gespräch mit dem verzweifelten jungen Mann und macht ihm ein überraschendes Angebot. Auch der Sales Manager Martin ist neu auf Station. Er möchte endlich von seiner Alkoholsucht loskommen. Heute erfährt er, ob der Alkohol bereits Schäden in seinem Gehirn angerichtet hat.
Ein 22-Jähriger mit einer schweren Psychose wird im Rettungswagen, begleitet von vier Polizisten eingeliefert. Der junge Mann hält sich für ein Raubtier. Nachdem er sich beruhigt hat, möchte er wieder gehen, weil er um seinen Arbeitsplatz fürchtet. Das Team muss eine schwierige Entscheidung fällen. Ein Zimmer weiter wird L. auf richterlichen Beschluss seit Tagen zwangsernährt. Die junge Frau kämpft mit ihrer Magersucht und weiß nicht, ob sie lieber leben oder sterben möchte.
Ein ehemaliger Steward wird eingeliefert. Er hört Stimmen, die ihm befehlen, sich nicht mehr zu bewegen und nichts mehr zu essen oder zu trinken. Dabei muss er regelmäßig und dringend seine Medikamente nehmen, damit seine Psychose nicht immer weiter das Kommando übernimmt. Auch die Magersüchtige L. will weiterhin keine Nahrung zu sich nehmen und versucht, das psychiatrische Team auszutricksen.
Ein Patient mit einer Impulskontrollstörung rastet plötzlich aus und zerlegt die halbe Station. Oberärztin Jost muss gleichzeitig als Zeugin vor Gericht aussagen, weil ein anderer Patient im Patientenzimmer Feuer gelegt hat. Das Gericht muss entscheiden, ob der Mann dauerhaft in eine forensische Psychiatrie muss. Das Pflegeteam um Sonja Holubar übt eine Fixierung, während die Magersüchtige L. plötzlich in eine medizinische Notlage gerät.
Tristan ritzt sich regelmäßig, um sich zu spüren. Er leidet unter Suizidgedanken. Pflegeleiterin Sonja Holubar überrascht ihn mit einem ganz besonderen Ring. Und sie beginnt ein Therapiegespräch, in dem viele Tränen fließen. Währenddessen muss Oberärztin Barbara Jost ins MRT, weil sie an einer heimtückischen Krankheit leidet. Und ein neuer Patient wird eingeliefert, der betrunken eine Türe aus dem Fenster geworfen hat.
Im Mittelpunkt der ersten Folge der zweiten Staffel "Akutstation Psychiatrie" steht ein junger Mann, der sich für eine Comic Figur hält. Tatsächlich leidet er unter einer schweren Psychose. Weil er in seinem Wahn eine Gefahr für sich selbst ist, wird er in ein Überwachungszimmer eingeschlossen. Auch, um ihn von den Reizen der Umwelt abzuschirmen, die ihn überfordern. Er selbst aber ist mit der Unterbringung nicht einverstanden. Auch die magersüchtige Patientin aus der ersten Staffel kämpft weiter gegen ihre schwere Essstörung.
Ein Patient mit Wahnvorstellungen hält die Station auf Trab. Dämonen und andere Stimmen tyrannisieren den jungen Mann und befehlen ihm "loszumarschieren", um die Welt zu retten. Eine Herausforderung für das gesamte Team, das am Ende die Polizei zur Hilfe rufen muss und sich entscheidet, den Patienten zu fixieren, um ihn mit Medikamenten versorgen zu können. Fraglich nur, ob das zuständige Gericht der Zwangsmaßnahme zustimmt.
Ein junger Patient leidet noch immer an seiner schweren Depression. Suizidgedanken quälen ihn. Immer wieder wird er in der Psychiatrie vorstellig. Mittlerweile nimmt er an einem Therapieprogramm in der Tagesklinik teil. Hier soll er lernen, mit seinen negativen Gefühlen besser umzugehen. Wie schwierig das ist, zeigt der sehr berührende Fall einer älteren Frau, die ebenfalls wegen akuter Suizidgefahr in die Akutstation eingeliefert wird. Ein Leben lang leidet sie unter den traumatischen Erfahrungen ihrer Kindheit.
Die ältere Frau, die unter einem Kindheitstrauma leidet, hat wieder akute Suizidgedanken. Das Team reagiert und die Psychologin beginnt, mit der Patientin an ihrem Trauma zu arbeiten. Gleichzeitig entwickeln sie gemeinsam eine Strategie, wie sie mit Suizidgedanken umgehen kann. Auch andere Patienten lernen in der Musik- und Kunsttherapie mit ihrer Gefühlswelt in Berührung zu kommen. Was können sie sich Gutes tun, um aus der Endlosschleife der negativen Gedanken herauszufinden?
Nicht alle Krankheiten sind vollständig heilbar. Das gilt auch für psychiatrische Leiden. Die junge Anorexie Patientin und die an einer Alkoholsucht erkrankte Patientin scheinen auf einem guten Weg. Trotzdem geht es für sie, wie für alle Patientinnen und Patienten der Akutstation darum, einen Weg zu finden, wie sie mit ihrer Erkrankung dauerhaft leben können. Auch die Oberärztin muss sich in der Radiologie der Klinik als Patientin vorstellen und anschließend lernen, mit einer Diagnose zu leben.