Das riesige Kanada mit seinen vielen verschiedenen Lebensräumen ist eine Welt für sich. Vor der Küste von Neufundland versammeln sich jedes Jahr Herden von Buckelwalen, um sich an Fischschwärmen satt zu fressen. Weitere Geschichten erzählen von einer Eisbärin und ihren Jungen, von akrobatischen Flughörnchen, der Paarung tausender Strumpfbandnattern – und den geheimnisvollen „Geisterbären“ in den magischen Regenwäldern an Kanadas Westküste.
Die Region zwischen Pazifik und Rocky Mountains beherbergt den größten Küstenregenwald der Erde. Die Westküste Kanadas ist geprägt vom alljährlichen Zug der Lachse. Die Fische sind die Lebensgrundlage für Bären und Wölfe – ja sogar die Pflanzen profitieren: dank der Nährstoffe aus den verrottenden Lachskadavern werden manche Bäume größer als normal. Weißkopf-Seeadler, Dickhornschafe und Grizzlybären sind weitere Protagonisten dieser Folge.
Die Landschaft im Herzen Kanadas ist geprägt von dichten Wäldern, unzähligen Seen und einem endlosen Grasmeer. Dieses ist die Heimat des mächtigen Bisons, der die Prärie einst zu Millionen bevölkerte, und der Gabelböcke – diese Antilopen sind die schnellsten Huftiere der Welt. Die Seenlandschaft in Kanadas Kernland ist Lebensraum für Biber und Raststation für Wasservögel auf ihrem Zug zwischen den Sommer- und Winterquartieren.
Die kanadische Arktis wird meist von Schnee, Frost und Eis beherrscht – und doch findet sich hier eine vielfältige Tierwelt: Eisbären und Robben, Füchse und Karibus, Meeresvögel und Wale. Auch Menschen haben gelernt, unter den extremen Bedingungen zu überleben. Die Inuit betreiben Fischfang, Robben- und Waljagd und sammeln Muscheln unter meterdickem Eis. Doch die Arktis verändert sich – es wird wärmer, das „ewige Eis“ schmilzt dahin.