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… in Museen

Der Kunstmarkt hat sich in den vergangenen Jahren massiv verändert. Kunst ist zu einem Lifestyle geworden: Menschen campen vor Museen, Blockbuster-Ausstellungen sind bestens besucht, Künstler sind zu Helden und Superstars der Neuzeit geworden. Doch was bedeutet es für die Kunst, wenn das Event im Vordergrund steht? Das fragt sich auch die Berliner Journalistin Nicole Zepter im Buch „Kunst hassen. Eine enttäuschte Liebe“. In „Kunst lieben, Kunst hassen … in Museen“ trifft Nicole Zepter auf die wichtigsten Museumsmacher unserer Zeit: Max Hollein im Städelmuseum und Susanne Gaensheimer im MMK in Frankfurt, Udo Kittelmann in der Neuen Nationalgalerie in Berlin und Chris Dercon in der Tate in London. „Man darf sich heute nicht mehr kritisch über Kunst unterhalten, es fühlen sich gleich alle angegriffen“, sagt Chris Dercon. Auch die Tate macht Blockbuster-Ausstellungen wie Matisse, aber sie zeigt auch meditative Räume von Mark Rothko. Susanne Gaensheimer ist zufrieden, ihr Konzept ging auf. Hollein will keine jungen Leute ins Museum holen, das sei „naiv“, aber trotzdem zeigt er die lustige Kunst von Erwin Wurm zusammen mit den alten Meistern. Nicole Zepter kommt den Machern auf die Spur. „Ich freue mich, wenn ein unbekannter Künstler Besucher anzieht, weil die Ausstellung weiterempfohlen wird. Aber wir zeigen auch Gerhard Richter, bei dem wir wissen, dass die Menschen kommen.“ Langweilige Ausstellungen gibt es dennoch immer wieder, selbst wenn sie „Unendlicher Spaß“ heißen. Am Ende entscheidet jeder Besucher für sich – ein so einfaches wie klares Fazit.

Deutsch
  • Originally Aired April 19, 2015
  • Runtime 30 minutes
  • Network Arte
  • Created June 17, 2015 by
    Administrator admin
  • Modified June 17, 2015 by
    Administrator admin